Chili-Pflaster gegen Gürtelrose und Nervenschmerzen

Neue Methode:  Wirkstoff Capsaicin zeigt gute Erfolge bei neuropathischen Schmerzen

Forscher entdeckten eine neue Methode, um schmerzhafte chronische Nervenschmerzen besser zu behandeln. Ein Schmerzpflaster mit einem natürlichen pflanzlichen Wirkstoff verschafft Abhilfe. Bei der Behandlung mit dem Capsaicin-Pflaster bei Gürtelrose klebt es circa eine Stunde und wirkt bis zu zwölf Wochen schmerzlindernd. Diese Art der Behandlung empfiehlt sich, wenn regionale Schmerzen bereits bei geringstem Windhauch oder Streicheln auftreten. Unter solchen Schmerzen leiden in etwa acht von 100 Menschen.

Chilli- Capsaicin-Pflaster

Chilli- Capsaicin-Pflaster bei Gürtelrose © phive2015 – Fotolia.com

Capsaicin als alternatives Schmerzmittel

Der pflanzliche Wirkstoff wirkt besonders ideal bei neuropathischen chronischen Schmerzen, denn gegenüber anderen Behandlungs-Methoden treten keine Nebenwirkungen auf.

Ein Capsaicin-Pflaster bei Gürtelrose erzielt erfreuliche Wirkungen, da es sich hierbei um begrenzte lokale Schmerzen handelt. Capsaicin hilft schnell mit einer hoch konzentrierten Dosis, weshalb ein einmaliges Aufkleben einen schmerzlindernden Effekt von bis zu zwölf Wochen hat.

 

Chronische Nervenschmerzen

Bereits ein sanfter Windhauch oder Streicheln reizt die Haut so stark, dass es sich wie ein messerscharfes Brennen anfühlt. Diese Art der Schmerzen entsteht, wenn geschädigte Nerven falsche Signale aussenden. Schädigungen treten meist nach längeren Reizen auf, wie es bei einer Chemotherapie, bei Diabetes oder bestimmten Infektionen, wie HIV, Gürtelrose oder Borreliose der Fall ist. Durch derartige Schädigungen sensibilisiert sich der Nervenstrang, was bei geringsten Berührungen starke Schmerz-Empfindungen auslöst. Um diesen Schmerz zu therapieren, sind langwierige Verfahren notwendig, die meist zu keinem Ergebnis führen.

 

Schmerzlinderung durch Capsaicin-Pflaster bei Gürtelrose

Bisher wenden Ärzte Therapien gegen die neuropathischen Schmerzen an, die lediglich bei circa jedem Zweiten den Schmerz teilweise lindern. Im Rahmen dieser üblichen Behandlung verschreiben Ärzte Epilepsie-Medikamente, Antidepressiva, Betäubungsmittel und Opioide. Mediziner forschten lange nach einer neuen Möglichkeit. Diese Abhilfe verschafft ein neuartiges Pflaster, das den pflanzlichen Wirkstoff Capsaicin aus der Chili enthält. Bei dieser Methode klebt der Arzt dem Patienten das Pflaster für circa eine Stunde auf, wonach der schmerzstillende Effekt bis zu zwölf Wochen anhält.

 

Wirkstoff Capsaicin in Chili und Peperoni

Der Wirkstoff des Capsaicin-Pflasters ist bei vielen Menschen besser bekannt, als der Stoff, der für die Schärfe in Chilis, Peperoni und anderen Paprika-Gewächsen sorgt. Seit einiger Zeit findet sich dieser Wirkstoff in verschiedenen Salben und Cremes, in geringer Konzentration. Diese helfen gegen Glieder-, Muskel- und neuropathische Schmerzen. Das Capsaicin-Pflaster enthält gegenüber den Salben eine weit höhere Konzentration des Wirkstoffes.

 

Hoch konzentrierter Wirkstoff

Der Vorteil hierbei ist, dass der Patient das Pflaster nur circa alle drei Monate erneuert. Der Nachteil liegt bei der Auftragung. Diese erfolgt durch ausgebildetes Personal und erfordert eine kurzzeitige Überwachung des Schmerzpatienten, bis die Linderung eintritt. Das Capsaicin verursacht beim Aufkleben brennende Schmerzen, weshalb der Arzt vor dem Kleben eine Betäubungs-Creme aufträgt. Aufgrund dieser Schmerzen erhöht sich der Blutdruck, den der Arzt überwacht. Je nach Körperregion dauert die Prozedur eine halbe bis ganze Stunde. Anschließend entfernt der Arzt das restliche Capsaicin.

 

Wirkungsweise des Capsaicin-Pflasters

Das Capsaicin bindet sich an Andock-Stellen der Nervenfasern, welche im Normalfall Schmerzen weiterleiten. Dies führt zu einem Anstieg von Ionenströmen innerhalb der Nervenfasern, was das Gehirn als Schmerz wahrnimmt. Durch die vermehrte Anbindung des Capsaicins, überflutet die Nervenfaser und reagiert nicht mehr auf Schmerzimpulse.

 

Anwendung bei Gürtelrose und anderen Infektionen

Den Erfolg dieses Vorgangs bestätigen Dutzende Menschen nach der Behandlung mit einem Capsaicin-Pflaster bei Gürtelrose und HIV. Um dies wissenschaftlich zu belegen, verabreichten Ärzte hunderten Patienten entweder ein Pflaster mit Capsaicin oder mit einem Placebo. Das Ergebnis liefert eine enorme Schmerzlinderung mithilfe des pflanzlichen Chili-Wirkstoffes. Besonders bei einer Gürtelrose bietet sich das Capsaicin an, denn es beschert keine Nebenwirkungen.

weitere Informationen zum Chili-Pflaster Capsaicin :

http://www.medizin-transparent.at/chili-gegen-schmerzen-wirkt-aber-nicht-immer

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31258


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