Schlaflosigkeit bei Gürtelrose

Warum kommt es zur Unruhe und Schlaflosigkeit bei Gürtelrose?

Herpes Zoster führt zur Schlaflosigkeit

Die Gürtelrose geht mit einer Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren einher. Diese befinden sich nach einer überstandenen Windpockeninfektion im Organismus der Betroffenen. Bei einer geschwächten Immunabwehr entwickelt sich aus der latenten Infektion ein erneuter Ausbruch der Erreger. Sie gelangen über die Nervenstränge an die Oberfläche der Haut und sorgen für den charakteristischen Herpes-Zoster-Ausschlag und gehen mit pochenden Schmerzen und einem unangenehmen Juckreiz einher. Die anhaltenden Nervenschmerzen können eine Schlaflosigkeit bei Gürtelrose als Nebenerscheinung auslösen. Aufgrund des Missempfindens kommen die Patienten nicht zur Ruhe. Sie fühlen sich abgeschlagen und müde.

Schlaflosigkeit bei Gürtelrose

Müdigkeit, Schlaflosigkeit bei Gürtelrose – Urheber: dolgachov / 123RF

 

 

Schlaflosigkeit bei Gürtelrose in der Zusammenfassung

Für das Wohlbefinden der Patienten spielt ein erholsamer Schlaf eine wichtige Rolle. Schmerzen beeinträchtigen die Nachtruhe und sorgen im schlimmsten Fall für eine komplette Schlaflosigkeit bei Gürtelrose. Durch den fehlenden Schlaf fühlen sich die Betroffenen schwach und abgeschlagen. In der Folge kommt es zu einer Beeinträchtigung der körpereigenen Immunabwehr. Das führt dazu, dass sich die Herpes-Zoster-Viren im Organismus ausbreiten. Sie befallen beispielsweise weitere Nerven, sodass es zu einer Zweitinfektion kommt.

Zudem erhöht das geschwächte Immunsystem das Risiko einer Komplikation, beispielsweise dem Zoster generalis. Hierbei bilden sich die Gürtelrose-Bläschen auf der gesamten Hautoberfläche. Um das zu vermeiden, suchen die Patienten bereits beim Verdacht auf die Reaktivierung ihren Hausarzt auf.

 

Schlaflosigkeit bei Gürtelrose

Müdigkeit, Schlaflosigkeit bei Gürtelrose – Urheber: dolgachov / 123RF

Warum beeinträchtigt Herpes Zoster den Schlaf?

In vielen Fällen geht die Gürtelrose mit Schlaflosigkeit einher. Vorwiegend resultiert das aus den unangenehmen Symptomen, die der Herpes Zoster mit sich bringt. Zu ihnen gehören:

  • Neuralgien,
  • Juckreiz,
  • Ausschlag
  • sowie allgemeine Krankheitszeichen.

Aufgrund der gesundheitlichen Komplikationen finden die Patienten keine Ruhe. Befinden sich die charakteristischen Gürtelrose-Bläschen auf dem Rücken der Betroffenen, kommt es zudem zu einer Beeinträchtigung der Liegeposition. Durch die Bewegungen im Bett platzen die Pusteln auf und das eitrige Sekret gelangt auf freie Hautstellen. Im schlimmsten Fall droht hierbei eine Zweitinfektion.

 

Nervenschmerzen sorgen für die Schlafstörungen

Die Schlaflosigkeit bei Gürtelrose entsteht durch die starken Neuralgien, die im Zuge der Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren eintreten. Die Erreger wandern aus den Ganglien die Nervenbahnen entlang und reizen dabei das empfindliche Gewebe. Dadurch verspüren die Betroffenen einen dumpfen bis stechenden Schmerz unterhalb des entsprechenden Dermatoms. Das leichte Missempfinden entwickelt sich zu einer starken Pein, welche die Patienten dauerhaft belastet. Aus dem Grund fällt diesen das Einschlafen schwer, sodass die Schlaflosigkeit bei Gürtelrose eintritt.

Bereits in der Prodromalphase des Herpes Zoster bemerken die Betroffenen eine gesteigerte Unruhe. Im ersten Stadium der Reinfektion leiden die Patienten an unspezifischen Symptomen. Sie verwechseln die Merkmale mit allgemeinen Krankheitsanzeichen, sodass der Verdacht nicht auf die Gürtelrose fällt. Ohne die Behandlung beim Arzt brechen die typischen Herpes-Zoster-Bläschen mehrere Tage nach den ersten Symptomen aus.

