Sind Schmerzen nach einer Gürtelrose normal?

Die Schmerzen nach der Gürtelrose und auch während der Erkrankung resultieren in den meisten Fällen aus einer Nervenentzündung, die das Virus verursacht und sind normale körperlich Reaktionen.

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Schmerzen während und nach der Gürtelrose sind normal und gehören zum
Krankheitsbild. Sie sollten aber nach Abklingen der Symptome nicht mehr auftreten.

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Wann treten die ersten Schmerzen auf?

Patienten bemerken erste Schmerzen schon vor Ausbruch der sichtbaren Symptome der Gürtelrose, Warum neben den Nervenschmerzen auch Kopf- und Gliederschmerzen zu den Schmerzarten der Gürtelrose gehören und wie Sie die Gürtelrose relativ schnell erkennen erfahren Sie in diesem Beitrag.

Gürterose
Gürtelrose ist die Folgeerkrankung der Windpocken

Schmerzen im Zusammenhang mit einer Gürtelrose

Darüber hinaus treten Schmerzen im Gesichtsbereich und in der linken Brusthälfte auf. Im Gegensatz zu den Schmerzen im weiteren Krankheitsverlauf fühlt sich dieser Schmerz dumpf an.

Von den Schmerzen im Zusammenhang mit der Gürtelrose sind starke Schmerzen nach dem akuten Krankheitsbild zu unterscheiden. Hierbei liegt teilweise eine Folgeerkrankung der Gürtelrose vor. Um die Lage korrekt zu beurteilen, vergleicht der Mediziner die verschiedenen Schmerzarten und verordnet entsprechende Therapien. Im Folgenden findet sich eine Skizzierung der häufigsten Schmerzen im Zusammenhang mit einer Gürtelrose sowie die wichtigsten Fakten zur möglichen Folgeerkrankung – der postzosterischen Neuralgie.

Schmerzen nach und während der Gürtelrose:

Der Vergleich:

Der typische Schmerzzustand während und kurze Zeit nach einer Gürtelrose entsteht im Bereich des Ausschlags. Regelmäßig strahlt er in andere Körperteile aus. Weiterhin empfinden Patienten Berührungen auf der Haut als schmerzhaft. Die Reizungen durch die Gürtelrose zeigen sich hier. Diese Schmerzen bei der Gürtelrose vergehen im Regelfall wenige Wochen nach der akuten Phase. Der Krankheitsverlauf hängt vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Patienten mit einem schwachen Immunsystem leiden länger und intensiver unter einer Gürtelrose. Darüber hinaus verlängert sich der Schmerzzustand bei Personen höheren Alters. Im Allgemeinen treten die Erkrankung sowie die postzosterische Neuralgie überwiegend bei Älteren auf.

Diabetes und Vorerkrankungen beeinflussen die Dauer der Schmerzen negativ und führen ebenfalls zum postzosterischen Schmerzzustand. Treten die Schmerzen lange nach der Erkrankung auf, verordnen Ärzte anstelle der antiviralen Mittel vermehrt langzeittherapeutische Schmerzmittel, sogenannte Antikonvulsiva. Chronische Schmerzzustände sind mit starken Antidepressiva zu lindern. Sie beeinflussen in schwacher Dosierung neben dem Schmerzempfinden den Schlaf und das Wohlbefinden positiv. Bei extrem starken Schmerzen und unter besonderen Bedingungen in Bezug auf die Einnahme von Betäubungsmitteln erhalten Patienten Opioide. Sie entfalten die stärkste Wirkung gegen Schmerzen.

Schmerzzustände bei Gürtelrose korrekt einschätzen

Nervenschmerzen gehören zum Charakterbild der Gürtelrose. Dennoch treten bei zehn bis 15 Prozent der Patienten lange nach der Krankheit Schmerzen auf. Mediziner legen die Indikation für die sogenannte postzosterische Neuralgie bei einem Zeitraum von vier Wochen nach dem Abklingen der sonstigen Symptome fest. Um das Vorliegen endgültig zu bestimmen, vergleichen Mediziner sämtliche patientenbezogene Faktoren, wie Alter oder Gesamtzustand.

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TV-Beitrag zum Thema: Schmerzen nach der Gürtelrose

veröffentlicht von:  Anna Nilsson, Lea Schnurbus und Mario Förster

Quellen und Literatur:
www.schmerz-zentrum.com/erkrankungen/nervenschmerzen/guertelrose
Leung J, Harpaz R, Molinari NA, Jumaan A, Zhou F. Herpes zoster incidence among insured persons in the United States

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