Gürtelrose im Krankenhaus – stationäre Behandlung

Eine Gürtelrose gehört zu den schmerzhaften Infektionen. Treten die erste Anzeichen einer Erkrankung auf, sollte der Betroffene zu seinem Arzt gehen.  Eine Behandlung im Krankenhaus wird meist dann erforderlich wenn der Patient zu einer Risikogruppe gehört, wenn er aufgrund von Vorerkrankungen geschwächt ist oder durch die Gürtelrose Komplikationen entstehen.

Frau im Krankenhaus
Betreuung der Gürterlose-Therapie im Krankenhaus © Photographee.eu – Fotolia.com

Wann wird ein Patient mit Gürtelrose im Krankenhaus behandelt?

Bei einer Infektion mit den Varizella-Zoster-Viren kommt es zu dem charakteristischen Gürtelrose-Ausschlag. Die Betroffenen bemerken ein gespanntes Gefühl an der jeweiligen Hautstelle. In einigen Fällen fühlt sich die oberste Hautschicht erhitzt und gereizt an. Dieses Missempfinden tritt einige Tage vor dem Ausbruch der typischen Pusteln ein.

Die gelblichen Herpes-Zoster-Bläschen beinhalten eitrige Flüssigkeit. In dieser befinden sich weitere Erreger. Kommen sie beim Öffnen der Pickelchen mit anderen Hautstellen in Kontakt, droht eine Folge-Infektion. Die Gürtelrose stellt unter Umständen eine gefährliche Krankheit dar. Beispielsweise breiten sich die Viren auf weitere Nervenstränge aus. Die betroffenen Personen leiden im schlimmsten Fall an einem Zoster generalis. Dabei befallen die Erreger den gesamten Körper.

Zudem besteht die Gefahr, dass die Varizella-Zoster-Viren auf die Nerven des Gesichts oder des ganzen Kopfes einwirken. Hierbei lagern sie sich beispielsweise an den Sehnerv an und sorgen für eine veränderte Wahrnehmung. In drastischen Fällen klagen die Erkrankten über eine temporäre Blindheit. Bemerken die Leidenden die typischen Zosterschmerzen im Bereich des Gesichts, suchen sie ohne Umwege das Krankenhaus auf. Eine zeitnahe Behandlung der Krankheit hilft dabei, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.

Wann müssen Betroffene in die Klinik?

Bei den ersten Anzeichen einer Gürtelrose suchen die betroffenen Personen ihren Arzt auf. Speziell Menschen mit einem schwachen Immunsystem leiden unter den Begleit-Erscheinungen der Infektion. Dazu zählen beispielsweise:

  • Juckreiz,
  • Übelkeit,
  • Schwindel
  • und Fieber.

Zusätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Erkrankung bei einer fehlerhaften Behandlung weiter ausbreitet. Versuchen sich die Betroffenen an einer Selbstmedikation, verschlimmern sie unter Umständen ihre Pein. Im Bezug auf die Hygiene profitieren die Patienten von einer professionellen Pflege. Die Behandlung der Gürtelrose im Krankenhaus erfolgt zuverlässig und zeitnah. Neben den geeigneten Arzneien erhalten die Betroffenen die notwendige Körperpflege.

Diese spielt bei einer Infektion mit dem Herpes Zoster eine Rolle. Gelangen Keime auf die gereizten Hautstellen, drohen weitere Entzündungen. Im schlimmsten Fall bleiben nach dem Abklingen des Ausschlags Narben zurück. Um dies zu vermeiden, erhalten die Patienten in einer Klinik spezielle Salben. Vorwiegend bei einem Zoster generalis erhält die Pflege der Haut eine hohe Priorität. Desinfizierende Salben sowie Öle, die Feuchtigkeit spenden, zählen zu den relevanten Arzneien.

Weiterhin profitieren die Patienten bei einer Gürtelrose-Behandlung im Krankenhaus von der stetigen Präsenz des Personals. Die geschulten Pfleger und Schwestern kontrollieren das Fortschreiten des Ausschlags mehrmals täglich. Auf diese Weise erkennen sie eine Zweit-Infektion zeitnah und ergreifen die notwendigen Maßnahmen.

