Gesichtsrose

Veröffentlicht von: Anna Nilsson, medizinische Kontrolle: L. Schnurbus.

Die Gesichtsrose ist eine Viruserkrankung, die auch unter den Namen “Kopfrose” bekannt ist. Grundsätzlich handelt es sich hier aber auch um eine Gürtelrose (Herpes Zoster), die als Form im Gesicht auftreten und schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann.

Herpes Zoster im Gesicht: Die GesichtsroseHerpes Zoster gesichtsrose im fortgeschrittenen Alter

 

Häufige Form der Gürtelrose im Gesicht

Die Gesichtsrose ist eine der häufigsten Formen der Gürtelrose. Dabei kann der Hautausschlag an den unterschiedlichsten Stellen, wie an Auge, Mund, Ohr oder Nase auftreten.

Wenn Sie einen Hautausschlag im Gesicht haben sollten Sie unabhängig ob Sie an eine Gürtelrose denken oder nicht, immer einen Hautarzt aufsuchen. Wenn Schmerzen und Bläschen in Ihrem Mund, dem Ohr oder Auge auftreten kann sich der Ausschlag auf das ganze Gesicht übergreifen und Lähmungen verursachen.

Gesichtsrose (Herpes zoster ophthalmicus)

GesichtsroseDie Gürtelrose im Gesicht wird Gesichtsrose genannt. Die Gesichtsrose zählt zu den häufigsten Formen der Gürtelrose. Wenn die Erkrankung im Gesicht auftritt birgt Sie ein besonders hohes Risiko für Komplikationen

Eine Gesichtsrose wird durch Varicella-Zoster-Viren am Gesichtsnerv Nervus trigeminus verursacht. Die Ausbreitung des Ausschlages hängt von der schwere des Krankheitsverlaufes ab, es kann aber in schweren Fällen bis zur Lähmung einer Gesichtshälfe kommen.

Die Gesichtsrose verursacht ein Brennen und Schmerzen in der brtroffenen Gesichtshälfte und dies schon bevor die ersten äußeren Symtome sichtbar sind. Analog der Gürtelrose beginnen dann gürtelförmig Bläschen aufzutreten die Flüssigkeit enthalten, diese Bläschen platzen auf und Verkrusten. Als Folge können besonders bei älteren Patienten Neuralgien, Nervenschmerzen und Sensibilitätsstörungen als chronische Erkrankungen auftreten.

 

Gesichtsrose das erhöhte Krankheitsrisiko

An der Gesichtsrose leiden sehr häufig Menschen im gehobenen Alter. Speziell Personen ab 50 Jahren, die sich im Kindesalter mit dem stummen Virus (Varizella-Zoster-Virus) infiziert haben und bereits an Windpocken erkrankt sind. Mehr als 60 Prozent aller Betroffenen in Deutschland sind über 50 Jahre alt. Die Statistik zeigt, dass das Risiko einer Gesichtsrose mit zunehmendem Alter ansteigt.

Gesichtsrose und die Übertragung des Varizella-Zoster-Virus

Übertragen wird der Varizella-Zoster-Virus in Form von Tröpfchen die Sie beim Kontakt mit anderen Personen durch das Husten, Niesen oder anderweitigen Vorkommnissen aufnehmen. Dieser setzt sich auf ihren Schleimhäuten fest und nistet sich für immer in ihren Körper ein. Dies muss jedoch nicht bedeuten, dass dieser Virus eines Tages bei ihnen ausbrechen wird. Viele Menschen tragen diesen Krankheitserreger bis zu ihrem Lebensende in sich ohne das Sie jemals mit einer Gesichtsrose konfrontiert wurden.

Die Gesichtsrose und der stumme Virus

Bemerkbar macht sich die Gesichtsrose in Form von Schmerzen in den verschiedenen Gesichtsbereichen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch kein Ausschlag oder eine Bläschenbildung im Gesicht zu erkennen. Anzeichen für die Gesichtsrose sind im Vorfeld keine festzustellen. Der stumme Virus, der sich im Nervensystem festsetzt und befindet, kann erst nach Jahrzehnten der Infektion, die Erkrankung bei ihnen auslösen. Der Krankheitsverlauf gestaltet sich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Die Dauer der Gesichtsrose beträgt in etwa 2 bis 4 Wochen.

