Die besten alten Hausmittel bei Gürtelrose – Was hilft bei einer Gürtelrose?

Welche Hausmittel helfen bei Gürtelrose?

Was hilft bei Gürtelrose? Kann man den alten Hausmitteln unserer Vorfahren noch vertrauen? Die umgangssprachlich als Gürtelrose bezeichnete Viruserkrankung „Herpes Zoster“ tritt durch einen Hautausschlag in Erscheinung. Diese schmerzhafte streifenförmig auftretende Reizung begleiten in der Regel Blasen auf einer Körperhälfte. Als Grund für den Ausschlag präsentiert sich der Übergriff einer Entzündung, die einen Nerv betrifft, auf das Dermatom. Wir erklären in diesem Artikel welche alten und neuen Hausmittel gegen die Gürtelrose helfen könnten.

 

Johanneskraut

Johanniskraut gegen Gürtelrose? © PhotoSG – Fotolia.com

 

 

 

Hinweis:
Unsere Redaktion hält in diesem Artikel eine Übersicht sehr alter Hausmittel für Sie bereit. Trotzdem empfehlen wir eine Anwendung der aufgeführten Hausmittel nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt durchzuführen. Jedes Hausmittel kann verschiedene Nebenwirkungen haben die von Patient zu Patient anders auftreten.

 

Was hilft gegen Gürtelrose Schmerzen und Ausschlag

Die Behandlung der Gürtelrose erfolgt mit Virostatika. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der die Vermehrung von Viren hemmt. Wer rechtzeitig den Arzt aufsucht, reduziert das Risiko von Komplikationen. Da das Prodromalstadium – die vorangehenden Symptome – aber in der Regel nicht sofort auf eine Gürtelrose hindeuten, finden Virostatika selten Gebrauch.

Die Gürtelrose besteht als Reinfektion der im Körper befindlichen Varizella-Zoster-Viren. Die Erkrankung tritt in der Regel aufgrund eines schwachen Immunsystems auf und geht mit schmerzhaften Symptomen einher. Dazu gehören pulsierende Neuralgien und ein unangenehmer Juckreiz. Bei einer leichteren Form der Krankheit nehmen die Patienten keine medikamentöse Behandlung in Anspruch. Sie entscheiden sich dafür, die Anzeichen der Gürtelrose mit Hausmitteln abzumildern.

Kohlauflagen

Frischer Kohl für Kohlauflagen © Gabriele Rohde – Fotolia.com

Eine vollständige Eliminierung der Erreger funktioniert nicht, da diese nach der überstandenen Reinfektion in den Ganglien der peripheren Nerven verbleiben. Bei der Verwendung der Hausmittel kommt es darauf an, die charakteristischen Merkmale des Herpes Zoster zu bekämpfen. Aus dem Grund handelt es sich um eine symptomatische Therapie. Vorwiegend spielen antiseptische und antivirale Ingredienzien bei den verwendeten Hilfsmitteln eine Rolle. Beispielsweise nutzen die Betroffenen Naturjoghurt, um den juckenden Schmerzreiz zu unterbinden.

Zudem stellen Kohlwickel bei Gürtelrose ein gutes Hausmittel dar, um die typischen Herpes-Zoster-Bläschen auszutrocknen. Bis zur Krustenbildung besteht die Gefahr, dass die Pickelchen aufplatzen und eine gelbliche Flüssigkeit austritt. In ihr befinden sich weitere Varizella-Zoster-Viren, die bei Hautkontakt zu einer Zweitinfektion führen. Kommen Außenstehende mit der Lymphe in Berührung, erkranken sie unter Umständen an den Windpocken. Das geschieht nur, wenn sie bisher keinen Kontakt mit den Erregern der Gürtelrose aufwiesen.

