Fachportal-Gürtelrose Symptome erkennen Sie so:

Gürtelrose Symptome

Anzeichen und Merkmale der Gürtelrose in den verschiedenen Stadien:

Die typischen Gürtelrose Symptome werden von grippeähnliche Anzeichen und Kribbeln unter der Haut angekündigt. Danach kommt es zum gürtelartigen Hautauschlag, zu Bläschen und brennenden Schmerzen. Hier erfahren Sie alles zu den Anzeichen und Symptomen der Gürtelrose Erkrankung.

veröffentlicht von: Anna Nilsson, medizinische Kontrolle: L. Schnurbus.

Gürterlose Symptome

Herpes zoster – Anzeichen einer Gürterose?

Wie erkenne ich frühzeitig eine Gürtelrose?

Bei einer Reaktivierung der Windpockenviren kommt es zu den schwerwiegenden Symptomen der Gürtelrose. Diese lässt sich im Normalfall nicht sofort erkennen, da sich bei der Krankheit der charakteristische Hautausschlag nicht zu Beginn zeigt.

Die Gürtelrose Symptome und Merkmale entstehen ausschließlich an bestimmten Körperstellen. Symptome und Schmerzen befallen den Teil der Haut, den die von den Viren betroffenen Rückenmarks- und Hirnnerven versorgen. Zunächst leiden Patienten bei dieser Erkrankung unter einer ausgeprägten Erschöpfung. Die Körpertemperatur steigt leicht an und die entsprechenden Hautstellen beginnen zu schmerzen. Ein eindeutiges Merkmal der Gürtelrose stellt der Juckreiz dar.

Bei Verdacht auf die Symptome einer Gürtelrose erlangt die sichere Diagnose durch den Arzt eine hohe Relevanz. Dies zeigt sich enorm wichtig, um eine sofortige Behandlung einzuleiten. Je eher die Therapie mit Medikamenten beginnt, umso besser stehen die schnellen Heilungs-Chancen.

Gürtelrose Symptome im Überblick

  • Müdigkeit und leichtes Fieber
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit und Schwäche
  • Brennende Schmerzen im Körper
  • Empfindungsstörungen und Gefühlsstörungen
  • Ausschlag mit Bläschen
  • Schwellungen der Haut, Bläschenbildung
  • örtlich begrenzte Ausbreitung des Auschlages
  • Ausschlag tritt gürtelförmig – meist einseitig am Oberkörper auf
  • andere Bereiche können Hals-, Bauch-, Rückenregionen sein

 

Symptome in der Anfangsphase der Gürtelrose

Die ersten sicheren Warnhinweise

Wie sehen erste Warnzeichen einer beginnenden Gürtelrose aus? Noch bevor die eindeutigen äußeren Symptome der Gürtelrose – beispielsweise der Hautausschlag – auftreten, erkennen Betroffene erste Warnzeichen bereits früher.

In der Reaktivierungsphase der Zoster-Viren verursachen diese stichartige Schmerzen an den Nerven. Sie treten vorwiegend im Gesicht, den Armen und den Beinen auf. Dabei sind die Schmerzen in der Regel ausschließlich auf eine Körperhälfte begrenzt.

Hilft das zeitige Erkennen der ersten Anzeichen, eine Behandlung schnellstmöglich zu beginnen und somit den Krankheitsverlauf zu verkürzen? Es besteht durch die fühlbaren Symptome die Möglichkeit, die Gürtelrose frühzeitig zu diagnostizieren. Auf die Dauer der Erkrankung nimmt das im Regelfall keinen Einfluss.

Die ersten sichtbaren Symptome erkennen

Mehrere Tage nachdem der Körper unter den Schmerzen leidet, treten die sichtbaren Symptome der Gürtelrose auf. Diese äußern sich durch einen einseitig auftretenden Ausschlag auf der Haut. Die äußere Reaktion auf die Infektion besteht in entzündeten Stellen, die stark jucken. Die gürtelförmige Ausbreitung des Ausschlags und die Bildung der Bläschen erfolgen erst später.