Nach 72 Stunden ist es zu spät

Bemerken die Betroffenen erste Anzeichen für einen Herpes Zoster, suchen sie sofort das Krankenhaus auf. Spätestens nach dem Erkennen der ersten Pickelchen ist Eile geboten. Platzen die Pusteln ab, gilt eine Gürtelrose-Behandlung im Krankenhaus als nicht erforderlich. Daher nehmen die Kliniken Herpes-Zoster-Patienten ausschließlich stationär auf, wenn die Symptome nicht länger als 72 Stunden zurückliegen.

Nach dieser 72-Stunden-Grenze behalten die Krankenhäuser Gürtelrose-Patienten nur unter bestimmten Kriterien da, beispielsweise:

Erfolgt eine Behandlung der Gürtelrose nicht im Krankenhaus, drohen unter Umständen gefährliche Entzündungen. Unreinheiten sorgen dafür, dass die offenen Hautstellen in der betroffenen Region zu eitern beginnen. Zusätzlich gelangen andere Erreger in den Organismus. Eine Infektion mit dem Herpes Zoster schwächt die Immunabwehr. Die Gürtelrose-Patienten leiden aus diesem Grund nicht selten an Folge-Erkrankungen.

Ihnen beugt der behandelnde Arzt im Krankenhaus vor, indem er den Patienten Antibiotika verabreicht. Zusätzlich setzt der Mediziner den Herpes-Zoster-Erkrankten mehrmals am Tag eine Infusion mit einem Virostatikum. In der Regel kommt zu diesem Zweck Aciclovir zum Einsatz. Oral einzunehmende Antivirus-Mittel erhalten die Patienten ebenfalls täglich vom Krankenhaus-Personal. Auf diese Weise gelingt es den Leidenden, die Erkrankung schnell und problemlos zu überstehen.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern zeigt sich die antivirale Therapie mit Aciclovir kostengünstig. Dies belegt ein Kostenvergleich der Website arznei-telegramm.de aus dem Jahr 2002. Eine siebentägige Behandlung mit dem Präparat kostet demnach pro Tag 34 Euro. Für diesen Preis erhalten die Patienten fünfmal täglich eine Infusion mit 800 Milligramm Aciclovir. Die Kosten für die gesamte Behandlung übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

Wie lange dauert die Behandlung im Krankenhaus?

Die Gürtelrose-Behandlung im Krankenhaus dauert in der Regel sieben Tage. Nach diesem Zeitraum kommt es zum Abschluss der eigentlichen Therapie. Trotzdem bleiben die Patienten mindestens eine weitere Woche in der Klinik. In diesem Zeitraum kontrollieren die Ärzte, ob der Ausschlag wunschgemäß abheilt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Folge-Erkrankungen rechtzeitig zu diagnostizieren. Innerhalb der Beobachtungszeit erkennen die Mediziner des Weiteren postzosterische Neuralgien.

Diese Nervenschmerzen treten selbst nach dem Abklingen der Erkrankung auf. Ohne die richtige Behandlung bleiben die bohrenden bis brennenden Missempfindungen mehrere Wochen oder Monate spürbar. Im schlimmsten Fall leiden die betroffenen Patienten unter einer chronischen Post-Zoster-Neuralgie. Vorwiegend tritt diese aufgrund falscher Therapien des Herpes Zoster auf. Daher erlangt eine professionelle Herpes-Zoster-Behandlung in einem Krankenhaus eine hohe Priorität.

Die Behandlung des Herpes Zoster im Krankenhaus

Die Gürtelrose-Behandlung im Krankenhaus dauert in der Regel nicht länger als sieben Tage. In dieser Zeit erhalten die Patienten mehrmalige Infusionen mit antiviralen Medikamenten. Zusätzlich kontrolliert das geschulte Pflegepersonal das Fortschreiten des charakteristischen Herpes-Zoster-Ausschlags. Durch die Behandlung mit desinfizierenden Salben trocknen die eitrigen Pusteln zeitnah aus.

Am besten suchen die Erkrankten bei den ersten Anzeichen einer Gürtelrose das Krankenhaus auf. Durch eine schnelle Therapie reduzieren sie das Risiko schwerwiegender Komplikationen.

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