 

 

 

Die hilfreichen Hausmittel bei Gürtelrose

Jährlich leiden 350.000 bis 400.000 Menschen in Deutschland an der Gürtelrose. Davon zählen knapp 306.000 Personen zu den über Fünzigjährigen. Aus den Daten ergibt sich eine Inzidenz von 9,6 je 1.000 Menschen im Jahr. Die Zahlen veröffentlichte B. Ultsch et al. in der 2011 publizierten Studie: „Herpes zoster in Germany: Quantifying the burden of disease“.

In jedem Fall gilt es, bei Verdacht auf Herpes Zoster den Hausarzt aufzusuchen. Dieser schlägt abhängig von der Schwere der Reinfektion eine medikamentöse Behandlung vor.

Gleichzeitig unterstützen die Patienten die Therapie, wenn sie Hausmittel gegen Gürtelrose verwenden. Der Begriff bezeichnet unkomplizierte Maßnahme zur Selbstmedikation. In der Regel besitzen die Verbraucher die benötigten Utensilien oder erhalten sie ohne Schwierigkeiten in Supermärkten und Onlineshops. Bevor sich die Erkrankten dazu entschließen, Hausmittel gegen die Gürtelrose einzusetzen, halten sie mit dem Mediziner Rücksprache. Dieser gibt beispielsweise darüber Auskunft, welche Lebensmittel einen positiven Effekt auf den Verlauf der Erkrankung ausüben.

Beim Herpes Zoster stellt der andauernde Schmerz – hauptsächlich im Bereich der Nervenstränge – die zentrale Beschwerde dar. Die Neuralgie tritt während der akuten Phase der Krankheit und gelegentlich nach dem Abheilen des Ausschlags auf. Vorwiegend Personen mit einer geschwächten Immunabwehr leiden an chronischen Verläufen der Gürtelrose. Die gesundheitliche Komplikation geht in dem Fall mit bleibenden Hautveränderungen und vermehrter Bläscheneruption einher. Zu dem Ergebnis kommt die Studie „Varicella-zoster infection in adult cancer patients. A population study“ von Rusthoven JJ et al. Sie erschien im Juli 1988.

 

Benutzen die Betroffenen bei Gürtelrose Hausmittel, bemerken sie die zahlreichen Vorteile der alternativen Behandlung. Im Regelfall erweisen sich die verwendeten Produkte gut verträglich, sodass keine Nebenwirkungen entstehen. Zudem stellen die Utensilien kostengünstige Hilfsmittel dar. Die Auswahl der bewährten Hausmittel ist unkompliziert und demnach von Laien, ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. In manchen Fällen bewährt es sich, die häusliche Selbstmedikation parallel zur schulmedizinischen Therapie durchzuführen. Jedoch bedenken die an Herpes Zoster Erkrankten, dass Hausmittel die pharmazeutischen Arzneien nicht ersetzen.

 

Welche Hausmittel helfen gegen die Schmerzen?

Oftmals führt bei der Gürtelrose der Juckreiz auf die Dauer zu einem stechenden Schmerz. Die Patienten spüren auf dem betroffenen Dermatom ein stetiges Brennen. Um das unangenehme Gefühl zu unterbinden, steht eine anhaltende Wärmebehandlung im Vordergrund. Als Hausmittel gegen Gürtelrose eignen sich beispielsweise Chili Pflaster oder Wickel. Die Stoffe in den Schoten sorgen für ein starkes Wärmeempfinden auf der jeweiligen Hautstelle. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Linderung des Juckreizes. Alternativ legen die Patienten ein Heizkissen auf den entsprechenden Bereich.

Hierbei besteht die Notwendigkeit, die Herpes-Zoster-Bläschen sanft mit dem Stoff zu bedecken. Durch einen erhöhten Druck platzen sie und die eitrige Lymphe tritt aus. Bei der Schmerzbehandlung mit Hausmitteln stehen die Charakteristika der Pein und die begleitenden Symptome im Vordergrund. Die Betroffenen bemerken schnell eine Besserung der Beschwerden. Dabei kommt es vor, dass vor der Linderung der Schmerzen eine Erstverschlimmerung auftritt. Bei dem Phänomen verstärkt sich zunächst die Intensität der typischen Gürtelrose-Anzeichen.

