Gürtelrose Spätfolgen

So verhindern Sie die Spätfolgen einer Gürtelrose

Eine Gürtelrose-Infektion ist mit einem schmerzhaften Hautausschlag verbunden. Nach der Erkrankung bleiben die Viren weiterhin im Körper erhalten. Zu den Spätfolgen der Gürtelrose gehören verschiedenste Erkrankungen des Nervensystem und verschiedene Nervenschmerzen, die bei Stress und einem geschwächten Immunsystem auftreten. Dank einer frühzeitigen und angemessenen Therapie gelingt es, die Symptome zu lindern.

Nervensystem

Neural Tissue. © 7activestudio – Fotolia.com

 

Welche Spätfolgen drohen bei Gürtelrose?

Die Folgen des Herpes Zoster

Einer Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren führt zur Gürtelrose. Die gesundheitliche Komplikation geht mit einem juckenden Hautausschlag und Nervenschmerzen, den Neuralgien, einher. Ohne die richtige Behandlung kommt es nach dem Abheilen der charakteristischen Herpes-Zoster-Bläschen zu unangenehmen Spätfolgen. Beispielsweise leiden die Patienten an einer postzosterischen Neuralgie. Hierbei schmerzen die Nervenstränge, obwohl keine Aktivierung der Gürtelrose-Erreger besteht.

Zu der Pein gesellt sich ein Taubheitsgefühl an den betreffenden Dermatomen. Ebenso klagen die Betroffenen über ein starkes Missempfinden im Bereich der Epidermis. Zu den später auftretenden Komplikationen der Gürtelrose gehören ebenso temporäre Störungen des Gehör- und Sehsinns. Sie treten auf, wenn die Varizella-Zoster-Viren den Trigeminusnerv befallen.

 

Die Spätfolgen der Gürtelrose zusammengefasst

Klingt der Herpes Zoster ab, bleiben die Varizella-Zoster-Viren im Organismus der betreffenden Person. Sie lagern sich in den Nervenknötchen, den Ganglien, ab. Treten keine Gürtelrose-Symptome auf, leiden die Patienten an einer latenten Infektion. Erst bei einer Schwäche der Immunabwehr bricht die gesundheitliche Komplikation erneut aus. Nimmt sie einen schweren Verlauf, bleiben im schlimmsten Fall Spätfolgen zurück. Dazu gehören die postzosterische Neuralgie sowie bleibende Hautirritationen. Letztere treten auf, wenn die Erkrankten während eines akuten Herpes Zosters die Pickelchen aufkratzen.

Die Gürtelrose-Bläschen entzünden sich, sodass es beispielsweise zur Narbenbildung kommt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass sich blutige Hauteinschlüsse bilden.

 

Wie verhindern die Patienten die Folgen des Herpes Zoster?

Eine Gürtelrose-Infektion geht mit einem schmerzhaften Hautausschlag einher. Dieser tritt mehrere Tage nach der Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren auf. Zuerst kommt es zu einer Rötung des betreffenden Dermatoms, danach entstehen die charakteristischen Herpes-Zoster-Pusteln. In ihnen befindet sich eine eitrige Flüssigkeit, in der sich weitere Erreger befinden. Das gelbliche Sekret bezeichnen die Mediziner als Lymphe. Kommt es mit einer gesunden Hautstelle in Berührung, droht eine Zweitinfektion. Zusätzlich besteht die Gefahr eines Zoster generalis, der die gesamte obere Hautschicht betrifft. Aufgrund des schweren Verlaufs der Erkrankung erhöht sich das Risiko einer Spätfolge.

Zu den später auftretenden Komplikationen der Gürtelrose gehören verschiedene Erkrankungen des Nervensystems und Nervenschmerzen. Vorwiegend treten diese bei starkem Stress und einem geschwächten Immunsystem auf. Dank einer frühzeitigen und angemessenen Therapie gelingt es, die Symptome zu lindern.

 

Das Risiko nachwirkender Folgeerkrankungen und Komplikationen

Alle Menschen, die bereits an den Windpocken erkrankten, tragen das Risiko einer Gürtelrose-Infektion in sich. Der Virus Varizella-Zoster bleibt ein Leben lang im Körper der Betroffenen und löst unter bestimmten Umständen eine Herpes-Zoster-Erkrankung aus. Zu den Ursachen, die zu einer Reaktivierung der Erreger führen, zählen:

  • eine Immunschwäche,
  • chronische Krankheiten,
  • akute Infektionen,
  • eine Operation,
  • ein starkes Stressempfinden
  • sowie Krebs.

