Wirksame Epstein-Barr-Virus Behandlung und Therapie

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Möglichkeiten der Behandlung um Mononukleose,

Epstein-Barr-Virus-Infektionen zu heilen

Eine Behandlung der mit Epstein-Barr-Viren infizierten Personen erfolgt in der Regel nicht. Die Aufgabe, den für das Pfeiffersche Drüsenfieber verantwortlichen Virus zu bekämpfen, liegt mangels ursächlicher Therapie-Möglichkeit beim Körper des Patienten. Der Arzt behandelt im Bedarfs-Fall die Symptome.

Bisher gelang es den Wissenschaftlern nicht, eine ursächliche Therapie-Möglichkeit bei einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus zu finden. Wie der Arzt seinem Patienten hilft, richtet sich nach dem Allgemeinzustand des mit dem EBV-Virus Infizierten. Dieser differiert zwischen den Erkrankten stark.

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Mit Schlaf und Ruhe auf dem Weg der Besserung

Mediziner verordnen ihren Patienten regelmäßig viel Schlaf und ausreichend Ruhe. Diese beiden Therapie-Methoden fördern die Selbstheilungs-Prozesse des Patienten.

Der Betroffene hält in den ersten Tagen nach Ausbruch der Erkrankung Bettruhe ein und schont sich sechs Wochen lang.

Stellt der Arzt eine vergrößerte Leber oder Milz fest, verbietet er dem Patienten, in den folgenden drei Monaten sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Das vergrößerte Organ droht sonst zu reißen.

 

Vermehrte Flüssigkeits-Zufuhr beschleunigt den Heilungs-Prozess

Die Infektions-Krankheit geht mit hohem Fieber einher. Der Körper verliert durch vermehrte Absonderung des Schweißes sowie durch die Aktivierung des Immunsystems viel Flüssigkeit. Zur Unterstützung des Heilungs-Prozesses füllt der Patient durch vermehrtes Trinken von Wasser seinen Haushalt wieder auf. Ist er dazu nicht in der Lage, erfordert dieser Umstand einen Aufenthalt im Krankenhaus. Dort verabreichen ihm die Ärzte die benötigte Flüssigkeit venös.

 

Fieber und Virostatika – Behandlungen gegen den Epstein-Barr-Virus mit ähnlicher Wirkung

Verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber schwer, verschreiben Ärzte ihren Patienten Virostatika wie Ganciclovir. Diese vermag, die Virus-Vermehrung zu unterdrücken. Aciclovir verkürzt auf hochwirksame Weise die Virus-Ausscheidung beeinflusst jedoch nicht die Symptome (Torre 1999).

Ebenso wie Virostatika nimmt das Vorhandensein von Fieber positiven Einfluss auf den Krankheits-Verlauf der schwer therapierbaren Virus-Infektion. Es hemmt, wie die Virostatika, die Vermehrung der Viren und verhindert deren Ausbreitung. Fieber eliminiert die Viren, wodurch die Heilung schneller verläuft.

Ein Senken des Fiebers empfiehlt sich bei starkem Unwohlsein und für den Fall, dass sich der allgemeine Zustand des Patienten in zunehmendem Maße verschlechtert. Ärzte korrigieren ihre grundsätzliche Empfehlung der Fiebersenkung bei einer Körper-Temperatur ab 39,5 Grad Celsius und machen diese Maßnahme vom Krankheits-Verlauf des einzelnen Patienten abhängig.

Erfordert der Zustand des Patienten fiebersenkende Maßnahmen, kommen diverse Medikamente infrage. Zu ihnen zählen Antipyretika (fiebersenkende Mittel) mit Wirkstoffen wie:

  • Paracetamol und
  • Ibuprofen.

 

Antibiotikum zur Vermeidung und Therapie sekundärer Infektionen

Sekundär-Infektionen bei Epstein-Barr-Virus behandelt der Arzt mit einem Antibiotikum (beispielsweise Doxycyclin). Diese verschreibt er ebenfalls vorbeugend. Antibiotika helfen gegen die bakteriellen Infektionen, nicht gegen die Mononukleose.

