Augenherpes

Augenherpes eine Form der Gürtelrose: Die Herpes Zoster Simplex Virus Typ 1 verursacht eine Herpes Infektion am Auge und befällt dort häufig die Hornhaut des Auges. Dabei spricht man vom sogenannten Augenherpes, dieser kann zu einer nachhaltigen Schädigung des Sehvermögens führen.Herpes am Auge

 

Herpes am Auge

Die Infizierung mit dem Herpes Simples Virus Typ 1 kommt meist schon in der frühen Kindheit vor. Das Virus zeigt sich da aber nur durch ein paar ungefährliche Bläschen im Mund- und Rachenraum und verursacht keine anderen Symptome.

Wie alle anderen Herpes Viren verbleibt auch der Typ1 ruhend im Körper, Experten gehen davon aus das nur 10% der gesamten Bevölkerung ohne Herpes Viren ist, die meisten von uns tragen den Virus unbemerkt in sich.

Augen Herpes

In den meisten Fällen ist anfänglich nur ein Auge betroffen, dabei kann es bleiben, Herpes Viren können aber auch auf das andere gesunde Auge übergreifen.

Gürtelrose AnzeichenAuch beim Augenherpes schläft der Virus nur solange bis äußere oder innere Einflüße ihn erwecken. Das kann eine Schwächung des Immunsystems. aber auch Stress oder Alkohol sein. Wenn das Virus Typ1 erweckt ist kann es unterschiedliche Teile des Auges befallen.

Teile des Auges die von Herpesviren befallen werden:

Herpes an den Augenlieder: an den Lieder des Auges bilden sich Bläschen die denen des Lippenherpes ähneln.

Herpes an der Bindehaut: ein Ausbruch von Augenherpes an den Augenliedern ist ehern selten, diese Erkrankung heilt in den meisten Fällen folgenlos von allein ab.

Herpes an der Hornhaut: die Hornhaut des Auges ist am häufigsten von Herpesviren befallen, dabei kann es bei einer Erkrankung der Hornhaut zur Eintrübung und zur Einschränkung des Sehvermögens kommen,

Herpes an der Aderhaut: die Aderhaut des Auges ist für die Nährstoffversorgung der Netzhaut verantwortlich, eine dortige Erkrankung durch Herpesviren kann zu schwersten Folgen und Erblindung führen.

 

Augenherpes Verlauf

Der Krankheitsverlauf einer AUgenherpes Erkrankung verläuft sehr individuell und unterschiedlich, wichtig ist das sofortige Einleiten einer entsprechenden Therapie um Folgeschädigungen durch das Augenherpes zu verhindern.

Die Schwere der Erkrankung ist vom Ort der Schädigung abhängig. Meist kommt es zuerst zu einer Erkrankung der Augen-Oberflächenschicht, diese kann mit sofortigen Behandlungstherapien gut geheilt werden. Trotz Therapie werden die ursächlichen Herpesviren nicht zerstört sondern verbleiben im Augengewebe und es kann zu wiederholten Erkrankungen an anderen Stellen des Auges kommen.

Wenn es zu wiederholten Auftreten von Augenherpes kommt ist eine Entzündung der Hornhautschichten mit Narbenbildung nicht auzuschließen. Durch die tiefer werdenden Narben wird auch das Sehvermögen eingeschränkt. In schweren Verläufen des Augenherpes kann es zu einem Loch in der Augennetzhaut kommen, dadurch können Bakterien eintreten und Folgeerkrankungen wie Grauer Star oder Grüner Star sind nicht ausgeschlossen.

Herpes an den Augenlider

Wenn die Lider bzw. die Lidhaut betroffen ist, kommt es dort zur Bläschenbildung.
Dies ist ähnlich dem Lippenherpes. Die Bläschen gehen an der Lidhaut meist ohne bleibende Schäden zurück.

Bindehaut und Hornhaut

Die Bindehaut am Auge wird ehern seltener befallen. Der häufigste Befall mit Herpes Viren findet an de Hornhaut statt, dort kann es zu einer Gefahr der Erblindung kommen.

Die Infektion am Auge durch Augenherpes verläuft in der Regel bei jedem MEnschen etwas anders, aber meist ist nur 1 Auge betroffen. Wenn die Infektion an der Oberfläche bleibt, verheilt sie meist bis auf kleinere Narben rückstandslos. Es kann aber an betroffenen Stellen immer wieder zum Aufleben der Augenherpes kommen. Insofern sind einmal betroffene Menschen einem gewißen Rückfallrisiko ausgesetzt und sollten in besonderem Maße auf Ihre Gesundheit achten um eine Augenherpesvorzubeugen.

 

Beitrag erstellt am: 02.03.2003 aktualisiert am 26.05.2013 Autor: Redaktion – M.Foerster, S.D.Müller

Eine Behandlung und Diagnose bei Verdacht auf Gürtelrose oder andere Herpes Erkrankungen ist immer durch einen Arzt zu stellen. Eine Eigendiagnose oder Eigenbehandlung darf nicht durchgeführt werden.

Literatur:

R. Marre, T. Mertens, M. Trautmann, E. Vanek: Klinische Infektiologie. München Jena 2000

www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.htm

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