 

Nach dem Abklingen der typischen Gürtelrose-Symptome leiden einige Patienten weiterhin unter starken Nervenschmerzen. Die postzosterische Neuralgie bleibt insbesondere bei älteren Menschen bestehen und gilt als eine der Spätfolgen einer Gürtelrose. Die dauerhafte Pein der Nervenstränge geht mit bestimmten Merkmalen einher. Beispielsweise leiden die Betroffenen an starken Berührungsschmerzen. Die Haut fühlt sich bereits bei einem leichten Kontakt wund an. Zudem treten die Missempfindungen in Phasen einer psychischen Belastung auf. In der Regel präsentieren sich die Schmerz-Attacken kurz und stark.

Eine weitere Spätfolge des Herpes Zoster besteht als Taubheitsgefühl des infizierten Dermatoms. Die Neuralgien resultieren aus den aktiven Varizella-Zoster-Viren. Letztere verharren nach dem Abklingen der Krankheit in den Nervenzellen und verursachen dort starke Entzündungen. Die Spätfolgen der Gürtelrose erfordern eine schnelle und effektive Therapie. Bei den Nervenschmerzen besteht die Notwendigkeit, den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu berücksichtigen. Die Mediziner entscheiden sich für eine Behandlungsmethode, die bei dem individuellen Krankheitsbild des Betroffenen schnelle Erfolge verspricht. Dabei kommen Medikamente, lokale Therapien sowie Akupunktur zum Einsatz.

 

Die Behandlung der Spätfolgen des Herpes Zoster

Bei starken Nervenschmerzen erfolgt die Therapie durch Antidepressiva. Sie schwächen die Empfindsamkeit der leitenden Nerven und mildern aus dem Grund die Symptome. Eine ähnliche Wirkung erzielen diverse Antiepileptika. Da die anhaltenden Schmerzen eine starke psychische Belastung darstellen, empfiehlt der Arzt in vielen Fällen eine Psychotherapie. Diese findet parallel zu der medikamentösen Behandlung statt und strebt ein besseres Wohlbefinden des Patienten an.

In der Regel heilt der Herpes Zoster nach wenigen Wochen ohne Schwierigkeiten ab. Rund 30 Prozent der Betroffenen leiden weiterhin unter den Nervenschmerzen. Treten sie auf, gilt es, zeitnah den Arzt aufzusuchen. Insbesondere ältere Menschen und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem leiden unter den Spätfolgen der Gürtelrose. Eine verzögerte Therapie führt bei ihnen zu einer Verschlimmerung der Krankheitsanzeichen.

 

Der Zoster generalis als Herpes-Zoster-Komplikation

In seltenen Fällen breitet sich die Gürtelrose über den gesamten Körper aus. Von dem Zoster generalis zeigen sich sämtliche Extremitäten sowie die inneren Organe betroffen. Starke Entzündungen der Nervenbahnen wirken sich im schlimmsten Fall lebensbedrohlich aus. Bleibt eine Gürtelrose unbehandelt, breiten sich die Viren im Gehirn, an der Hirnhaut sowie am inneren Gewebe aus. Bei einem Befall des dritten Hirnnervs, des Trigeminusnervs, droht eine lebensgefährliche Meningitis. Die Entzündung breitet sich über das Rückenmark aus und erfordert ein unverzügliches ärztliches Eingreifen.

Zu den Folgen einer Gürtelrose zählt weiterhin eine Blutvergiftung. Sie tritt auf, wenn die Patienten die Herpes-Zoster-Bläschen aufkratzen und Bakterien in die Wunde eindringen. Im Schnitt betrifft die Sepsis mehr Männer als Frauen. Zu dem Ergebnis kommt die Studie „The epidemiology of sepsis in the United States from 1979 through 2000“ aus dem Jahr 2003 von Greg S. Martin et al.

 

Die Therapie der Spätfolgen der Gürtelrose

In Ihrem Buch beschreibt die Medizinjournalistin Anna Nilsson, dass die Schmerztherapie beim Herpes Zoster eine wesentliche Rolle spielt. Die Publikation trägt den Titel: „Der große Ratgeber zur Gürtelrose“. Nach dem Abklingen der Erkrankung schwächen die Erreger unter Umständen weiterhin die Nervenstränge. Dadurch entsteht innerhalb der Fasern eine Reizung, die zu einer schmerzhaften Stimulation führt. Die unangenehme Folge des Herpes Zoster bezeichnen die Mediziner auch als Post-Zoster-Neuralgie.

