Aciclovir

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Aciclovir als wirksames Medikament gegen Gürtelrose, Lippenherpes und Genitalherpes

Aciclovir ist ein wirksames Medikamente gegen Herpes Infektionen welches von Anfang an dazu beitragen kann, dass die Viruserkrankung nicht zum Ausbruch kommt und keine Narben auf Gesicht oder anderen Körperteilen hinterlässt.

Das Medikament Aciclovir wirkt einfach und konventionell. Der Wirkstoff Aciclovir richtet sich direkt gegen die einzelnen Herpesviren-Erreger im Körper und bekämpft sie so gezielt, dass sie für sehr lange Zeit verschwinden.

 

Aciclovir gegen Herpes und Gürtelrose

Auch der an den Geschlechtsteilen auftretende Erreger (Genitalherpes) lässt sich wirksam und effizient mit Aciclovir behandeln. Selbst wer an Gürtelrose erkrankt ist, muss sich nicht weiter mit hässlichen Hautschuppungen grämen. Valaciclovir hilft schnell und sorgt für ein herpesarmes Leben und reduziert die Viren im Körper auf ein Minimum.

 

Aciclovir gegen Herpes

Aciclovir kann für alle Herpeserkrankungen angewendet werden. Die Viren können zwar auch von diesem hochwirksamen Medikament nicht endgültig zerstört werden, allerdings werden die Erreger bekämpft und eine Vermehrung bzw. Ausbreitung der Krankheit wird verhindert.

Auch im aufgeklärtem 21. Jahrhundert gilt leider nach wie vor: Wer sich einmal diese lästigen, kleinen Viren eingefangen hat, bekommt sie zum jetzigen Zeitpunkt der Medizin, nicht mehr aus seinem Körper heraus.

Ein Medikament wie Aciclovir wird aber bei regelmäßiger Anwendung dafür sorgen, dass die Herpesviren in Schach gehalten werden und den Körper nicht weiter malträtieren. Oft ist es den Patienten peinlich, offen über ihre Herpeserkrankung zu reden. Hängt doch dieser Krankheit immer noch der Makel des sexuell Ausschweifenden an, was aber absolut unsinnig und unwahr ist.

Selbst ein harmloser Kuss zwischen Mutter und Kind kann den gefährlichen Erreger übertragen. Es müssen nicht immer soziale Randgruppen mit dieser Krankheit in Verbindung gebracht werden. Es kann jeden treffen, Herpesviren machen vor keiner sozialen und gesellschaftlichen Schicht halt.

 

 

Fachinformation

 

Aciclovir-ratiopharm® 200 mg/400 mg/800 mg Tabletten

Stand Oktober 2013
Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Aciclovir-ratiopharm® 200 mg Tabletten
Aciclovir-ratiopharm® 400 mg Tabletten
Aciclovir-ratiopharm® 800 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Aciclovir-ratiopharm® 200 mg Tabletten – Jede Tablette enthält 200 mg Aciclovir.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 203,0 mg Lactose-Monohydrat
Aciclovir-ratiopharm® 400 mg Tabletten – Jede Tablette enthält 400 mg Aciclovir.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:  406,0 mg Lactose-MonohydratAciclovir-ratiopharm® 800 mg Tabletten- Jede Tablette enthält 800 mg Aciclovir.Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Aciclovir-ratiopharm® 200 mg Tabletten
Weiße, runde, bikonvexe Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.Aciclovir-ratiopharm® 400 mg Tabletten
Weiße, oblonge, bikonvexe Tabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.Aciclovir-ratiopharm® 800 mg Tabletten
Weiße, Oval-Oblongtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Aciclovir-ratiopharm® 200 mg Tabletten ist angezeigt– zur Behandlung von Herpes-simplex-, insbesondere Herpes-genitalis-Infektionen der Haut und der Schleimhäute (primärer sowie häufig rezidivierender Herpes genitalis), nicht jedoch bei Herpessimplex- Infektionen bei Neugeborenen sowie schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern;

– Zur vorbeugenden Behandlung bei erwachsenen Patienten, die an sehr schweren Verlaufsformen sehr häufig rezidivierender genitaler Herpes-simplex- Infektionen leiden.