Die Gabe von Amino-Penicillinen, zu denen

  • Amoxicillin,
  • Pivampicillin,
  • Ampicillin,
  • Sultamicillin und
  • Bacampicillin

gehören, ist nicht angesagt. Diese Medikamente führen zu einem roten und juckenden Ausschlag, der den gesamten Körper befällt und sich nach drei Tagen zurückbildet. Den Juckreiz bekämpfen beruhigende Cremes und Salben.

Zudem besteht die Möglichkeit der großflächigen Blasenbildung als Überempfindlichkeits-Reaktion der Haut. Ärzte bezeichnen die Haut-Erscheinungen als Lyell-Syndrom. Dieses äußert sich unter Umständen so stark, dass es einer Verbrennung der Haut ähnelt. Je nach Größe der betroffenen Fläche kommt es zu Todesfällen.

Das Auftreten der Überreaktion der Haut aufgrund eines Antibiotikums weist nicht auf eine Penicillin-Allergie hin. Nach Gesundung des Patienten ist weiterhin eine Behandlung mit Penicillinen möglich.

Welche Symptome der Mononukleose behandelt der Arzt mit Cortison?

Führt das Pfeiffersche Drüsenfieber zu einer

  • Virus-Enzephalitis (Gehirn-Entzündung),
  • Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) oder
  • einer autoimmun-hämolytischen Anämie (infektions-bedingten Blutarmut),

erfolgt eine konsequente und sofortige Behandlung der durch den Epstein-Barr-Virus verursachten Erkrankung mit Cortison. Die erstgenannte Virus-Enzephalitis erfordert zudem eine intensiv-medizinische Betreuung.

 

Homöopathische Mittel zur Bekämpfung der Mononukleose-Symptome

Neben den schul-medizinischen Maßnahmen helfen diverse homöopathische Mittel gegen die Symptome der Epstein-Barr-Virus-Infektion. Wirkung zeigen sie insbesondere bei extremen Hals-Schmerzen einhergehend mit Rötung und Schwellung der Schleimhäute sowie bei durch Fieber verursachte Unruhe-Zustände. Homöopathische Mittel gegen Fieber sind:

  • Aconitum,
  • Belladonna und
  • Ferrum phosphoricum.

Entzündungen und Schwellungen lindern:

  • Belladonna
  • Phytolacca,
  • Apis sowie
  • Kalium chloratum.

 

Die Therapie der Mononukleose in der Zusammenfassung

Eine Behandlung des durch den Epstein-Barr-Virus verursachten Pfeifferschen Drüsenfiebers erfolgt rein symptomatisch mit Senkung des Fiebers durch Paracetamol oder Ibuprofen, Bettruhe und Stärkung der Abwehrkräfte. Leicht verdauliche Nahrung sowie eine große Flüssigkeits-Aufnahme helfen dem Patienten, schnell zu genesen. Weitere therapeutische Maßnahmen bilden:

  • die Mundpflege mit Kamille (Antiseptikum)
  • Antiphlogistika (örtlich angewandte entzündungs-hemmende Arzneimittel),
  • Antipyretika (fiebersenkendes Mittel),
  • Analgetika (schmerzstillendes Mittel),
  • Ganciclovir (Virostatikum),
  • Antibiotikum (keine Amino-Penicilline, Gefahr des Lyell-Syndroms),
  • Interferon (antiviral, anti-tumoral und immun-stimulierend),
  • Operation bei Atemnot aufgrund massiver Tonsillen-Schwellung.

 

Eine ursächliche Therapie-Möglichkeit ist den Medizinern bisher nicht bekannt.

 

weiterführend:

http://www.molim.uni-erlangen.de/MTG/material_ebv/Literaturarbeit_pfeiffer.pdf

© fotoliaxrender – Fotolia.com

 veröffentlicht von: Anna Nilsson,

 

== Fachautor dieses Artikels ==

Anna Nilsson, Medizinautorin

Anna Nilsson ist als Medizinautorin seit 2005 Autorin für die Inhalte in unserem Magazin verantwortlich. Ihre Artikel entsprechen dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur und medizinischen Leitlinien.


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