Durch die Einwirkung der Hitze fühlen die Patienten das Brennen auf der Haut für kurze Zeit übermäßig stark. Klingt die Pein nach mehreren Stunden nicht ab, setzen die Verbraucher die Wärmebehandlung aus. Zudem gilt es, während der Reinfektion mit den Varizella-Zoster-Viren auf Alkohol und Kaffee zu verzichten. Beide Substanzen führen unter Umständen zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands. Das bedeutet, dass sich die Symptome der Gürtelrose durch die Einnahme dieser Lebensmittel verschlimmern können.

 

Der Allgemeinzustand des Patienten und der Grad der Erkrankung bestimmen darüber, ob eine Schmerzbehandlung mit Hausmitteln bei der Gürtelrose ausreicht. Es erweist sich für die Betroffenen als ratsam, den Arzt über die verwendeten Mittel zu informieren. Das gibt diesem die Möglichkeit, die schulmedizinischen Präparate der Therapie anzupassen. Patienten mit einer körpereigenen Immunschwäche leiden unter Umständen an einem schweren Verlauf der Erkrankung. Ähnlich verhält es sich mit den Betroffenen in einem fortgeschrittenen Alter. Das bedeutet, dass die Hausmittel bei Gürtelrose nicht zwingend eine Besserung bringen.

 

Pflanzliche Hausmittel stärken die Immunabwehr

Nutzen die Patienten eine Phytotherapie, kommen Kräuter und Heilpflanzen bei der Herpes-Zoster-Behandlung zum Einsatz. Ein praktisches Hausmittel bei der Gürtelrose stellt das Johanniskraut dar. In Form von Tee trägt die Pflanze, die in der Botanik Hypericum perforatum heißt, dem Wohlbefinden der Erkrankten bei. Das bedeutet, dass das Kraut über eine stimmungsaufhellende Wirkung verfügt. Weitere positive Aspekte bestehen in seiner antiseptischen Eigenschaft. Durch die Einnahme des Johanniskrauttees profitieren die Patienten von einer deutlichen Schmerzlinderung. Zudem klingt die mit der Infektion einhergehende Entzündung ab.

Eine weitere nützliche Heilpflanze nennt sich Echinacea purpurea oder Sonnenhut. Durch die Einnahme einer Tinktur, die das Kraut enthält, stärken die Verbraucher ihre körpereigenen Abwehrkräfte. Zudem verhindert das Mittel, dass sich die Varizella-Zoster-Viren nicht weiter vermehren. Speziell zu Beginn der akuten Phase der Erkrankung ist das Hausmittel gegen Gürtelrose hilfreich. Heilen die Herpes-Zoster-Bläschen ab, benötigt die betroffene Hautstelle zahlreiche Nährstoffe. Zudem achten die Nutzer darauf, einer bakteriellen Infektion vorzubeugen.

 

Um beide Faktoren zu gewährleisten, legen die Betroffenen lauwarme Kräuterumschläge an. Zu dem Zweck eignet sich eine Vielzahl von Heilpflanzen, zu denen beispielsweise folgende Vertreter gehören:

  • Eichenrinde,
  • Zaubernuss,
  • kriechende Günsel,
  • Heidelbeere,
  • Blutwurz
  • und Blut-Weiderich.

weiterlesen: Gürtelrose homöopathisch behandeln

Die Patienten achten darauf, dass sich in den verwendeten Heilpflanzen Gerbstoffe befinden. Diese besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und beschleunigen aus dem Grund die Wundheilung. Weiterhin erweisen sich schmerzstillende Öle als gute Hausmittel gegen die Gürtelrose. Die Flüssigkeiten enthalten beispielsweise Eisenhut und Campher. Beide Pflanzen nehmen ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Verlauf des Herpes Zoster.