Aciclovir-ratiopharm® 400 mg Tabletten

– Herpes zoster;
– Zur Vorbeugung von schweren Herpessimplex- Infektionen bei stark immunsupprimierten erwachsenen Patienten, wenn diese einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, z. B. nach Organtransplantationen. Aciclovir-ratiopharm® 800 mg Tabletten

– Herpes zoster.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung Erwachsene• Aciclovir-ratiopharm® 200 mg Tabletten

Bei Herpes-simplex-Infektionen

Eine Einzeldosis von 200 mg Aciclovir (1 Tablette) 5-mal täglich im Abstand von 4 Stunden.

Zur Prophylaxe von schweren Verlaufsformen und sehr häufig rezidivierenden genitalen Herpes-simplex Infektionen

Immunologisch gesunde Patienten

Immunologisch gesunde Patienten erhalten eine Einzeldosis von 200 mg Aciclovir (1 Tablette)
4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden. Alternativ dazu können auch 2-mal täglich 400 mg Aciclovir (2 Tabletten) im Abstand von 12 Stunden eingenommen werden. In Einzelfällen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosierung von 3-mal täglich 200 mg Aciclovir (1 Tablette) im Abstand von 8 Stunden oder 2-mal täglich 200 mg Aciclovir (1 Tablette) im Abstand von 12 Stunden erzielt werden. Kommt es trotz Prophylaxe zum Rezidiv (Durchbruchinfektion), so sind – wie bei der Dosierung für Herpes-simplex-Infektionen angegeben – 200 mg Aciclovir (1 Tablette)  5-mal täglich im Abstand von 4 Stunden über 5 Tage zu verabreichen. Danach wird
erneut die oben genannte Dosierung gegeben. Immunsupprimierte Patienten
Immunsupprimierte Patienten erhalten zur Vorbeugung eine Einzeldosis von 200 mg
Aciclovir (1 Tablette) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden.

Stark immunsupprimierte Patienten

Stark immunsupprimierten Patienten, z. B. nach Organtransplantationen, kann eine Einzeldosis von 400 mg Aciclovir (2 Tabletten) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden verabreicht werden.

• Aciclovir-ratiopharm® 400 mg TablettenBei Herpes zoster
Eine Einzeldosis von 800 mg Aciclovir (2 Tabletten) 5-mal täglich im Abstand von 4 Stunden.Zur Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen in bestimmten FällenZur Prophylaxe von schweren Herpes-simplex- Infektionen bei stark immunsupprimierten Patienten, wenn diese einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, z. B. nach Organtransplantationen, kann eine Einzeldosis
von 400 mg Aciclovir (1 Tablette) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden verabreicht werden.
• Aciclovir-ratiopharm® 800 mg Tabletten

Bei Herpes zosterEine Einzeldosis von 800 mg Aciclovir (1 Tablette) 5-mal täglich im Abstand von 4 Stunden.

Immunsupprimierte Patienten

Alternativ kann auch – insbesondere bei Patienten mit gestörter enteraler Resorption

– Aciclovir zur intravenösen Infusion angewendet werden.
Hinweis:

Mögliche Resistenzentwicklungen wurden bei Immunsupprimierten beschrieben. Dies sollte bei der Dosierung beachtet werden.

Kinder

• Aciclovir-ratiopharm® 200 mg Tabletten
Bei Herpes-simplex-InfektionenZur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen erhalten Kinder über 2 Jahre die Erwachsenendosis, Kinder unter 2 Jahren die Hälfte der Erwachsenendosis. Die Tabletten können geteilt werden oder zur Erleichterung
der Einnahme in einem Glas Wasser suspendiert werden.