Die anfänglichen Symptome dieser Krankheit

Deutschlandweit erkranken jährlich ca. 400.000 Menschen im Jahr an Herpes Zoster, wobei nur ein kleiner Teil, an den Auswirkungen der Gesichtsrose leidet. Die Gesichtsrose ist eine gefährliche Krankheit, die Sie keinesfalls unterschätzen sollten. Beim Berühren ihres Gesichtes bzw. der erkrankten Stellen werden Sie sehr starke Schmerzen feststellen. Auch Müdigkeit oder Fieber gehören bei einigen Personen zu den anfänglichen Symptomen. Ist diese der Fall, sollten Sie umgehend einen Arzt konsultieren, womit Sie das Risiko von schwerwiegenden Erkrankungen erheblich reduzieren können.

Die möglichen Folgen der Gesichtsrose

Die möglichen Folgen der Gesichtsrose sind äußerst unangenehm und können langzeitige Schäden an ihren Sinnesorganen auslösen. So kann die Bläschenbildung am Auge zu einer Beschädigung der Hornhaut führen und eine Linderung der Sehkraft hervorrufen oder im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen. Des Weiteren ist eine Schädigung ihres Gehörs, Geschmacksinnes oder eine Lähmung ihrer Gesichtshälfte möglich.

Gesichtsrose und die nötigen Vorkehrungen treffen

Wenn Sie einmal an diesem Virus erkrankt sind, lässt sich dieser nicht wieder entfernen. Auch wenn diese Infektion bei Medizinern seit vielen Jahren bekannt ist, gibt es dennoch keine Heilmethode, die das Ausbrechen einer Gesichtsrose zu 100 Prozent verhindern kann. Trotzdem gibt es eine mögliche Vorkehrung, die Sie in Form einer Impfung treffen können.

Diese garantiert ihnen nicht, das keine Komplikationen bei ihnen auftreten. Jedoch wird das Risiko eines Ausbruchs oder einer schweren Erkrankung deutlich verringert. Gerade wenn Sie wissen, dass Sie in jungen Jahren an Windpocken erkrankt sind empfiehlt es sich für Sie, diese Impfung in Anspruch zu nehmen. Auch eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Schlaf stärkt ihr Immunsystem, womit Sie den dem Virus eine geringere Angriffsfläche bieten. Eine zuverlässige Medizin bzw. Methode zur Vorbeugung der Gesichtsrose gibt es noch nicht.

Die medikamentöse Behandlung der Gesichtsrose

Für die Behandlung bzw. Linderung ihrer Schmerzen gibt es zahlreiche Medikamente, die Sie anwenden können. Für starke Schmerzmittel müssen Sie ihren Arzt kontaktieren, der ihnen diese verordnen kann. In der Regel erfüllen Medikamente wie zum Beispiel Aciclovir oder Desoxyuridin ihren Zweck und tragen zu einer wesentlichen Verbesserung ihrer Situation bei.

Nur in sehr wenigen Fällen sind diese Behandlungen bei der Gesichtsrose nicht zielführend, womit spezielle Maßnahmen z. B. Akupunktur ergriffen werden müssen. Hierfür sollten Sie sich an Kliniken wenden, die das nötige Fachwissen im Bereich Gesichtsrose besitzen. Diese verwenden Therapieformen, mit deren Hilfe ihre Schmerzen effizient behandelt werden.

 

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Eine Behandlung und Diagnose bei Verdacht auf Gürtelrose oder andere Herpes Erkrankungen ist immer durch einen Arzt zu stellen. Eine Eigendiagnose oder Eigenbehandlung darf nicht durchgeführt werden.

Literatur:

http://www.cdc.gov/shingles/ 
http://www.cdc.gov/shingles/hcp/clinical-overview.html, http://www.cdc.gov/shingles/hcp/diagnosis-testing.html

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