 

Die Vorteile der antiviralen Aromatherapie

Finden die Erkrankten die entsprechenden Hausmittel bei Gürtelrose, führen sie eine Aromatherapie durch. Bei dieser Behandlungsform steht die antivirale Wirkungsweise der Substanzen im Mittelpunkt. Eine Kombination aus Rose, Lavendel und echter Kamille ergibt ein ätherisches Öl, das gleichzeitig über antibakterielle und schmerzlindernde Eigenschaften verfügt. Ebenso wie Teebaumöl tragen die Betroffenen das Sekret auf die Haut auf, nachdem die Herpes-Zoster-Bläschen abheilten.

Die Flüssigkeit verbessert die Wundheilung und sorgt für die Neubildung gesunder Hautzellen. Um einen kühlenden Effekt zu erzielen, mischen die Verbraucher Pfefferminzöl zu den restlichen Heilpflanzen. Dieses sorgt für ein erfrischendes Gefühl auf der Epidermis und verhindert deren Austrocknung.

 

In den Gürtelrose-Phasen helfen verschiedene Hausmittel

Speziell in der Prodromalphase benutzen die Erkrankten das Heilkraut Clematis recta als Hausmittel gegen Gürtelrose. Der Beiname dieser Pflanze lautet „Aufrechte Waldrebe“. Sie eignet sich, um stechenden Schmerzen während der Infektion vorzubeugen. Des Weiteren unterstützt das Hahnenfuß-Gefäß das Aufplatzen und Verkrusten der Herpes-Zoster-Bläschen. Dadurch kommt es zu einem beschleunigten Verlauf der Krankheit. Während der akuten Phase der Erkrankung nehmen die Betroffenen echten Seidelbast zu sich. Die Heilpflanze hilft vorwiegend gegen die neuralen Schmerzen.

In Form einer Salbe entfaltet die Pflanze eine beruhigende Wirkung auf die Haut. Durch das Auftragen des Sekrets bilden sich dicke Verkrustungen. Um den stechenden Schmerzen während der Infektion Einhalt zu gebieten, benutzen die Verbraucher das weiße Arsenik. In der Fachsprache nennt es sich Arsenicum album und besitzt eine betäubende Eigenschaft. Dadurch verhindert das Hausmittel gegen Gürtelrose die Schmerzweiterleitung im Bereich der Nerven.

 

Weitere Hausmittel gegen den Herpes Zoster

Zu den kostengünstigen Hausmitteln, die bei der Reinfektion der Varizella-Zoster-Viren helfen, zählt der Kohl. Dessen Blätter versorgen die Haut der Patienten mit einer Vielzahl von Nährstoffen. Die im Blattgrün befindlichen Stoffe dämmen den Entzündungsprozess ein. Welche Kohlsorte die Verbraucher verwenden, spielt in der Regel keine Rolle. In Grün- und Weißkohl befinden sich die wichtigen Antioxidantien, aus denen die antibakterielle Wirkung des Gemüses resultiert. Bereits bei den ersten Anzeichen der Erkrankung fertigen die Betroffenen Kohlwickel an.

Durch das Hausmittel mildern die Leidenden den Ausschlag. Weiterhin bewahrt der hohe Wasseranteil in den Kohlblättern die Epidermis vor dem Austrocknen. Gleichzeitig bemerken die Patienten eine Verbesserung ihres Hautbilds. Der Effekt resultiert aus der Anregung der Zellproduktion, der sich vorwiegend in der akuten Phase der Krankheit als nützlich erweist. Innerhalb kurzer Zeit entfaltet sich die positive Wirkung der Kohlwickel, wenn die Betroffenen diese auf die entsprechenden Hautstellen legen.

 

Die Inhaltsstoffe des Kohls zeugen von antiseptischen Essenzen. Dadurch kommt es zum Abmildern des juckenden Hautreizes und des Brennens. Die Substanzen in dem Blattgewächs beruhigen die Epidermis und versorgen sie mit ausreichend Vitamin B. Für die Nervenfasern erhält dies Relevanz. Um selbstständig einen Kohlwickel zu fertigen, benötigen die Nutzer frischen Weißkohl. Die Verbraucher waschen das Gemüse und entfernen die Blattrippe. Danach trocknen sie es, indem sie die Blätter sanft abtupfen.

