Lähmungserscheinungen wegen Gürtelrose

Wenn aufgrund der Gürtelrose Lähmungen als Folgeerscheinungen auftreten

Ein gefürchtetes Risiko als Nebeneffekt sind die Gürtelrose Lähmungen. Dazu gehört in erster Linie die Fazialisparese – die Gesichtslähmung. Sie wird durch die Herpes Viren verursacht und macht es plötzlich unmöglich, die Stirn zu krausen, zu pfeifen oder gar ein Lächeln zu zeigen. Diese Gürtelrose Lähmungen treten meist partiell auf, das heißt, es sind nur eine der Muskelpartien betroffen. Vermutet wird, dass die Sonderform der Gürtelrose mit dem Zoster oticus diese Gesichtslähmung verursacht.

laehmung

Diverse Anzeichen der Gesichtslähmung

Von der ersten entzündlichen Reaktion können Teile des Gesichts gelähmt sein und bis zu einer Schwerhörigkeit oder gar Taubheit führen. Jeweils unterschiedlich erleben Betroffene eine ein- oder beidseitige Erschlaffung der Gesichtsmuskulatur.

Plötzlich hängen die Wangen oder die Mundwinkel herunter und sind unkontrollierbar geworden. Beobachtet wurden auch Fälle von Gürtelrose Lähmungen, bei denen ein Augenlid betroffen ist und willentlich nicht mehr geöffnet werden kann.

Darüber hinaus kann diese Form der Gürtelrose Lähmungen auch dazu führen, dass das Augenlid nicht mehr vollständig geschlossen werden kann. In diesen Fällen führt das Resultat dieser Lähmung zu weiteren Beeinträchtigungen. Dabei trocknet das Auge, was zu unangenehmen Schmerzen und einem Entzündungsrisiko führt und für den Betroffenen eine große Belastung darstellt.

Periphere oder zentrale Fazialisparese

Innerhalb dieser Gürtelrose Lähmungen im Bereich des Gesichts kann es auch zur Störung des Geschmacksinns kommen. Als Anzeichen für eine Fazialisparese kann die gestörte Fähigkeit, Salziges von Süßem zu unterscheiden, gewertet werden. In diesem Falle ist häufig auch das Kauen erschwert, die Aussprache wird merklich undeutlich.

Diese Störungen der Gürtelrose Lähmungen verursachen auch ein- oder beidseitige Schmerzen des Kiefers, der Wangen bis hin zu den Ohren und auftretenden Ohrgeräuschen. Sobald nur einzelne Teile des Gesichts von Gürtelrose Lähmungen betroffen sind, spricht man von der peripheren Fazialisparese.

Eine zentrale Fazialisparese findet ihre Ursache häufig aufgrund von Entzündungen bzw. Schlaganfällen. Hierbei können große Nervenausfälle im Gesicht auftreten. Innerhalb der zentralen Fazialisparese können weitere Erscheinungen der Gürtelrose Lähmungen auftreten, die die Arme und Beine betreffen und mit Krämpfen zusammen den Alltag höchst gradig beeinflussen.

Weitere Gürtelrose Lähmungen des Körpers

Zu den Gürtelrose Lähmungen gehören darüber hinaus auch die Halbseitenlähmung und motorische Lähmungen an den Körperstellen, an denen die Gürtelrose auftritt. Da sich diese Viruserkrankung auch im Inneren des Körpers ausbreiten kann, gehört die Bauchwandlähmung aber auch die Lähmung innerer Organe zu den Komplikationen der Gürtelrose. Magen- und Darmbereich sind mit einer Muskulatur ausgestattet, die hier ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Das einerseits sehr seltene Auftreten von Lähmungserscheinungen der Organe erschwert häufig die Diagnose. Betroffene mit unerkannten Symptomen im Bauchbereich und der Erkrankung an Gürtelrose sollten dies ihrem behandelnden Arzt mitteilen.

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Die Bauchmuskelparese ist eine spezielle Form der auftretenden Gürtelrose Lähmungen. Die Verästelungen dieser Nervenstränge (die Interkostalnerven) sind für die Versorgung der Muskeln verantwortlich. Motorische Ausfälle zeigen sich erst dann, wenn wenigstens zwei oder weitere Interkostalnerven beeinträchtigt sind und ausfallen. Als Symptome zeigen sich heftige Schmerzen, die unabhängig von Bewegungen sind. Zusätzlich treten sensomotorische Ausfälle im Versorgungsgebiet der Interkostalnerven auf.

Für eine Diagnostik dieser Form der Gürtelrose Lähmungen ist eine klinische Untersuchung notwendig. Bei einer Elektromyografie können gegebenenfalls Denervierungszeichen sichtbar gemacht werden. Ferner kann auch die Nervenleitungsgeschwindigkeit gemessen werden. Besteht der Verdacht auf eine entzündliche Genese, ist eine Lumbalpunktion angemessen. Alles in allem muss hier eine klare Abgrenzung zur Diabetes geschaffen werden, um eine gezielte Therapie zu realisieren.

Der lähmende Darmverschluss

Medizinisch als paralytischer Ileus bekannt, gehört auch diese Form zu den seltenen Formen der Gürtelrose Lähmungen. Bei diesen Lähmungserscheinungen des Darms lässt die notwendige Darmbewegung nach oder bricht vollständig ab. Als Folge dessen ist der Transport in den Enddarm nicht mehr möglich. Die Darmschlingen können ihrer Funktion nicht mehr nachkommen, indem sie den Darminhalt weiter transportieren. Beim Verbleib des Darminhalts im Darm können sich eine hohe Anzahl von Keimen entwickeln, die sich an den Darmwänden entlang bis zur Bauchhöhle bewegen und dort zu einer Bauchfellentzündung führen können.

Die Ursachen eines lähmenden Darmverschlusses können vielseitig sein und müssen vom Arzt diagnostiziert werden. Denn nicht nur Gürtelrose Lähmungen kommen als Ursache in Frage, auch durchbrochene Magen- Darmgeschwüre, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine akute Blinddarmentzündung kommen bei der paralytischen Ileus in Frage.

Bildlizenz: © Eléonore H – Fotolia.com

 


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