Gürtelrose bei jungen Menschen?

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Der Ausbruch der Gürtelrose bei unter 40-jährigen

Bricht die Gürtelrose bei jungen Menschen durch bestimmte Ursachen aus? Die Gefahr einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Welches Risiko besteht, bereits in jungen Jahren zu erkranken?  Die Erreger der Gürtelrose – auch Herpes zoster genannt – bleiben ein Leben lang im Körper des Menschen. Eine Immunschwäche begünstigt einen Ausbruch. Daher besteht vorwiegend ein Risiko für stark gestresste Personen. Hormonelle Belastungen gelten ebenfalls als Ursache. Daher tritt die Gürtelrose häufig bei jungen Menschen auf.

Arztuntersuchung

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Risikofaktoren für jüngere Menschen

Die im Organismus befindlichen Viren aktivieren sich unter speziellen Umständen. Zu diesen zählen vorwiegend Abwehrschwächen.

Speziell junge Menschen stehen mehr und mehr unter Stress. Dies betrifft den Alltag, das Berufs- oder Privatleben. Unregelmäßige Ernährung und wenig Schlaf wirken sich negativ auf das Immunsystem aus. Diese Ursachen führen zu einem Ausbruch der Gürtelrose. Weitere Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen, bestehen in

  • Traumata,
  • starker UV-Strahlung
  • sowie Medikamenten.

Einige Nahrungs-Ergänzungsmittel und Diät-Tabletten nehmen Einfluss auf das Immunsystem. Gleiches gilt für intensive Sonnenbäder oder häufige Besuche im Solarium. Beides belastet den Organismus. Da eine Vielzahl junger Menschen sich körperlich betätigt und wenig isst, verstärkt sich das Risiko einer Gürtelrose. In einigen Fällen kommt es zu einem spontanen Ausbruch der Krankheit.

 

Bei jungen Menschen schwächt Stress die Abwehr

Beruflicher und privater Stress begleitet junge Menschen besonders stark durch den Alltag. Er belastet die Nerven, führt zu Müdigkeit und Gereiztheit. Dies beeinflusst die Abwehr des Körpers.

Krankheitserreger finden schneller Zugang. Ähnlich verhält es sich mit den im Organismus befindlichen Zoster-Viren. Statistiken besagen, vorwiegend junge Menschen übernehmen im Berufsleben viele Überstunden. Auch dabei entstehen Schlafmangel und Stress – die Gürtelrose bekommt freie Bahn.

Speziell bei jungen Menschen bricht die Krankheit nicht an den Körperseiten aus. Erste Anzeichen entstehen auf der Brust oder zwischen den Schulterblättern. Auf der Haut bilden sich rote Pusteln, die sich mit eitriger Flüssigkeit füllen. Diese breiten sich entlang der Nervenbahnen aus. Viele junge Menschen rechnen nicht mit dieser Krankheit. Daher halten sie den Ausschlag für eine Allergie. Jedoch verstärkt eine fehlende Behandlung das Risiko einer gefährlichen chronischen Infektion.

Gürtelrose-Symptome bei jungen Menschen

Die Gürtelrose bei jungen Menschen tritt zuerst mit einem leichten Ausschlag in Erscheinung. In vielen Fällen erinnern die Pickelchen an kleine Mückenstiche. Selten kommt es bei jungen Menschen zu den schmerzenden Nervenentzündungen, die vorwiegend einzelne Hautpartien betreffen. Bei Kindern und jungen Personen entsteht statt Schmerz eine stetige Nerven-Stimulation. Diese äußert sich in einem Kribbeln der Nervenbahnen und einem gelegentlichen Einschlafen der betroffenen Gliedmaßen.

Komplikationen der in jungen Jahren ausbrechenden Krankheit

Vorwiegend bei jungen Menschen besteht das Risiko, die Gürtelrose nicht frühzeitig zu erkennen. Bleibt der typische Schmerz aus oder erkennen Betroffene den Ausschlag zu spät, erfolgt die Behandlung beim Arzt nicht rechtzeitig. Dies führt unter Umständen zu einer dauerhaften Schädigung der Nerven. Dabei brechen die Schmerzen der Krankheit mit zunehmendem Alter aus und verstärken sich. Ebenso riskieren Patienten Komplikationen im Gesichtsbereich. Befällt das Virus den Trigeminusnerv, kommt es zu einer Entzündung der Bindehaut. Weitere Störungen betreffen das Sehen und Hören sowie eine teilweise auftretende Gesichtslähmung. Schwindel begleitet chronisch Erkrankte.

 

Wie schützen sich junge Menschen vor der Krankheit?

Für Kinder und Jugendliche gibt es seit dem Jahr 2004 eine Varizillen-Impfung. Diese beugt den Windpocken vor. Relevanz erhält dies, da die Windpocken das Zoster-Virus in den menschlichen Körper einführen. Ein separater Impfstoff gegen Gürtelrose existiert bislang ausschließlich in den USA.

Eine Gürtelrose bei jungen Menschen löst vorwiegend starker Stress aus. Dieser schwächt das Immunsystem und erleichtert den Zoster-Viren den Befall der Nervenbahnen. Aufgrund fehlender Schmerzreize verkennen junge Personen häufig die Krankheit. Dabei schützt der schnelle Besuch des Hausarztes vor späteren Komplikationen.

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson

Verweise:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1205

© pkchai – Fotolia.com

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== Fachautor dieses Artikels ==

Anna Nilsson, Medizinautorin

Anna Nilsson ist als Medizinautorin seit 2005 Autorin für die Inhalte in unserem Magazin verantwortlich. Ihre Artikel entsprechen dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur und medizinischen Leitlinien.


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