Nach dem Säubern kochen die Betroffenen den Kohl in siedendem Wasser. Dadurch befreien sie die nützlichen Wirkstoffe aus dem Blattgewebe. Die Erkrankten legen die Blätter mit Überlappungen auf die von den Viren befallene Hautstelle. Um sie zu befestigen, eignen sich Mullbinden, welche die betreffenden Personen nach drei bis vier Stunden entfernen. In der Zeit bemerken sie eine Linderung der Schmerzen. Eine langfristige Besserung der Beschwerden entsteht, wenn die Patienten den Prozess mehrfach wiederholen.

 

Die Kohlwickel sorgen dafür, dass die Herpes-Zoster-Blasen schneller platzen und abheilen. Aus dem Grund beugt das Hausmittel der Narbenbildung vor. Letztere entstehen vorrangig, wenn die Betroffenen an den Krusten kratzen. Weitere Nebenwirkungen stellen beispielsweise Einblutungen und bleibende Hautirritationen dar.

 

Die symptomatische Behandlung des Juckreizes

Das Jucken zeigt sich beim Herpes Zoster in einer unterschiedlich starken Ausprägung. Bei einigen Patienten tritt ein leichtes Missempfinden auf, das sich in einem Kribbeln äußert. Andere Erkrankte klagen über eine brennende Pein im Bereich des entsprechenden Dermatoms. Bilden sich die charakteristischen Bläschen, versucht die Epidermis, die Erreger auszuscheiden. Um das Jucken zu dämpfen, benutzen die Verbraucher Umschläge mit Naturjoghurt oder Quark. Neben der kühlenden Wirkung sorgen die Substanzen für eine Stimulation der obersten Hautschicht.

Des Weiteren bewährt es sich, den Ausschlag mit Apfelessig zu säubern. Mehrmals täglich reiben die Patienten die jeweilige Hautstelle vorsichtig mit dem Essigwasser ein. Dadurch öffnen sich die Poren und die in der Haut befindlichen Giftstoffe treten nach außen. Ebenso besteht die Notwendigkeit, die Epidermis vor der Austrocknung zu bewahren. Dehydriert die Haut, bilden sich auf ihr kleine Risse, in denen sich im schlimmsten Fall Bakterien sammeln. Weizenkleie oder Molke eignen sich gleichermaßen, um die Feuchtigkeitsversorgung der Haut, des größten Organs des Menschen zu gewährleisten.

 

Weitere Tipps für Patienten mit Herpes Zoster

Leiden Sie an der Gürtelrose, lohnt es sich, Wickel aus Heilerde oder Eichenrinde anzufertigen. Diese besänftigen das Missempfinden auf der Epidermis. Die jeweiligen Hausmittel ergänzen in der Regel eine medikamentöse Behandlung. In keinem Fall reichen sie als Therapieform aus, da die natürlichen Stoffe die Erreger nicht aus dem Organismus beseitigen. Neben Substanzen, welche die Haut beruhigen, nutzen Sie Tinkturen, die für eine Reizung sorgen. Dazu gehört beispielsweise die „Schillernde Schwertlilie“. Reiben Sie das Sekret auf die vom Ausschlag betroffene Hautstelle, sorgt die zusätzliche Irritation für eine Reizüberflutung der Sinneszellen.

 

In der Folge bemerken Sie ein zunehmendes Taubheitsgefühl auf der Haut, das den Juckreiz überdeckt. Durch das Einreiben mit „Spanischem Pfeffer“ erzielen Sie eine Wärmewirkung auf der Epidermis. Dadurch dämpfen die Betroffenen das brennende Gefühl, das während des Herpes Zosters entsteht. Damit beim Verwenden der Hausmittel keine Nebenwirkungen oder Komplikationen entstehen, informieren Sie sich im Vorfeld über eventuelle Allergien. Die Wahl der häuslichen Maßnahmen hängt von Ihrem gesundheitlichen Zustand und der Schwere der Erkrankung ab.