Auf den geröteten Partien entstehen mit einer Flüssigkeit gefüllte Bläschen in der Größe einer Erbse. Die schmerzenden Pusteln reihen sich aneinander, bis die typische Form eines Gürtels entsteht. In einigen Fällen häufen sich die Blasen an einer Stelle, sodass Rosetten auftreten.Die für die Gürtelrose charakteristischen Pickelchen enthalten in manchen Fällen Blut. Nach einer Woche kommt es zum Platzen der Pusteln, bevor sie verkrusten. Die dabei austretende eitrige Flüssigkeit birgt eine hohe Ansteckungsgefahr.

 

Krankheitsgefühl und Fieber

Bevor der charakteristische Ausschlag der Gürtelrose auftritt, kommt es zu allgemeinen gesundheitlichen Problemen. Die Betroffenen leiden an Abgeschlagenheit und fühlen sich über ein bis zwei Tage krank und müde. Die Abgeschlagenheit bringt ein Gefühl der Lustlosigkeit mit sich. Die Patienten bemerken eine unerklärliche Tagesmüdigkeit. Ihnen fehlen die Motivation sowie die Energie, um den Alltag in Angriff zu nehmen.

Meist tritt zeitgleich eine leichte Temperatur-Erhöhung oder leichtes Fieber auf. Von einer erhöhten Temperatur – subfebril – sprechen Ärzte bei einer Körperwärme von bis zu 38 Grad Celsius. Messen die Betroffenen eine Temperatur von 38,1 bis 38,5 Grad Celsius, zeigen sie sich febril. Das heißt, sie haben leichtes Fieber.

 

Die hauptsächlichen Symptome der Gürtelrose

Die unmissverständlichen Merkmale einer Gürtelrose bestehen in dem Juckreiz und den Schmerzen. Speziell an den peripheren Nerven im Rückenbereich entsteht ein unangenehmes Ziehen. Dieses gründet sich aus dem Befall mit Zoster-Viren, die sich in den Ganglien – den Nervenenden – einnisten. Selbst nach einer überstandenen Infektion flauen die Schmerzreize nur langsam ab. Des Weiteren gibt es klare Anzeichen für einen Herpes zoster:

  • Müdigkeit und leichtes Fieber (bis 38,5 Grad Celsius),
  • allgemeines Krankheitsgefühl mit grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen,
  • Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und Schwäche,
  • brennende Schmerzen im Körper (vorwiegend im Bereich der Nervenbahnen),
  • dumpfe Rückenschmerzen im Bereich der Wirbelsäule,
  • Empfindungs-Störungen und Gefühlsstörungen,
  • Ausschlag in Form eines Gürtels oder von Rosetten,
  • Schwellungen der Haut,
  • Bildung von Bläschen mit einer eitrigen Flüssigkeit,
  • örtlich begrenzte Ausbreitung des Ausschlages,
  • Ausschlag tritt meist einseitig am Oberkörper auf,
  • andere Bereiche bestehen in den Hals-, Bauch- und Rückenregionen.

 

Das typische Muster bei den Gürtelrose-Symptomen

Die Merkmale bei einer Gürtelrose variieren bei den einzelnen Patienten. Speziell bei ihrer Ausprägung und Intensität präsentieren sich diese Anzeichen nicht einheitlich. Jedoch folgen sie während einer Erkrankung einem unverkennbaren Muster.

Zunächst erscheint das Prodromal-Stadium. Hierbei zeichnen sich keine für eine Krankheit bestimmten Anzeichen ab. Stattdessen klagen die Betroffenen über allgemeines Unwohlsein. Während der Gürtelrose dauert dieses Stadium drei bis fünf Tage an. Die später unter den Pusteln leidende Haut empfindet Berührungen falsch oder verändert. Dieses Phänomen nennt sich „Parästhesien“. Daraus bilden sich die typischen Schmerzen.

