Können Babys und Kinder Gürtelrose bekommen?

Das Varizella-Zoster-Virus ruft die Gürtelrose hervor. Jedoch bricht nicht zuerst die Gürtelrose in ihrer Symptomatik aus, sondern die bekannte Krankheit Windpocken. Diese bricht überwiegend bei Kindern und junge Menschen im Grundschulalter aus.

Gürterose
Gürtelrose ist die Folgeerkrankung der Windpocken

Betroffene Personengruppen und Patienten mit der Gürtelrose

Die Gemeinsamkeit beider Krankheiten liegt in der Symptomatik. Sowohl die an Gürtelrose als auch an Windpocken erkrankten Personen leiden unter Ausschlag und Bläschenbildung. Noch vor den ersten Hautausschlägen tritt Fieber auf. Immunschwache Personen, wie auch Kinder, lassen sich frühzeitig gegen das Varizella-Virus impfen. Ob und wann bei einer Person die Gürtelrose ausbricht, hängt von ihrem bisherigen Krankheitsverlauf ab.

Hatte der Patient im Kindesalter Windpocken, entwickelt er eine Immunität gegen diese Krankheit. Das Virus verbleibt jedoch im Körper. Steht die Person unter schwerem Stress oder hat sie ein schwaches Immunsystem, reaktiviert sich das Virus. Der Betroffene erkrankt an einer Gürtelrose. Das durchschnittliche Ausbruchsalter liegt oberhalb von 45 Jahren. Schätzungen zufolge tragen bis zu 90 % der Bevölkerung das Virus seit dem Kindesalter in sich. Auch die Windpocken, als Ersterkrankung durch das Virus, brechen nicht bei jedem aus. Die Möglichkeit an einer Gürtelrose zu erkranken, besteht jedoch grundsätzlich altersunabhängig bei jeder Person, die den Varizella-Zoster-Virus in sich trägt.

Risikofaktoren bei Babys und Kindern

Windpocken verlaufen oftmals unbemerkt. Dementsprechend tragen junge Menschen unwissentlich das Virus in sich und erkranken möglicherweise an der Gürtelrose. Haben junge Menschen ein schwaches Immunsystem, etwa durch harte Medikamente, steigt das Risiko eines Ausbruchs unabhängig ihres geringen Alters.

Angeborene Immundefizite, wie bei AIDS oder vergleichbaren Krankheiten, sorgen ebenfalls für einen frühzeitigen Ausbruch der Gürtelrose. Babys verfügen im Regelfall über ein funktionierendes Immunsystem. Bei Defiziten empfiehlt sich eine Impfung im Kindesalter. Babys kommen mit dem Virus in Kontakt, wenn die Mutter unter dem gleichen Virus leidet. Bricht bei der Schwangeren die Gürtelrose aus, verabreicht der Arzt keine antiviralen Mittel. Demzufolge zieht sich die Erkrankung möglicherweise bis nach der Geburt.

Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte

Die Gürtelrose kann Menschen jeden Alters befallen. Es handelt sich jedoch nicht um eine Infektion aufgrund von Tröpfchen oder Aerosol. Vielmehr trägt der Patient das Virus in sich und es reaktiviert sich. In einer Minderheit der Fälle erfolgt eine Übertragung von Gürtelrose-Patienten zu anderen Personen. Regelmäßig träten zunächst Windpocken in Erscheinung. Die Impfung führen Mediziner an Personen durch, die älter als 50 Jahre sind. Junge Menschen erhalten sie nur bei begründeten Ausnahmen.

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

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