Gürtelrose am Hals

Besonderheiten des zoster am Hals

Die Auslöser für eine Gürtelrose am Hals sind die Varizella-Zoster-Viren, die ebenfalls Windpocken verursachen. Der große Teil der Bevölkerung hatte als Kind Windpocken. Diejenigen tragen den Virus ein Leben lang in sich. Im Körper hält ihn das Immunsystem unter Kontrolle, jedenfalls solange, bis sich der Virus, bedingt durch verschiedene Umstände, aktivieren kann.

Gürtelrose am Hals

Die Symptome der Gürtelrose und ihre Ursache.

Für eine erneute Aktivierung des Zostervirus kommt in erster Linie ein schwaches Immunsystem im Betracht. Des Weiteren gehören Stress, Übermüdung, Krankheit und eine HIV-Infektion zu den Auslösern des Virus. Er wandert an den Nervenbahnen entlang bis an die Hautoberfläche. Auf der Haut legt sich der Ausschlag wie ein Gürtel um den Körper. Die Bläschen enthalten eine höchst infektiöse Flüssigkeit. Der Hautausschlag gehört zu den ersten Symptomen, der etwa ein oder zwei Tage den Körper befällt. Hier zeigen sich rote Flecken. Weitere Merkmale der Gürtelrose sind:

  •         Müdigkeit,
  •         Fieber und
  •         Kopfschmerzen.

Die Symptome der Gürtelrose treten bei jedem Menschen anders auf. In der Regel fühlen die Menschen zuerst brennende Schmerzen im Brustbereich. Es ist ein ausstrahlender Schmerz, der sich an den Wegen bemerkbar macht, den sich die Viren entlang der Nerven bahnen. Der Hautausschlag legt sich wie ein roter Gürtel um den Oberkörper oder der Taille, wodurch der Name Gürtelrose entstand. Die Bläschen des Ausschlags öffnen sich nach einiger Zeit und verkrusten. Nach etwa zwei bis drei Wochen fallen sie ab und die Gürtelrose heilt aus.

Gesundheitliche Schäden durch Gürtelrose

Dauerhafte Schäden kann die Gürtelrose verursachen, wenn sie auf verletzte Hautflächen stößt. Die Folge ist eine Vernarbung der Haut und im Extremfall eine Verfärbung, die sich nicht zurückbildet. Äußerst gefährlich wirkt sich die Gürtelrose am Hals, auf der Stirn oder der Kopfhaut aus.

In diesen Fällen sind die Schleimhäute, die Augen sowie die Nerven betroffen. Gefährdet, an einer Gürtelrose am Hals zu erkranken, sind Menschen, die älter sind als 50 Jahre. Die Symptome, welche die Gürtelrose anzeigen, sind in allen Fällen gleich. Es ändert sich jedoch der Leidensweg, der Senioren stärker prägt. Die Gürtelrose am Hals, im Gesicht oder der Kopfhaut verursacht chronische Schmerzen, die entweder lange andauern oder dauerhaft bleiben. Bei älteren Menschen zeigen sich teilweise Nachwirkungen in Form von

  1.         Sprachstörungen,
  2.         einer postherpetischen Neuralgie oder
  3.         Blindheit, wenn die Viren in die Augennerven gehen.

Dabei zerstören sie möglicherweise die Horn- und Bindehaut. Weiterhin lähmen die Zosterviren der Gürtelrose am Hals die Gesichtsnerven. Daneben kommen Erscheinungen wie Nervenschmerzen hinzu, die nicht zwangsläufig mit der Gürtelrose einhergehen, sondern sich als Spätfolgen zeigen.

Diagnose und Therapie der Gürtelrose am Hals

Bei den ersten Bläschen kann sich der Mediziner kein genaues Bild verschaffen. Erst wenn sich ein rotes Band bildet, das kleine Bläschen beinhaltet, ist eine sichere Diagnose möglich. Den Virus kann das Labor durch einen Bluttest nachweisen. Im Blut bekämpfen die Antikörper den Zostervirus. Nimmt die Zahl der Antikörper drastisch zu, besteht der Verdacht auf Gürtelrose. Auch ein Abstrich der Bläschen bringt Klarheit über die Erkrankung.

In erster Linie verschreibt der Arzt virushemmende Medikamente, die dem Immunsystem bei der Bekämpfung der Viren beistehen. Sobald sich die ersten Anzeichen der Gürtelrose zeigen, ist der Weg zum Arzt sofort notwendig. Dabei geht es nicht ausschließlich um den Hautausschlag am Oberkörper oder der Taille, sondern um die Gürtelrose am Hals, im Gesicht und an der Kopfhaut. Im Gesicht zeigt sich die Gürtelrose in der Regel im Bereich der Stirn. Von hier haben sie direkten Zugang zu den Augen und den Augennerven. Die Bläschen der Gürtelrose am Hals sind von den Schleimhäuten im Mundbereich nicht weit entfernt und verursachen hier gesundheitliche Folgeschäden. Die Therapie besteht aus Virostatika, die der Patient umgehend, spätestens jedoch 72 Stunden nach Aufbruch der Bläschen, einnimmt oder als Infusion erhält.

Die Forschung arbeitet auf Hochtouren

Um die Gürtelrose am Hals und an anderen Stellen des Körpers zu bekämpfen, suchten Forscher nach einem Impfstoff ähnlich dem gegen Windpocken. Eine Impfung kann die Aktivierung des Zostervirus weitgehend verhindern. Der Impfstoff ist seit 2010 in Deutschland erhältlich. > Gürtelrose Impfung

Die Informationen auf dieser Seite sind medizinisch geprüft: Medizinischer Fachbeirat, L.Schnurbus, 
veröffentlicht von: Anna Nilsson,


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