Der neuropathische Schmerzreiz pocht unter dem betroffenen Hautareal. Diese Pein wechselt ohne Ankündigung zu einem Stechen. Hierbei gelten die Schmerzen der postzosterischen Neuralgie als besonders stark. An der schmerzenden Stelle entstehen innerhalb von einem Tag die juckenden Blasen. Sie beinhalten eine klare Flüssigkeit. Bei dieser kommt es im Krankheitsverlauf zu einer Eintrübung. Bei dem Ausschlag wandern die Erreger an den Nervenbahnen entlang. Sie nutzen bestimmte „Wege“ über die Oberfläche der Haut, sodass der Ausschlag wie ein Gürtel anmutet. In 50 bis 60 Prozent der Fälle hat er seinen Ursprung auf dem Rücken der Patienten.


Gürtelrose auf der Kopfhaut

Befindet sich die Gürtelrose auf der Kopfhaut, zeigen sich bei den Betroffenen die charakteristischen Herpes-zoster-Bläschen häufig bereits am Haaransatz. Der für die Gürtelrose typische Ausschlag im Bereich von Kopf und Gesicht nennt sich Gesichtsrose. In diesem Fall lagern sich die Varizella-zoster-Viren in den Hirnnerven, speziell dem fünften Hirnnerv, ein.

Die Gesichtsrose befällt sensible Gesichtsnerven

Besonders häufig befällt die Gürtelrose auf der Kopfhaut den fünften Hirnnerv. Dabei handelt es sich um den Nervus trigeminus. Er gehört zu den größten sensiblen Gesichtsnerven und versorgt die Stirn sowie die Kopfhaut. Befallen die für die Gürtelrose verantwortlichen Erreger diesen Nerv, gelangen sie durch die verästelten Nervenstränge, die Spinalganglien, bis auf die behaarte Kopfhaut.

Starke Kopfschmerzen – ein Symptom für die Gesichtsrose

Die ersten Anzeichen für eine Gürtelrose auf der Kopfhaut zeigen sich in Form von starken Kopfschmerzen und einem drückenden Gefühl im Bereich des Hinterkopfs. Speziell an den Schläfen verlaufen zahlreiche Nerven, die bei einem Varizella-zoster-Virus-Befall empfindlich schmerzen. Die Kopfhaut besteht im Vergleich zu anderen Dermatomen als dünnere Hautschicht. Die Nervenstränge verästeln sich dabei so zahlreich, dass der Schmerzreiz den gesamten Oberkopf betrifft.

Nach zwei Tagen bildet sich der für den Herpes zoster typische Ausschlag. Die roten Pusteln befinden sich zwischen den Haaren. Im Gegensatz zu dem Ausschlag auf anderen Körperstellen ordnen sich die Bläschen auf der Kopfhaut nicht gürtelförmig an. Stattdessen sammeln sie sich als gruppenförmige Anordnung. Die betroffenen Stellen auf dem Oberkopf und dem Schläfenbereich schwellen stark an. Teilen die Patienten vorsichtig die dort befindlichen Haarsträhnen, sehen sie eine starke Rötung.

Die Gürtelrose auf der Kopfhaut löst die allgemeinen Symptome wie Müdigkeit, Fieber und Abgeschlagenheit aus. Neben den für die Gürtelrose typischen Bläschen in Stecknadelgröße bilden sich auf der Kopfhaut kleine Knötchen. Bei ihnen handelt es sich um nicht vollständig entwickelte Pusteln.

 

Auf dem Kopf kommt es durch die Gürtelrose zu schweren Komplikationen

Die Verästelungen der Nerven auf der Kopfhaut sorgen dafür, dass sich der Herpes zoster im gesamten Gesichtsbereich verteilt. Unter Umständen folgt dem Ausschlag auf der behaarten Kopfhaut der Befall der anderen Gesichtsnerven. Wie der Nervus trigeminus, versorgen diese beispielsweise das Ohr und das Auge. Zu den schweren Komplikationen einer Gesichtsrose zählen eine Hirnhaut-Entzündung sowie eine Gesichtslähmung. Ärzte nennen die Störung eine Facialisparese. Ebenso löst die Gürtelrose auf der Kopfhaut Nervenanfälle aus. Die Patienten erleiden ähnliche Symptome wie bei einer Epilepsie.

