Herpes Zoster segmentalis

Die einseitige Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus

Bei dem Zoster segmentalis handelt es sich um die typische Erscheinungsform einer gemeinen Gürtelrose. Dabei befallen die den charakteristischen Ausschlag verursachenden Erreger ausschließlich ein einziges Hautareal.

Die Definition des Zoster segmentalis

Der Zoster segmentalis bleibt bei einer Erkrankung mit Herpes Zoster auf ein Dermatom begrenzt. In der Regel befindet sich das entsprechende Hautareal im Rückenbereich oder in der Leistengegend des Patienten. Besteht eine Re-Infektion bei einer Teil-Immunität oder reaktivieren sich die Windpocken-Viren im Körper, brechen die latent vorhandenen Erreger aus.

zoster bläschen

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Die Symptome und klinische Bedeutung der Krankheit

Experten der Epidemiologie beschäftigen sich intensiv mit dem Ausbruch und der Verbreitung des Zoster segmentalis.

Bild zoster Typ

In der gesamten Bevölkerung zeigen sich 0,5 bis ein Prozent von dieser Form der Gürtelrose betroffen. Von diesem Prozentsatz befindet sich die Hälfte der Untersuchten zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr. Die Gründe für den Ausbruch der Krankheit in diesem Alter bestehen in:

  • immun-suppressiven Medikamenten,
  • einer starken UV-Exposition,
  • einem Immundefekt,
  • einer konsumierenden Erkrankung
  • und

Eine konsumierende Erkrankung besteht in einer Krankheit, die den Körper der Betroffenen auszehrt. Die Patienten erleiden einen starken Gewichtsverlust, eine Kachexie und Schwäche-Erscheinungen. Als Beispiele zeigen sich Krebsleiden, AIDS und Tuberkulose. Diese Infektionen zerstören nach und nach die Immunabwehr. Die Folge besteht in einem erhöhten Risiko, an dem Zoster segmentalis zu erkranken.

Der Herpes Zoster in dieser Erscheinungsform präsentiert sich mit den für die Gürtelrose typischen Symptomen. Zuerst bemerken die Patienten grippe-ähnliche Anzeichen.

Denen folgen Miss-Empfindungen an einer bestimmten Hautstelle. Die einseitigen, plötzlich eintretenden Schmerzen charakterisieren den Zoster segmentalis. Im Bereich der peripheren Nerven bilden sich auf der Haut die Herpes-Zoster-Bläschen. Sie gruppieren sich auf dem eingegrenzten Dermatom. Nach dem Eintrüben und dem Trocknen dieser Pusteln heilt der Zoster innerhalb von einem Monat ab.

Die Diagnose dieser Form der Gürtelrose

Der Zoster segmentalis bildet die häufigste Verlaufsform innerhalb von einem oder zwei benachbarten Hautarealen. Daher erkennen Mediziner ihn ohne Probleme und verschreiben den Patienten die entsprechenden Arzneien. Die Diagnose stellen sie dabei im Regelfall klinisch. Ausschließlich bei einer untypischen Form der Gürtelrose nehmen die Ärzte eine PCR zum Virusnachweis aus den Haut-Effloreszenzen. Dieser Begriff bezeichnet die pathologischen Veränderungen der Haut.

Die Behandlung des Zoster segmentalis

Bei der Krankheit existieren zwei Varianten der Therapie. Bei einem unkomplizierten Verlauf reichen symptomatische Lokal-Maßnahmen aus. Sie bestehen in dem Eincremen der Bläschen im akuten Stadium der Gürtelrose. Im Krustenstadium folgt eine weitere Salbe, die zum Austrocknen der Pusteln führt. Gegen die Zoster-Schmerzen verschreiben die Ärzte Schmerzmittel wie Paracetamol. Des Weiteren helfen nicht-steroidale Anti-Phlogistika. Dabei handelt es sich um die Entzündung hemmende Medikamente.

Entwickelt sich der einseitige Zoster zu einem Zoster generalisatus, besteht die Notwendigkeit einer stationären Therapie. Bei dieser Komplikation befallen die Gürtelrose-Erreger die gesamte Oberfläche der Haut. Gegen den Zustand helfen virostatische Arzneien, beispielsweise Aciclovir.

Prophylaktische Maßnahmen gegen Komplikationen

Postzosterische Schmerzen in den betroffenen Nervensegmenten gehören zu den Erscheinungen, die dem Herpes Zoster unter Umständen folgen. Sie treten nach dem Abheilen der Gürtelrose auf oder schwellen gar nicht erst ab.

In der Regel zeigen sich die Schmerzen permanent und äußern sich durch ein dumpfes Pochen. Bessert sich das Krankheitsbild durch die Gabe von Schmerzmitteln nicht, verschreiben Ärzte Kortiko-Steroide. Die Medikamente gelangen durch eine intramuskuläre Einführung in den Organismus. In einigen Fällen entstehen durch den Prozess narbige Abheilungen oder Veränderungen der Haut.

Um Komplikationen bei dem einseitigen Zoster entgegen zu wirken, gibt es Maßnahmen zur Prophylaxe. Ein im schlimmsten Fall auftretendes Problem stellt die postzosterische Neuralgie dar. Speziell bei älteren Menschen beugt eine systemische antivirale Behandlung der Komplikation vor. Die Therapie kommt dabei am besten früh zum Einsatz. Das heißt, sie beginnt, sobald sich die ersten Symptome der Gürtelrose zeigen.

Schwangere Frauen besitzen eine schwächere Immunität gegen die Gürtelrose-Erreger. Bei den Risikopatienten spritzen die Ärzte im Verdachtsfall Varizella-Zoster-Virus-Lebendimpfstoff. Das verhindert den Ausbruch der Krankheit oder schwächt sie zumindest deutlich ab.

Der Zoster segmentalis – der einseitige Zoster – stellt die am häufigsten auftretende Erscheinungsform des Herpes Zoster dar. Dabei beschränkt sich die Ausbreitung der für die Gürtelrose verantwortlichen Varizella-Zoster-Viren ausschließlich auf ein oder zwei nebeneinanderliegende Hautareale. In unkomplizierten Fällen führen die Ärzte eine symptomatische Therapie durch, während bei schwerem Verlauf eine systemische antivirale Behandlung erfolgt.

veröffentlicht von: Anna Nilsson

Verweise:

https://books.google.de/books?id=lqa3N4QZfzcC&pg=PA425&lpg=PA425&dq=zoster+segmentalis&source=bl&ots=cvV63gj1VC&sig=RagonYcxrGlg1bxk4XncJ682OkI&hl=de&sa=X&ei=dSAJVZ_RBsPXPO_1gMAJ&ved=0CDUQ6AEwAw#v=onepage&q=zoster%20segmentalis&f=false

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