Herpes neonatorum

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Herpes neonatorum ist eine oftmals tödlich verlaufende Infektion mit den Herpes simplex Viren. Diese werden während der Geburt auf das Kind übertragen.

DGK Gürtelrose

Herpes neonatorum Virus

Sehr häufig erfolgt die Infektion mit Herpes neonatorumdurchHerpes simplex 2 durch Herpes genitalis von Seiten der Mutter. Es kommt zu einer Infektion des Geburtskanals, wenn ein Blasensprung zu früh erfolgt ist.

Ebenso kann die Übertragung durch den direkten Kontakt während des Geburtsvorganges möglich sein. Herpes neonatorum kann durch den direkten Nachweis des Virus bei der Mutter sowie durch einen Abstrich aus dem Rachen des Neugeborenen nachgewiesen werden.

Herpes neonatorum Behandlung

Herpes neonatorum kann systemisch durch die Gabe von Medikamenten behandelt werden. Ebenso macht sich eine Mundspülung mit Chlorhexidin-Lösung oder Kamillentee erforderlich. Herpes neonatorum kann vor Beginn der 20. Schwangerschaftswoche zum Abort führen. Es können in Abhängigkeit vom Organbefall beispielsweise epileptische Anfälle oder neurologische Ausfälle zurückbleiben.

Bei Herpes neonatorum beträgt die Inkubationszeit zwischen zwei bis sechs Tagen. Danach tritt Herpes simplex an der Haut auf oder es kann auch zu Fieber kommen. Weitere Symptome sind Erbrechen, Unruhezustände, Neigung zu Blutungen, einer Schwellung der Milz oder der Leber.

Beitrag erstellt am: 02.03.2003 aktualisiert am 06.07.2013 Autor: Redaktion – M.Foerster, S.D.Müller

Eine Behandlung und Diagnose bei Verdacht auf Gürtelrose oder andere Herpes Erkrankungen ist immer durch einen Arzt zu stellen. Eine Eigendiagnose oder Eigenbehandlung darf nicht durchgeführt werden.

Literatur:

Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen/ Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V.R. Marre, T. Mertens, M. Trautmann, E. Vanek: Klinische Infektiologie. München Jena 2000

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== Fachautor dieses Artikels ==

Anna Nilsson, Medizinautorin

Anna Nilsson ist als Medizinautorin seit 2005 Autorin für die Inhalte in unserem Magazin verantwortlich. Ihre Artikel entsprechen dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur und medizinischen Leitlinien.


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