Gürtelrose im Sport, Was Sportler beachten müssen

Ansteckungsgefahr und Heilung – Sportler mit Gürtelrose

Wenn die Gürtelrose diagnostiziert wurde, ist schnelles Handeln erforderlich. Zum einen ist auf eine mögliche Ansteckungsgefahr für andere zu achten, was besonders im öffentlichen Leben und im Sport zum tragen kommt. Zum anderen ist natürlich die schnelle Einleitung der Gürtelrose Behandlung notwendig um die eigene Heilung zu beschleunigen. Wir betrachten hier das Thema Gürtelrose im Sport – Was bedeutet die Erkrankung für Sportler:

Gürtelrose bei Sportler

Mit Gürtelrose Sport treiben ist unverantwortlich! Copyright: comzeal, Bigstockphoto

 

 

Was bedeutet die Gürtelrose für Sportler und Menschen die Sport treiben

Grundsätzlich dauert die Heilung bis zu vier Wochen lang. Wenn Sie Glück haben, werden Sie auch schon nach drei Wochen keine Beschwerden mehr spüren. Und obwohl Medikamente der Gruppe „Virostatika“ die Ausbreitung des Virus hemmen, wird die Dauer bis zur Heilung davon nicht beeinflusst. Bis dahin werden Sie auf Ihrem Körper schmerzhafte Bläschen vorfinden, die Sie körperlich sehr einschränken.

Enge Kleidung auf der Haut wird auch nach der Heilung noch eine Weile unangenehm sein. Die Heilung kann beschleunigt werden, wenn die Haut gut trocken gehalten wird. Achten Sie also darauf, dass Sie wenig schwitzen und duschen bzw. baden sie seltener als gewöhnlich. Das Hallenbad ist während der Heilungsphase und zum Schutz der anderen Gäste aber tabu!

Gürtelrose und Sport

Gürtelrose und Sport Copyright: comzeal, Bigstockphoto

 

Wie lange darf man bei Gürtelrose keinen Sport treiben

Wenn Sie sich fragen, wann Sie nach der Gürtelrose endlich wieder Sport treiben dürfen, so sollten Sie wenigstens die Phase der Heilung abwarten. Das heißt: Solange die Bläschen auf Ihrer Haut noch schmerzhaft und deutlich sichtbar sind, sind Bewegung und starke Schweißbildung eher kontraproduktiv. Gürtelrose und Sport schließen sich alleine schon deshalb aus, weil sie ganz sicher starke Schmerzen haben werden.

Ihre Haut brennt und jede Bewegung tut weh. Aber: Sind die Schmerzen überstanden und sie fühlen sich in Ihrem Alltag wieder „normal“, so spricht auch nichts gegen körperliche Betätigung. Die Gürtelrose beim Sport ist aber auch mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko für Ihre Mitmenschen verbunden. Zum Schutz derer sollten Sie die vollständige Heilung abwarten.

 

Gürtelrose bei Sportlern und Gefahr der Ansteckung

Die größte Gefahr der Gürtelrose bei Sport ist aber die Ansteckungsgefahr. Ihren Mitmenschen zuliebe sollten Sie so lange auf Sport verzichten, bis sich auf den Blasen auf Ihrer Haut eine dicke Kruste gebildet hat und die Heilung auch von außen sichtbar ist. Denn die Bläschen sind ansteckend und jeder, der damit – auch indirekt – in Kontakt kommt, kann sich anstecken.

Bei Gürtelrose und Sport gilt daher, dass Sie lieber eine Woche mehr aussetzen als eine zu wenig, denn auf diese Weise schützen Sie vor allem Ihre Mitmenschen. Gürtelrose beim Sport kann zwar eine lange Pause bedeuten, die aber nötig ist. Sie würden es sich sonst nicht verzeihen können, wenn Sie Ihre Freunde und Teamkameraden mit Gürtelrose beim Sport anstecken.

 

Gürtelrose bei Schülern – So lange muss der Sportunterricht pausieren

Für Schülerinnen und Schüler gilt das Gleiche: Es sollte vermieden werden, dass andere Menschen sich mit dem Erreger anstecken. Und wer beim Sport kurze Hosen trägt oder beim Mannschaftsspiel Kontakt mit seinen Mitschülern hat, muss den Unterricht aussetzen. Das gilt so lange bis die Bläschen gut sichtbar abgeheilt und mindestens verkrustet sind.

Für diese Übergangszeit empfiehlt es sich aber dennoch, eher auf lange Kleidung zurück zu greifen und körperintensiven Sport so lange auszusetzen bis auf der Haut keinerlei Rückstände mehr sichtbar sind. Aber: Gürtelrose kommt bei jungen Menschen ohnehin äußerst selten vor. Sollte es passieren, gelten die selben Vorsichtsmaßnahmen wie bei älteren Personen auch.

 

Gürtelrose und Sport – Wann darf es wieder losgehen?

Es darf dann wieder los gehen, wenn die Krankheit überstanden ist und Sie nicht mehr ansteckend sind. Dabei sollten mehrere Faktoren zutreffen:

  1.  Keine Schmerzen mehr, auch kein Brennen
  2.  abgeklungener Juckreiz und
  3.  abgeheilte, verkrustete Bläschen

Im Idealfall warten Sie mit dem Sport sogar so lange bis auf Ihrer haut gar keine Rückschlüsse auf die Krankheit mehr erkennbar sind. Dann stecken Sie Ihre Mannschaftskollegen ganz sicher nicht mehr an. Solange die Bläschen noch keine Anzeichen für ein baldiges Abklingen vorweisen, also keine Krustenbildung vorliegt, sind sie sehr ansteckend und dürfen keinesfalls Sport machen.

Weil die Schmerzen aber zu diesem Zeitpunkt oft noch groß sind, werden Sie ohnehin freiwillig darauf verzichten.

 


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