Gürtelrose Nerven Entzündungen

veröffentlicht von: Anna Nilsson, medizinische Kontrolle: L. Schnurbus.

Nerven und deren Entzündung bei einer Gürtelrose

Ein Nerv bezeichnet einen Erregungsleiter, der aus verschiedenen Nervenfasern und Bindegewebe besteht. Legen sich bei einer Gürtelrose die Viren an die Nervenstränge, kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung. Nerven bestehen aus von Bindegeweben umgebenden Nervenfasern und dienen der Informationsübermittlung vom zentralen Nervensystem zu den unterschiedlichen Gebieten des Körpers. Die anatomischen Strukturen unterliegen einer Einteilung nach ihrer Funktionalität und ihrer Lage.

Nerv

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Empfindungen eines Nervs

Vermittelt ein Nerv Berührungen und Empfindungen, bezeichnen Experten diesen als sensorischen oder sensiblen (afferenten) Nervus. Ebenso existieren im Körper die motorischen (efferenten) und die gemischten Nerven. Ein gemischter Nerv bündelt afferente und efferente Nerven. Er sorgt für die Entstehung von Bewegung und Berührung. Teilen sich die Nerven nach ihrer Lage, gibt es drei Varianten:

  • die aus dem Hirn entspringenden Hirnnerven,
  • die aus dem Rückenmark kommenden Spinalnerven
  • und die peripheren Nerven.

Die peripheren Nerven kümmern sich um das Versorgen der lebenswichtigen Organe. Sie laufen in dem sensomotorischen und dem vegetativen Nervensystem zusammen. Zu diesen Sehnen gehören Zellfortsätze wie die Axone und die Dendriten. Die separaten Axone umhüllt dabei das Bindegewebe. Dieses den gesamten Nerv umfassende Gewebe heißt in der Fachsprache Epineurium.

 

Die Definition einer Nervenentzündung

Die Entzündung eines Nervs nennen Experten eine Neuritis. Die genaue Bezeichnung einer Infektion hängt von der Zahl der erkrankten Nerven ab. Handelt es sich um die Entzündung eines einzelnen Nervs, sprechen Ärzte von einer Mononeuritis. Zeigen sich mehrere Nervenstränge betroffen, leiden die Patienten unter einer Polyneuritis. Eine Neuritis verursachen Pilze, Bakterien, Parasiten und Viren.

 

Die Nervenentzündung bei einer Gürtelrose

Bei einer Gürtelrose befallen Varizella Zoster Viren (VZV) den Organismus des Erkrankten. Diese lagern sich bei einer Infektion an den peripheren Nerven ab. Als DNA-Virus befinden sich diese Erreger direkt auf den Nervensträngen. Dort lösen sie starke Schmerzreize aus. Im Normalfall schmerzt ein befallener Nerv noch Wochen nach dem Abklingen der eigentlichen Gürtelrose. Diesen Zustand bezeichnen die Ärzte als postzosterische Neuralgie. Wie lang diese Schmerzen anhalten, hängt von dem Alter und dem gesundheitlichen Zustand des Patienten ab.

Die Herpesviren setzen sich an den sensorischen Nerven-Knotenpunkten fest. Diese Knotenpunkte liegen direkt neben der Wirbelsäule. Die Erreger verbleiben in den paravertebralen Ganglien. Die Neuritis sorgt für die Schmerzen entlang des Nervus sowie der von diesem versorgten Haut. Hierbei entzündet sich der Nerv immer wieder bei einer eintretenden Immunschwäche. Neben den für eine Gürtelrose charakteristischen Rückenschmerzen leiden Betroffene ebenso an Schmerzen im Gesicht. Varizellenverursachendiese dumpfen Reize, die sich an den Gesichtsnerven anlagern.

 

Die Nervenentzündung bei einer Gürtelrose therapieren

Entzündet sich bei einer Gürtelrose ein Nerv besonders stark, verordnen Ärzte den Betroffenen Immun-Stimulanzien. Diese sorgen für eine Stärkung des Immunsystems. Die Gürtelrose – Herpes Zoster genannt – bricht dadurch nicht wiederholt auf. Eine Mikro-Immuntherapie verstärkt im gleichen Fall die Immunabwehr. Einen ähnlichen Effekt erhalten Patienten, wenn sie ihren Körper entgiften. Dabei scheidet der Organismus Toxine aus. Als prophylaktische Behandlung eignet sich die tägliche Bewegung. Diese kräftigt jeden Nerv, sodass er weniger empfindlich auf eine Entzündung reagiert.

Der Nerv stellt einen aus mehreren Bahnen bestehenden Erregungsleiter dar. Lagern sich bei einer Gürtelrose die Varizella-Zoster-Viren an die peripheren Nervenstränge, lösen diese an der gesamten Bahn Schmerzreize aus. Um die Leiden der Patienten zu lindern, verschreiben Mediziner spezielle Stimulanzien für die Immunabwehr.

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

weiterführende Literatur: https://www.guertelrose-infektion.de/sind-schmerzen-nach-einer-guertelrose-normal.html

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