Gürtelrose an inneren Organen

Auftreten und Schädigungen der inneren Organe durch Herpes Zoster

In schweren Fällen breiten sich die Varizella-Zoster-Viren bei einer Gürtelrose im gesamten Körper aus. Damit befällt diese Krankheit die inneren Organe wie Leber, Lunge oder Bauchspeicheldrüse. Sobald sich die die Gürtelrose auslösenden Viren im Körper ausbreiten, gelangen sie zu unterschiedlichen Arealen der Haut. Hier setzen sie sich an den Nervensträngen fest. Deren Fachbegriff lautet Ganglien. Auf diesem Weg kommt die Gürtelrose zu den inneren Organen.

Computerauswertung der Organe

 

 

Wann befallen die Gürtelrose-Erreger die inneren Organe?

Die Varizella-Zoster-Erreger bedingen demnach die eigentliche Krankheit und die Folgeschäden im Körper. Leiden Patienten an einer Immunschwäche, erhöht sich das Risiko, an Organschäden zu erkranken. Beispielsweise zählen zu den Betroffenen:

  • Menschen, die an AIDS leiden,
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • sowie Patienten mit transplantierten Organen.

In diesen Fällen erfolgt innerhalb des Körpers eine unkontrollierte Streuung der Erreger. Somit breitet sich die Gürtelrose an den inneren Organen und am Gewebe aus. Zu den befallenen Regionen gehören das Hirn, die Lunge oder die Leber. Es kommt zu einer Beschädigung dieser Organe sowie zu einer Störung des Immunsystems. Bei einem schweren Krankheitsverlauf rechnen die Betroffenen mit lebensgefährlichen Komplikationen. Daher zeigt sich der Besuch bei einem Arzt als Notwendigkeit.

Die Komplikationen in den unterschiedlichen Stadien

Bei einer Erkrankung mit Herpes Zoster bemerken die Betroffenen verschiedene Stadien. Viele Patienten leiden unter dem akuten Status quo der Krankheit. Hier kommt es in einigen Fällen zu Infektionen.

Diese lösen in den Organismus eindringende Bakterien aus. Während dieser Phase befallen die Erreger das Zwerchfell und führen beispielsweise zu Lähmungs-Erscheinungen. Für die inneren Organe, wie das Herz, besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Neben den Gürtelrose-Erregern lagern sich hier auch andere Antigene an. Bei einem chronischen Verlauf der Krankheit befallen die Zoster-Viren die Nervenbahnen von Auge und Ohr. Die Patienten erleiden eine Lähmung des Augenmuskels. Zudem entzünden sich die Bindehaut, die Hornhaut oder die Regenbogenhaut im Auge.

 

Die Gürtelrose-Erreger befallen das Hirn

Zu den inneren Organen, die die Varizella-Viren befallen, gehört vorwiegend das Gehirn. Die durch die Erreger entstehenden Schäden führen zu schwerwiegenden Komplikationen. Die Patienten erkranken an einer Hirnhautentzündung. Der Fachbegriff für diese Krankheit lautet Meningitis. Sobald sich das Gewebe im Hirn entzündet, kommt es zu einer Enzephalitis. Im Regelfall bezieht sich diese weiterhin auf das Rückenmark. Eine durch die Gürtelrose hervorgerufene Myelitis folgt. Gelangen die Viren in das gesamte Nervensystem, schwächt dies die Muskeln. Dabei kommt es in schweren Fällen zu einer vollständigen Körperlähmung. Ärzte bezeichnen diese Krankheit als Guillain-Barré-Syndrom.

 

Die Gürtelrose-Erreger befallen andere innere Organe

Setzen sich die Zoster-Viren im gesamten Organismus fest, entsteht der Zoster generalisatus. Hierbei siedeln sich die Erreger überall im menschlichen Körper an. Ein gesteigertes Risiko für diesen Krankheitsverlauf besteht bei Menschen mit einer Immunschwäche. Auch Personen mit einem unterdrückten Immunsystem zeigen sich davon betroffen. Vorrangig tritt diese Art der Gürtelrose an den inneren Organen auf. Oftmals entstehen dabei Schäden, die irrreparable Konsequenzen nach sich ziehen.

Zwei der häufig befallenen Organe sind die Leber und die Lunge. Zu diesen gelangen die Gürtelrose-Erreger über die Blutbahn. Eine Streuung der Viren in das Blut erfolgt beispielsweise durch einen Zoster disseminatus. Setzen sich die Herpes-Zoster-Viren an der Leber an, kommt es zu Symptomen, die den Anzeichen einer Gelbsucht ähneln. Bei einem Befall der Lunge und des Zwerchfells erleiden die Betroffenen eine Atemnot. Diese lösen Lähmungen in diesen Organen aus. Speziell durch die akute Entstehung dieser Komplikation ist diese Art des Herpes Zoster lebensbedrohlich.

Durch die Beschädigung der Organe entstehen im Körper Entzündungen, welche unter Umständen großflächige Lähmungen (Paresen) verursachen. Unter dieser Folge-Erscheinung leiden die Galle, die Leber oder die Nieren. Erreichen die Lähmungen das Herz, besteht die Gefahr eines Herzstillstands oder eines Infarkts. Somit besteht auch hier für die Betroffenen eine Lebensgefahr.

Bei einem schweren Verlauf siedeln sich Erreger der Gürtelrose an den inneren Organen an. Streuen die Viren ins Blut, gelangen sie auf diese Weise zur Leber, zur Lunge, zum Gehirn oder zum Herz. Tritt dieser Fall ein, führt dies bei den Betroffenen ohne rechtzeitige Behandlung zum Tod.


 

Literatur:

Lilie, H. M., Wassilew, S. W., Herpes zoster: Frühe Therapie ist wichtig. Pharm. Ztg. 150, Nr. 20 (2005) 1782-1785.


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