Der damit einhergehende Juckreiz stört die Nachtruhe der Betroffenen. Durch das stetige Bedürfnis, sich zu kratzen, finden diese nicht in den Schlaf. In manchen Fällen tritt der Zosterschmerz wellenartig auf. Das bedeutet, er steigt in unregelmäßigen Abständen an und klingt wieder ab. Dadurch wachen die Erkrankten mehrmals in der Nacht auf. Durch die unterbrochene Erholung leiden sie während des Akutstadiums der Gürtelrose an Schlaflosigkeit.

 

Gürtelrose kann aus Schlaflosigkeit resultieren

Die Herpes-Zoster-Viren befinden sich nach einer Erkrankung mit den Windpocken im Organismus der Patienten. Bei der „stillen“ Infektion bemerken die Betroffenen keine Krankheitssymptome. Eine schwache Immunabwehr schafft es nicht, die Erreger einzudämmen, sodass es zu einer erneuten Aktivierung der Varizella-Zoster-Viren kommt. Leiden die Patienten an Schlafstörungen, beeinträchtigt die fehlende Erholung die körpereigenen Abwehrkräfte. Das bedeutet, dass die Gürtelrose aus der Schlaflosigkeit resultiert.

Im Verlauf der Erkrankung besteht für die Betroffenen in vielen Fällen keine Möglichkeit, ausreichend Entspannung zu finden. Sie schlafen weiterhin wenig, sodass eine weitere Schwächung der körpereigenen Immunabwehr folgt. Der Umstand begünstigt das Eindringen zusätzlicher Erreger, die zu Folgeinfektionen führen. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko, an einer Post-Zoster-Neuralgie zu erkranken. Hierbei bleiben die charakteristischen Nervenschmerzen erhalten, obwohl keine akute Infektion besteht. Die anhaltende Neuralgie führt ebenfalls zu einem Schlafmangel. Aufgrund der stechenden Schmerzen gelangen die Patienten nicht in die Tiefschlafphase.

 

Um eine gesunde Immunabwehr zu gewährleisten, benötigen die Erkrankten zwischen sechs und sieben Stunden Schlaf. Zu dem Ergebnis kommt die Studie „A prospective study of change in sleep duration: associations with mortality in the Whitehall II cohort“. Die von Ferrie JE et al. verfasste Publikation stammt aus dem Jahr 2007. Liegt die Schlafdauer über einen längeren Zeitraum unterhalb von sechs Stunden, droht eine höhere Anfälligkeit zu erkranken.

 

Junge Menschen erkranken an Herpes Zoster

Aufgrund von Stress und Schlafmangel leiden speziell Teenager und junge Erwachsene zunehmend an einer Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren. Vorrangig eine körperliche und geistige Überbelastung begünstigt den Ausbruch der Erkrankung. Entsteht die Gürtelrose durch die Schlaflosigkeit, bewährt es sich, bei den ersten Anzeichen den Hausarzt aufzusuchen. Dieser leitet eine Therapie ein, sofern sich noch keine Herpes-Zoster-Bläschen auf der Haut befinden.

Zu den antiviralen Medikamenten gegen die Gürtelrose zählt Zostex. Die Einnahme der Präparate kann mit verschiedenen Nebenwirkungen einhergehen. Zu diesen zählen ebenfalls Schlafstörungen. Jedoch tritt der unangenehme Effekt ausschließlich gelegentlich auf. Um der Reinfektion mit den Gürtelrose-Erregern vorzubeugen, achten die Patienten auf eine gesunde Lebensweise. Dazu gehört ausreichend Schlaf. Gleichzeitig bewährt es sich, vitaminhaltige Lebensmittel zu konsumieren. In Ihrem Buch „Der Ratgeber zur Gürtelrose“ empfiehlt die Medizinjournalistin Anna Nilsson neben vielen anderen Tipps auch eine ausgewogene Ernährung.

Dadurch profitieren die Patienten von einer starken Immunabwehr, sodass das Risiko eines Herpes-Zoster-Ausbruchs sinkt. Leiden die Betroffenen bereits an der Infektion, raten die Mediziner zu Bettruhe. Dadurch bekommen die Erkrankten die Möglichkeit, sich zu erholen und neue Energiereserven zu sammeln.

Mithilfe einer antiviralen Therapie kommt es zur Eindämmung der Erreger. Des Weiteren eignen sich fetthaltige Salben, um den Ausschlag zu behandeln. Die kühlende Creme mildert den Juckreiz ab, sodass die Patienten schneller in den Schlaf finden. Ebenso bewährt es sich, vor dem Einschlafen einen Kräutertee zu trinken. Speziell Heilkräuter wie Salbei und Arnika wirken antiseptisch, sodass die Herpes-Zoster-Bläschen zeitnah austrocknen und verkrusten.

 

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http://www.guertelrose-infektion.de/guertelrose-jungemenschen.html

 


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