Dosierung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten muss die Möglichkeit einer Nierenfunktionsstörung berücksichtigt werden und die Dosierung sollte entsprechend angepasst werden (siehe Abschnitt „Dosierung bei Nierenfunktionsstörung“ weiter unten).
Bei älteren Patienten, die Aciclovir in hohen Dosen einnehmen, sollte stets eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet sein.

Dosierung bei Nierenfunktionsstörung

Bei Anwendung von Aciclovir bei Patientenmit eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.

Es sollte stets eine ausreichende Flüssigkeitszufuhrgewährleistet sein.Bei der Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung(Kreatinin Clearanceun ter 10 ml/min) wird eine Anpassung der Dosis auf 200 mg Aciclovir zweimal täglich

im Abstand von ca. 12 Stunden empfohlen. Bei der Behandlung von Herpes-zoster-Infektionenwird empfohlen, die Dosis auf800 mg Aciclovir zweimal täglich mit ungefähr 12-stündigem Abstand anzupassen, wenn es sich um Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearanceunter 10 ml/min) handelt, sowie bei Patientenmit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung(Kreatinin-Clearance im Bereich von10 – 25 ml/min) auf 800 mg Aciclovir dreimaltäglich im Abstand von ca. 8 Stunden.Art der Anwendung.

Die Einnahme der Tabletten sollte möglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeiterfolgen.

Um einen bestmöglichen Behandlungserfolgzu erzielen, sollte mit der Einnahmeder Arzneimittel so früh wie möglich, d. h.möglichst nach dem Auftreten der ersten Hauterscheinungen, begonnen werden. Insbesondere bei rezidivierenden Herpes-simplex-Infektionen sollte die Anwendung von Aciclovir bei Auftreten der ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z. B. Juckreiz,Spannungsgefühl, erste Bläschen) erfolgen.

Besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion,wie sie bei älteren Patienten vermehrt auftreten kann, ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr während der Therapie zuachten.

Dauer der Anwendung

Bei Herpes-simplex-Infektionen beträgt dieBehandlungsdauer 5 Tage, kann jedoch abhängig vom klinischen Zustand des Patientenverlängert werden.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionenbei immunologisch gesunden Patientenist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Häufigkeit der Rezidive. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten.

Die Dauer der Anwendung bei der Prophylaxevon Herpes-simplex-Infektionen bei stark immunsupprimierten Patienten wird von der Schwere der Immunsuppressionsowie von der Dauer des Infektionsrisikos bestimmt und vom Arzt im Einzelfall festgelegt.

Beim Herpes zoster beträgt die Behandlungsdauer 5 bis 7 Tage.

STAND DER INFORMATION Oktober 2013
Informationen von Ratiophrm – Medikamente sind verschreibungspflichtig

Andere Herpes Medikamente

Neben diesem Medikament gibt es auch noch viele andere hochwirksame Mittel wie Zovirax oder Fenistil. Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich wesentlich. So kann es passieren, dass ein betroffener Patient zwar Valaciclovir hervorragend verträgt und der Virus erst gar nicht zum Ausbruch kommt, während ein anderes Präparat wie Aciclovir vielleicht überhaupt keine Wirkung zeigt.

Hier muss jeder für sich herausfinden, welcher Wirkstoff am besten die weitere Verbreitung des Virus bekämpfen kann. Wie eingangs bereits erwähnt, Valaciclovir bekämpft nicht nur die Vermehrung, sondern sorgt auch dafür, dass die weitere Verbreitung des Viruserbguts verhindert wird. Ein intelligentes Medikament, das nicht versucht Wunder zu vollbringen oder zu versprechen, sondern ganz effektiv die Viren bekämpft, um den betroffenen Patienten ein gesundes und angenehmes Leben zu ermöglichen.

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== Fachautor dieses Artikels ==

Anna Nilsson, Medizinautorin

Anna Nilsson ist als Medizinautorin seit 2005 Autorin für die Inhalte in unserem Magazin verantwortlich. Ihre Artikel entsprechen dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur und medizinischen Leitlinien.


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