Wie kann man sich mit Gürtelrose anstecken?

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Wo sind die Herpes-Zoster-Viren am gefährlichsten?

Wenn man weis wo man sich am ehesten mit Gürtelrose anstecken kann – Kann man sich auch am besten schützen. Die Gürtelrose ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die sich über eine Schmierinfektion überträgt. Das heißt mit der Gürtelrose anstecken erfolgt nicht wie bei den Windpocken über der Luft. Trotzdem ist Vorsicht geboten, damit sich Andere nicht infizieren.

Gürterlose Symptome

Herpes zoster

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Mit der Gürtelrose anstecken – wie geschieht das?

Gürtelrose überträgt sich nicht durch eine Tröpfcheninfektion. Sie ist nicht über die Atmung von Erkrankten oder über die Luft ansteckend. Gürtelrose überträgt sich durch eine Schmier- bzw. Kontaktinfektion. Bei akuter Gürtelrose entstehen mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen.

Diese Flüssigkeit ist hoch ansteckend. Kommt ein gesunder Mensch mit ihr in Kontakt, wird er sich unter gewissen Umständen mit Gürtelrose anstecken. Die Infektion löst statt derselben zunächst Windpocken aus. Die Gürtelrose ist solange infektiös, bis sich die Bläschen verkrusten und durch die Hautschuppung von selbst abfallen.

Andere nicht mit Gürtelrose anstecken, ist das vorrangige Ziel der Erkrankten. Dementsprechend treffen sie sowie die sie pflegenden Personen Vorsichtsmaßnahmen. Erkrankte Patienten stehen vorsichtshalber nur mit immunen Menschen in Kontakt. Sonst ist eine Ansteckung mit den Viren möglich und eine Erkrankung an Windpocken die Folge.

Besondere Vorsicht ist bei Schwangeren geboten, die noch nie Windpocken hatten und nicht immun gegen die Herpes-Viren sind. Steckt sich die nicht gegen Herpes-zoster-Viren immune Schwangere an einem an Gürtelrose Erkrankten an, bekommt sie Windpocken. In seltenen Fällen überträgt sich die Krankheit auf das Ungeborene über die Plazenta und führt zu Komplikationen in der Schwangerschaft. Eine große Gefahr für das Kind besteht bei einer Ansteckung der Schwangeren kurz vor der Entbindung beziehungsweise nach Ansteckung der Mutter kurz nach der Geburt ihres Kindes.

Gürtelrose entsteht durch Herpes-Viren.

Windpocken und Gürtelrose haben als Ursache dieselben Viren namens Herpes zoster. Dennoch ist Erstgenannte weniger ansteckend. Der Erkrankte überträgt sie im Gegensatz zu den Windpocken nicht durch Tröpfchen-, sondern durch Schmierinfektion.

Nach einer Infektion durch einen Menschen mit Gürtelrose entsteht bei noch nie mit Herpes-zoster-Viren in Kontakt gekommenen Personen statt einer solchen Windpocken. Dementsprechend ist es nicht möglich, dass Patienten andere direkt mit Gürtelrose anstecken. Bei gegen Windpocken immunen Menschen bildet sich in diesem Fall keine Gürtelrose.

Reaktivierung von Virus-Zellen führt zur Gürtelrose

Obwohl es nicht möglich ist, sich an einem akut mit Gürtelrose Erkrankten anzustecken, kann die Krankheit ausbrechen. Wer sich in Kindertagen mit Windpocken infizierte, behält einen Teil der Viren im Körper. Diese brechen nach einer Latenzzeit erneut aus und rufen eine Gürtelrose hervor. Dies gilt für Menschen mit schwachem Immunsystem, beispielsweise verursacht durch:

  • Sonnenbrand,
  • Fieber,
  • Stress,
  • oder durch andere schwere Infektionen.

Auch die Einnahme starker Medikamente reaktiviert bei manchen Menschen die Viren erneut. Bei Anderen schläft das Virus im Körper weiter und bricht nicht mehr aus.

Hilft eine Impfung gegen die Ansteckung mit Gürtelrose?

Durch eine Impfung gegen Varizellen entsteht ein Schutz gegen Gürtelrose und Windpocken. Sie ist gegen die Ansteckung mit Gürtelrose nicht hundertprozentig. Meistens verlaufen Erkrankungen durch Zoster-Viren aber leichter und schmerzfreier als ohne Impfung. Das Impfen mit dem Zoster-Impfstoff ist seit dem Herbst 2013 für Personen ab 50 Jahren zugelassen.

90 Prozent der Menschen sind immun gegen das Herpes-zoster-Virus. Daher ist die Ansteckungsgefahr eher gering. Lediglich 25 Prozent der teilimmunen erwachsenen Menschen erkranken während ihres Lebens einmal an der Zweitmanifestation – der Gürtelrose. Die restlichen zehn Prozent der noch nie an den Viren erkrankten Menschen, können sich trotzdem nicht mit Gürtelrose anstecken. Sie erkranken stattdessen an Windpocken. Eine direkte Erkrankung an Gürtelrose ist nicht möglich. Sie entsteht nur durch eine Reaktivierung der Viren im Körper.

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

 

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== Fachautor dieses Artikels ==

Anna Nilsson, Medizinautorin

Anna Nilsson ist als Medizinautorin seit 2005 Autorin für die Inhalte in unserem Magazin verantwortlich. Ihre Artikel entsprechen dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur und medizinischen Leitlinien.


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