Die stechenden Schmerzen beeinträchtigen das Lebensgefühl der Betroffenen maßgeblich. Leiden die Betroffenen an der gesundheitlichen Komplikation, besteht die Möglichkeit, sich an die Fachambulanz für Schmerztherapie zu wenden. In der ersten Stufe der Behandlung bekommen die Leidenden nichtsteroidale Analgetika. Zu diesen zählt beispielsweise das Paracetamol. Bereits eine tägliche Dosierung von 1,5 bis fünf Gramm reicht aus, um die Nervenschmerzen zu unterbinden. Alternativ nehmen die Patienten Antiphlogistika – beispielsweise Ibuprofen – ein. Führen die Arzneien nicht zu einer Schmerzlinderung, verschreiben die Mediziner Opioid-Analgetika. Zu ihnen zählt das Medikament Tramadol.

 

Risiko nachwirkender Folgeerkrankungen und Komplikationen

Jeder Mensch, der bereits an Windpocken erkrankt ist, trägt das Risiko einer Gürtelrose-Infektion in sich. Das Varizella-Zoster-Virus bleibt im menschlichen Körper und löst unter bestimmten Umständen eine Herpes-zoster-Erkrankung aus. Nach dem Abklingen der Symptome leiden einige Patienten weiterhin unter starken Nervenschmerzen. Die sogenannte postzosterische Neuralgie bleibt insbesondere bei älteren Menschen bestehen und gilt als eine der Spätfolgen einer Gürtelrose.

 

Verweise zu den Spätfolgen der Gürtelrose:

 

Symptome der postzosterischen Neuralgie

Die postzosterische Neuralgie geht mit folgenden Symptomen einher:

  • starke Berührungs-Schmerzen,
  • Schmerzen in Phasen psychischer Belastung,
  • kurze, starke Schmerz-Attacken,
  • Taubheits-Gefühl.

Die Schmerzen resultieren aus aktiven Varizella-zoster-Viren. Letztere verharren nach Abklingen der Krankheit in den Nervenzellen und verursachen dort starke Entzündungen.

Die Spätfolgen der Gürtelrose erfordern eine schnelle und effektive Therapie. Bei Nervenschmerzen ist es wichtig, den Gesundheits-Zustand des Patienten zu berücksichtigen. Ein Arzt entscheidet sich für eine Behandlungs-Methode, die bei dem individuellen Krankheitsbild des Betroffenen schnelle Erfolge verspricht. Dabei kommen Medikamente, lokale Therapien sowie die Akkupunktur zum Einsatz.

 

Therapie der Gürtelrose Spätfolgen

Bei starken Nervenschmerzen erfolgt die Therapie durch Antidepressiva. Diese schwächen die Empfindlichkeit der leitenden Nerven und mildern damit die Symptome. Eine ähnliche Wirkung erzielen diverse Antiepileptika. Da die anhaltenden Schmerzen eine starke psychische Belastung darstellen, empfiehlt ein Arzt häufig eine Psychotherapie. Diese findet parallel zu der medikamentösen Behandlung statt und strebt ein besseres Wohlbefinden des Patienten an.

In der Regel heilt eine Gürtelrose-Erkrankung nach wenigen Wochen problemlos ab. Rund 30 Prozent der Betroffenen leiden weiterhin unter Nervenschmerzen. Treten diese auf, gilt es, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. Insbesondere ältere Menschen und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem leiden unter den Spätfolgen der Gürtelrose. Dank einer schnellen und angemessenen Therapie gelingt es, die Symptome zu lindern und die Heilung zu fördern.

 

Lebensgefahr durch Zoster generalisatus

In seltenen Fällen breitet sich die Gürtelrose über den gesamten Körper aus. Von dem sogenannten Zoster generalisatus sind sämtliche Extremitäten sowie die inneren Organe betroffen. Starke Entzündungen der Nervenbahnen wirken sich lebensbedrohlich aus. Insbesondere für alte und immungeschwächte Menschen besteht ein erhöhtes Gesundheits-Risiko.

Bleibt eine Gürtelrose unbehandelt, breiten sich die Viren im Gehirn, an der Hirnhaut sowie an sämtlichen inneren Organen aus. Folglich verursachen sie gravierende Gesundheitsschäden. Insbesondere bei einer Meningitis besteht für den Betroffenen akute Lebensgefahr. Die Entzündung breitet sich über das Rückenmark aus und erfordert ein unverzügliches ärztliches Eingreifen.

 

Spätfolgen der Gürtelrose – Symptome, Verlauf und Therapie

Die Spätfolgen der Gürtelrose drücken sich vor allem in starken Nervenschmerzen aus. Sie treten in Zeiten psychischer Belastung und bei einer Schwäche des Immunsystems auf. Bei einer unzureichenden Behandlung verteilen sich die Viren im gesamten Körper und verursachen lebensbedrohliche Organschäden. Dank diverser Medikamente sowie einer Schmerz- und Psychotherapie gelingt es, die Symptome der Gürtelrose zu lindern und eine Heilung zu fördern.

Verweise: http://www.guertelrose-infektion.de/organschaeden.html


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