Zoster-Radikulitis ‒ Ursachen, Symptome und Therapie

Zoster Radikulitis ist eine durch den Varizella-Zoster-Virus verursachte Erkrankung des Nervensystems. Je nach Krankheitsbild und -verlauf stehen dem Patienten verschiedene Therapien zur Verfügung.

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Die Radikulitis-Erkrankung

Eine Radikulitis-Erkrankung hat verschiedene Ursachen. Neben einer Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus gilt ein Bandscheibenvorfall als Auslöser der Krankheit. Weitere Ursachen sind bakterielle Erkrankungen, Hämatome und Tumore. Betrifft die Radikulitis mehrere Nervenwurzeln, besteht für den Patienten eine akute Lebensgefahr.

Aus diesem Grund gilt es, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Dieser beachtet sowohl die Symptome als auch den Gesamtzustand des Patienten. Je nach Ursache unterscheiden sich die Therapie sowie der weitere Krankheitsverlauf.

Symptome und Krankheitsverlauf

Radikulitis geht mit verschiedenen Symptomen einher. Hierzu zählen sowohl kribbelnde Gliedmaßen als auch Schmerzen oder Taubheitsgefühle. Vereinzelt fehlen dem Patienten diverse Reflexe und die Motorik. Starke Rückenschmerzen gelten als häufigstes Symptom der Radikulitis. Grund hierfür ist beispielsweise eine Infektion mit dem Virus Herpes Zoster. Radikulitis hängt darüber hinaus mit Schädigungen im Hals-und Lendenbereich zusammen. Die Krankheit tritt in der Regel im mittleren und späten Lebensalter auf. Starke Ausprägungen führen zu einer Arbeitsunfähigkeit und depressiven Verstimmungen.

Die Diagnose der Radikulitis erfolgt durch einen Facharzt. Dieser fertigt ein Röntgen- oder Blutbild an. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein MRT als Diagnosemittel einzusetzen. Je nach Ursache unterscheiden sich der Therapieverlauf und dessen Dauer. Eine medikamentöse Behandlung ist notwendig, wenn eine Viruserkrankung vorliegt. Zu diesen zählt eine Infektion mit dem Virus Zoster. Die Radikulitis erfordert in diesem Fall eine schnelle und effektive Therapie.

Behandlung durch verschiedene Therapieformen

Zoster-Radikulitis ist mit starken Schmerzen im Rückenbereich verbunden. Aus diesem Grund behandelt ein Arzt die Erkrankung mit diversen Schmerzmitteln. Darüber hinaus stehen folgende Therapien zur Verfügung:

  • entzündungshemmende Medikamente,
  • Ruhigstellen der betroffenen Körperpartien,
  • Operation,
  • Muskelentspannung,
  • Physiotherapie.

Welche Behandlung für den Patienten infrage kommt, hängt von der Krankheitsursache ab. Darüber hinaus entscheidet die Schwere der Krankheit über die Art der Therapie.

 

Treten die Symptome der Radikulitis akut auf, setzt ein Arzt diverse Schmerzmittel ein. Nicht steroidale Antirheumatika erzielen langfristig zufriedenstellende Erfolge. Sie sind gut verträglich und kommen als Basismedikamente zum Einsatz. Analgetika helfen gegen starke, lokale Schmerzen. Allerdings führt eine Therapie mit Schmerzmitteln auf Dauer zur Abhängigkeit.

Aus diesem Grund kommt sie bei chronischen Schmerzen nicht zum Einsatz. Je nach Ursache der Radikulitis ist eine zusätzliche Therapie unerlässlich.

Bei einer Zoster-Radikulitis helfen medikamentöse und physikalische Therapien. Diverse Massagen lockern und entspannen die betroffenen Nerven. Dies lindert die Schmerzen des Patienten. Darüber hinaus wirkt sich eine Kälte- oder Wärmetherapie positiv aus. In allen Fällen verhilft die Krankengymnastik zu einer guten Haltung. Diese entlastet den Hals- und Lendenbereich. Im Gegensatz hierzu verschlechtert eine völlige Bettruhe das Krankheitsbild des Patienten. Sie führt zu verstärkten Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Ärzte raten Radikulitis-Patienten zu einer regelmäßigen, sanften und gelenkschonenden Bewegung.

 

Schmerzlinderung dank Akupunktur

Die Akupunktur gilt als Therapiemittel gegen eine Radikulitis-Erkrankung. Dabei bedient sich der Therapeut wichtigen Grundannahmen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ihr zufolge verfügt der menschliche Körper über eine Lebensenergie. Diese steuert sämtliche lebensnotwendigen Funktionen. Jede Art von Krankheitssymptomen ist auf einen gestörten Fluss der Lebensenergie zurückzuführen. Deshalb stimuliert der Therapeut diverse Punkte, die sich auf den Meridianen befinden. Die Akkupunktur dient der Schmerzlinderung. Darüber hinaus verhilft sie zu einem besseren Lebensgefühl des Patienten.

Nach der Diagnose der Zoster-Radikulitis entscheidet sich ein Arzt für eine angemessene Therapie. Erzielen sowohl die Akupunktur als auch die medikamentöse und physikalische Therapie keine Erfolge, ist eine Operation vonnöten. Allerdings ist diese mit vielseitigen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Deshalb raten Experten, zuvor verschiedene Therapien zu testen. Eine ausgewogene Ernährung hilft gegen Übergewicht und die damit entstehenden Rückenprobleme. Darüber hinaus wirkt sich eine starke Rückenmuskulatur entlastend und schmerzlindernd aus.

 

Arbeitsunfähigkeit durch Zoster-Radikulitis

Der Patient ist durch die starken Rückenschmerzen in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Je nach Berufsbild führt die Zoster-Radikulitis zur Arbeitsunfähigkeit. Häufig bringt sie depressive Verstimmungen mit sich. Aus diesem Grund ist eine ganzheitliche Therapie vonnöten. Es gilt, die Schmerzen und sonstige Symptome zu lindern. Darüber hinaus hilft eine Psychotherapie, mit den starken Lebensumstellungen und Einschränkungen zurechtzukommen.

Zoster-Radikulitis ist eine Erkrankung des menschlichen Nervensystems. Sie geht mit starken Rückenschmerzen sowie Lähmungserscheinungen einher. Eine medikamentöse und physikalische Therapie führt zur Linderung der Beschwerden.

 

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

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