Johanniskraut gegen Gürtelrose

Anwendung und Wirkung von Johanniskraut gegen Gürtelrose

Bei der Herpes Zoster genannten Gürtelrose handelt es sich um eine Infektion, welche die Varicella-Zoster-Viren auslösen. Als Symptome stellen sich ein juckender Ausschlag sowie rote Pusteln an einer oder mehreren Körperstellen dar. Neben antiviralen Medikamenten hilft Johanniskraut gegen Gürtelrose. In Form eines homöopathischen Arzneimittels erhalten die Patienten die Präparate problemlos in Online-Apotheken oder im freien Handel. Des Weiteren bekommen die Interessenten Salben und Öle, die den relevanten Wirkstoff beinhalten.

Johanneskraut

Johanniskraut gegen Gürtelrose? © PhotoSG – Fotolia.com

 

Warum hilft Johanniskraut gegen den Herpes Zoster?

In der Fachsprache nennt sich das Johanniskraut Hypericum perforatum. Andere Namen des nützlichen Krautes lauten Teufelsflucht oder Blutkraut. Aufgrund seiner abschwellenden und entzündungshemmenden Wirkung hilft das Johanniskraut gegen Gürtelrose. Zusätzlich befinden sich in der Pflanze antibiotische Bitterstoffe, die einen positiven Einfluss auf virale Infektionen nehmen. Die an Herpes Zoster leidenden Patienten verwenden das nützliche Kraut in Form von Dragees oder Tabletten zur inneren Anwendung. Als Öl für eine Auflage eignet sich die Heilpflanze ebenfalls gegen die Infektion.

Welche Wirkung hat Johanniskraut gegen Gürtelrose?

Typische Anzeichen für eine Infektion mit den Varicella-Zoster-Viren sind Irritationen der Haut, ein Missempfinden sowie allgemeine Krankheits-Symptome. Zu diesen gehören:

  • Unwohlsein,
  • Fieber,
  • Durchfall,
  • schmerzende Hautstellen
  • sowie Juckreiz.

Wenige Tage nach dem ersten Auftreten des Juckens rötet sich die betroffene Hautstelle. Sobald sich die mit Eiter gefüllten Pusteln bilden, spüren die Patienten den charakteristischen Zosterschmerz. Dieser betrifft vorwiegend die Nervenbahnen, an denen sich die Erreger anlagern. Um die dumpfe Pein zu mildern, verwenden die Betroffenen gegen die Gürtelrose Johanniskraut.

Zu der Familie der Johanniskraut-Gewächse gehörend, verfügt die Pflanze über eine entzündungshemmende Wirkung. Damit eignet sich das Heilkraut, um die bei einem Herpes Zoster auftretenden Hautreizungen zu mildern. Zusätzlich nimmt die als Teufelsflucht bezeichnete Waldpflanze einen beruhigenden Einfluss auf die Nerven. Die cerebrale Wiederaufnahme-Hemmung relevanter Neurotransmitter verstärkt sich durch das Johanniskraut. Zu den Transmittern zählen Serotonin und Noradrenalin, die sich an den Synapsen anlagern.

Auf diese Weise unterbindet das homöopathische Arzneimittel die Ausbreitung der Entzündung. Weiterhin erhöht sich aufgrund des Krauts die Konzentration der Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA. Zusammen mit dem L-Glutamat und einem steigenden Dopaminspiegel stärkt es das Immunsystem. In unterschiedlichen Formen wirkt das Johanniskraut gegen Gürtelrose beruhigend und abschwellend. Für die innere Anwendung besorgen sich die Patienten Präparate zum Einnehmen. Dagegen eignen sich die Öle aus dem nützlichen Kraut für die Herstellung eines Leinwickels.

 

Welchen Einfluss besitzen Johanneskraut Tabletten und Dragees?

Die Johanniskraut enthaltenden Filmtabletten bekommen die Verbraucher problemlos im freien Handel. Alternativ wenden sich die Interessenten einer Online-Apotheke zu, um stärkere Produkte zu bestellen. In der Regel beinhalten einzunehmende Präparate die maximale Tagesdosis des Heilkrauts. Nehmen die Patienten eine Tablette ein, konsumieren sie auf diese Weise ein Gramm des pflanzlichen Arzneimittels.

Durch die orale Verwendung der Medikamente gelangen die Wirkstoffe schneller in den Blutkreislauf. Aus dem Grund verspüren die Verwender die beruhigende Wirkung der Präparate rasch. Vorwiegend die dumpfen Schmerzen an den peripheren Nervensträngen schwächen deutlich ab.

Allerdings befindet sich in allen im Handel erhältlichen Johanniskraut-Arzneien die Heilpflanze ausschließlich in niedriger Konzentration. Dr. Mona Abdel-Tawab bewies in ihrer 2011 erschienenen ZL-Studie „Freiverkäufliche Johanniskraut-Präparate unter der Lupe“ die unzureichende Qualität zahlreicher Teufelskraut beinhaltender Medikamente. Vorwiegend chinesische Johanniskraut-Varietäten gelangen bei der Produktion in die Extrakte. Damit ergibt sich eine verfälschte Wirkung der Arzneien.

 

Patienten verwenden Öle aus Johanniskraut

Als traditionelles Heilmittel gegen den Herpes Zoster eignen sich mit Johanniskraut-Öl getränkte Auflagen. Im Volksmund nennt sich die ätherische Flüssigkeit „Arnika der Nerven“. Bereits die Bezeichnung weist auf den beruhigenden Einfluss der homöopathischen Arznei hin. Bei der Gürtelrose ist das Johanniskraut in Form von Salben oder Ölen eine hilfreiche Therapie. Vorwiegend der auftretende Hautausschlag, der mit dem Herpes Zoster einhergeht, sorgt für eine Dehydrierung der obersten Hautschicht. Aus diesem Grund entstehen die Reizungen auf der Epidermis.

Das Johanniskraut-Öl spendet Feuchtigkeit und versorgt die trockenen Zellen mit ausreichend Nährstoffen. Gleichzeitig wirkt das Mittel antiviral, sodass sich die Erreger nicht ausbreiten. Stattdessen kommt es zum Eintrocknen der Eiter enthaltenden Pickelchen. Nach dem Ablösen der Kruste braucht die Haut eine besondere Pflege, um einer Narbenbildung vorzubeugen. Die Auflagen mit dem praktischen Öl eignen sich auch für diesen Bereich.

Um einen Leinwickel als Behandlung gegen die Infektion zu erstellen, benötigen die Interessenten ausschließlich zwei Dinge. Sie verwenden das Johanniskraut-Öl und einen weichen, nicht strukturierten Lappen. Besitzt das gewählte Tuch eine raue Oberfläche, platzen die Herpes-Zoster-Bläschen im schlimmsten Fall auf. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass die gereizte Haut zu bluten beginnt. Den weichen Lappen tränken die Verbraucher mit dem Öl und legen ihn auf die betroffene Körperstelle. Eine Linderung der Schmerzen tritt innerhalb kurzer Zeit ein.

 


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