Zoster gangraenosus – Symptome und Behandlung

Die Bildung von Narben bei Herpes Zoster

Bei einem Zoster gangraenosus handelt es sich um eine Form der Gürtelrose, bei der die Abheilung mit einer Narbenbildung einhergeht. Hierbei entsteht eine nekrotisierende Verlaufsform des Herpes Zoster.

Bei dem nekrotisierenden Zoster handelt es sich um die gemeine Gürtelrose in einer besonderen Verlaufsform. Während des Abheilungs-Prozesses der typischen Herpes-Zoster-Bläschen kommt es zu einer Narbenbildung. Die Mediziner therapieren die Erkrankung wie eine Gürtelrose mit einem schweren Verlauf.

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Die Definition des Zoster gangraenosus

Das Synonym für den Zoster gangraenosus lautet nekrotisierender Zoster. Nekrotisch bedeutet in diesem Zusammenhang „abgestorben“. Die Haut der Betroffenen befindet sich im Stadium der Nekrose.

Die Narben auf den entzündeten Hautstellen entstehen aufgrund einer Zweit-Infektion mit der Gürtelrose. Ebenso stellt eine System-Erkrankung den Grund für den Zoster gangraenosus dar. In der Regel gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem auftretenden Schmerzreiz und den Symptomen. Die klinische Diskrepanz zeigt sich in einer geringen Schmerzreaktion auf die Abheilung der Zoster-Bläschen. Diese verkrusten und bilden durch eine auftretende Infektion sichtbare Narben. Besonders häufig zeigt sich dieses Symptom im Rückenbereich der betroffenen Patienten.

 

Die spezifischen Symptome für den Zoster gangraenosus

Bei einem typischen Zoster gangraenosus zeigen sich eindeutige Anzeichen. Bei dem normalen Verlauf der Gürtelrose entstehen Hautirritationen und Narben ausschließlich aufgrund einer Sekundärinfektion.

Hierbei gelangen Bakterien in die offenen Wundkanäle der Herpes-Zoster-Bläschen. Bei dem Zoster gangraenosus zeigen sich die mitunter schweren Narben durch einen Hautuntergang. Dieser nennt sich in der Fachsprache Nekrose. Der Begriff bezeichnet das Absterben einer oder mehrerer Hautzellen. Ebenso entstehen durch diese Art des Zosters verschiedene Pigment-Störungen.

 

Der Verlauf der Erkrankung

Bei dem Zoster gangraenosus kommt es zu einer Abheilung der typischen durch die Gürtelrose entstandenen Pusteln. Speziell bei sehr trockener und empfindlicher Haut spannt sich das Gewebe aufgrund der zahlreichen Bläschen. Diese verkrusten und verengen einzelne Kanäle innerhalb der Haut. Dadurch erfolgt ein Absterben der darin enthaltenen Zellen. Fallen die Krusten endgültig ab, bleiben auf dem betroffenen Areal frische Narben und Einkerbungen zurück.

 

Die Therapie des nekrotisierenden Zosters

Den Zoster gangraenosus therapieren die Ärzte ähnlich wie eine gewöhnliche Gürtelrose. Allerdings orientieren sie sich an den Therapie-Maßnahmen bei einem schweren Verlauf des Herpes Zoster. Das heißt, dass der Zoster in seiner nekrotisierenden Form einer aggressiven Gürtelrose entspricht.

Die allgemeinen Ziele der Therapie beschränken sich auf das Vermindern der Komplikationen. Hierbei sorgen die Mediziner für das Eindämmen akuter Schmerzreize durch das Absterben der Hautzellen. Zudem beugen sie chronifizierten Schmerzen vor. Bei älteren Patienten verschreiben die Hausärzte frühzeitig stark wirkende Virostatika. Tritt der nekrotische Zoster im Bereich des Kopfes auf, erhält eine schnelle Therapie oberste Priorität.

 

Die externe Therapie der Krankheit

Durch die externe Therapie begleiten die Patienten die medikamentöse Behandlung durch den Hausarzt. Da die Hautzellen vorwiegend auf trockenen Hautschichten absterben, eignen sich als Gegenmaßnahme feuchte Umschläge.

Diese betäuben zusätzlich den Schmerzreiz. Antiseptische und gerbende Salben gehören zu den gängigen Hilfsmitteln. Für die Bereiche am Rücken und an den Körperseiten eignet sich Eichenrinden-Extrakt. Tritt der Narben bildende Zoster im Gesicht auf, verwenden die betroffenen Personen Clioquinol Creme. Ein hilfreiches Produkt stellt Linola-Sept dar.

Befinden sich noch abtrocknende Bläschen am Körper, eignen sich aufweichende Salben. Hierzu gehört beispielsweise Bepanthen. Auf die betroffenen Hautstellen tupfen die Patienten viermal täglich Creme mit Idoxuridin. Das Auftragen der Salbe – beispielsweise Zostrum – erfolgt dabei dünn und gleichmäßig.

 

Die interne Therapie des Zoster gangraenosus

Die interne Therapie der Erkrankung umfasst die Einnahme von verschiedenen Tabletten. Zudem verschreiben die Mediziner bei einem Herpes Zoster mit nekrotisierendem Verlauf eine antibiotische Abdeckung.

Vorwiegend geschieht dies bei älteren Patienten oder Menschen, die an einer Immunschwäche leiden. Zu den verschriebenen Mitteln zählt Aciclovir. Die Arznei nehmen die Patienten täglich alle acht Stunden zu sich. Die Menge orientiert sich an dem jeweiligen Körpergewicht. Um die Schmerzen zu mildern, gibt es folgende Medikamente:

  • Paracetamol,
  • Amuno,
  • Ibuprofen,
  • niedrig-potente Opioide
  • und hochpotente Opioide.

Die Behandlung bei dem nekrotisierenden Zoster dauert bei Patienten mit einem normalen Immunsystem eine Woche. Da es sich um eine Krankheit mit schwerem Verlauf handelt, gibt es zusätzliche Behandlungs-Möglichkeiten. Hierbei handelt es sich um die Gabe von Hyperimmun-Globulin und Interferon-beta. Verläuft die Narbenbildung im Einklang mit auftretenden Nervenschmerzen, verschreiben die Ärzte des Weiteren Koanalgetika.

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weiterführend:

http://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/artikel?id=4425

Die Informationen auf dieser Seite sind medizinisch geprüft: Medizinischer Fachbeirat
veröffentlicht von: Anna Nilsson,

 


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