Des Weiteren achten Sie darauf, sich nach der Anwendung der reizenden Hausmittel zu stärken. Beispielsweise nutzen Sie nach der Wärmetherapie einen Quarkwickel. Damit verhindern die Betroffenen, dass dauerhafte Schäden auf der obersten Hautschicht entstehen. Eine fehlerhafte Benutzung des „Spanischen Pfeffers“ führt im schlimmsten Fall zu einem chronischen Taubheitsgefühl der Haut. Um die negativen Effekte zu vermeiden, konsultieren Sie besser vor der Behandlung ihren Hausarzt.

 

Hinweis:
Unsere Redaktion empfiehlt eine Anwendung der aufgeführten Hausmittel nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt. Jedes Hausmittel kann verschiedene Nebenwirkungen haben die von Patient zu Patient anders auftreten.

 

Welche Medikamente helfen gegen Gürtelrose

Besondere Maßnahmen treten auf, wenn der Virus den Gesichtsbereich oder Patienten mit vorbestehender Abwehrschwäche befällt. Solch komplizierte Fälle erfordern die intravenöse Behandlung mit Aciclovir, Brivudin, Famciclovir oder Valaciclovir. Anderenfalls verabreichen Ärzte diese Medikamente in Tablettenform.

Da Schmerzen als Begleiterscheinung der Gürtelrose auftreten, bekommen Betroffene starke Schmerzmittel verschrieben. In acht Prozent der Fälle treten Wochen nach dem Abklingen der Krankheit diffuse oder lokal begrenzte Schmerzen auf. Behandlungsmöglichkeiten hierbei erscheinen in Form von Elektrotherapien, der Einnahme von Neuroleptika oder im Ernstfall chirurgischen Eingriffen.

Die Notwendigkeit besteht, auf die Bläschen und Pusteln Rücksicht zu nehmen. Erkrankte meiden strikt den Kontakt zu Schwangeren, da diese keine ausreichenden Antikörper gegen den Virus besitzen. Eine Infektion während der Schwangerschaft führt unter Umständen zu Entwicklungsstörungen des Kindes. In Deutschland gilt der Varizellenimpfstoff gegen Gürtelrose als Standardimpfung, die über 50 Prozent der Krankheitsfälle verhindert.

 

Der Varizella-Zoster-Virus (VZV), der zur Gruppe der Herpesviren zählt, gilt als Auslöser der Krankheit. Speziell bei älteren Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem besteht eine hohe Anfälligkeit. Überträgt sich der Virus während der Kindheit, löst er die Windpocken aus.

Als Symptome der Gürtelrose treten starkes Brennen und zum Teil Schmerzen in dem Hautareal auf, das der entzündete Nervenstrang versorgt. Ebenfalls liegen Grippesymptome wie Müdigkeit und Erschöpfung im Bereich des Möglichen.

Die für die Gürtelrose typischen Schmerzen entstehen im Regelfall vor Auftreten des Hautausschlags. Dieser folgt zwei bis drei Tage später. Dabei bildet die Haut zuerst erhabene, rötliche Stellen, in deren Mitte reiskorngroße, gefüllte Bläschen entstehen. Das Stadium endet nach drei Tagen, danach füllen sich die Blasen mit Lymphe und öffnen sich. Nach spätestens sieben Tagen trocknen sie aus und eine gelblich-braune Borke entsteht.

Im Normalfall heilt die Gürtelrose nach dieser Phase innerhalb von drei Wochen ab. Die befallenen Nerven, die sich häufig im Bereich des Brustkorbs befinden, lokalisieren die Gürtelrose.

 

 

Quellen:

Arch Intern Med. 1988;148(7):1561-1566. doi:10.1001/archinte.1988.00380070065016

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3382302?dopt=Abstract

bmcinfectdis.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2334-11-173

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veröffentlicht von: Anna Nilsson,


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