Im gesamten Kopfbereich zeigen sich die Komplikationen durch den Herpes zoster besonders schwerwiegend. Auf der empfindlichen Kopfhaut bilden sich durch das Kratzen an den Pusteln Narben. Die Hautveränderung schreitet im schlimmsten Fall so weit vor, dass einzelne Stellen auf der Kopfhaut kahl bleiben. Durch den Befall von weiteren Nerven wie dem Nervus facialis kommt es zu:

  • Lähmungs-Erscheinungen,
  • Erblindung,
  • Pigmentierungen,
  • Einschmelzungen
  • und dem Verlust des Geschmackssinns.

 

Die Zusammenfassung für den Herpes zoster auf der Kopfhaut

Die Gürtelrose auf der Kopfhaut nennt sich Gesichtsrose. Eindeutige Symptome stellen drückende Kopfschmerzen und ein intensiver Schmerzreiz an den Schläfen dar. Durch den Befall des Nervus trigeminus kommt es zu einer Ausbreitung der Gürtelrose auf die Nerven von Auge und Ohr. Weitere Komplikationen sind Einblutungen, Narben und Haut-Veränderungen.


 

 

Gibt es eine Linderung der Symptome?

Schon in der ersten Phase einer beginnenden Gürtelrose kann mit einer inneren und äußeren Behandlung begonnen werden. Um eine medizinisch abgesicherte Behandlung durchzuführen,erfolgt vor Beginn der Therapie eine Untersuchung durch einen Facharzt. Dieser behandelt die ersten äußeren Symptome der Gürtelrose mit einerschmerzlindernden Zinkmixtur. Außerdem erfolgt eine Therapie mit einem antiviralen Medikament. Diese Arznei – beispielsweise „Aciclovir“ – schützt den Organismus gegen Viren, um deren weitere Ausbreitung zu unterbinden.

Beginnt die äußere und innere Behandlung der Symptome einer Gürtelrose frühzeitig, beeinflusst diesden Krankheitsverlauf positiv. Somit verläuft die Erkrankung mit weniger schweren Symptomen.

 

Die Komplikationen bei den Gürtelrose-Symptomen

Der Hautausschlag breitet sich in der Regel gürtelförmig um den Körper aus. In der Regel heilt dieser nach wenigen Wochen ohne weitere Folgen ab. Jedoch entstehen im schlimmsten Fall während einer Infektion verschiedene Komplikationen.Es treten Lähmungen im von den Bläschen befallenen Hautgebieten auf. Diese Paresen genannten Taubheitsgefühle führen zu Empfindungs-Störungen.

Kratzen Betroffene die juckenden Pusteln auf, kommt es zu Einblutungen oder Einschmelzungen. Die Haut erleidet in diesen Bereichen eine Pigmentstörung. Ebenso bildet sich unter den verkrusteten Stellen ein Narbengewebe.

Bei einer Gürtelrose am Hals oder im Gesicht, treten die Varizella-Zoster-Viren in die Hirnnerven ein und verursachen dort schwere Schäden durch eine Hirnhautentzündung. Innerhalb des zentralen Nervensystems entstehen Hirn- oder Hirnhaut-Schädigungen. Befällt der Herpes zoster einen Gesichtsnerv, betrifft dies Gesichtsregionen wie Nase, Auge, und Kopfhaut. Hierbei besteht das Risiko einer Gesichtslähmung – einer Facialisparese. Auch eine entzündete Bindehaut resultiert aus einer Infektion mit Herpes-Zoster-Viren.

Bei einem disseminierten (generalisierten) Herpes zoster infizieren die Herpes-Zoster-Viren den gesamten Organismus. Die dabei entstehende Taubheit nennen Mediziner „Zoster oticus„. In seltenen Fällen betrifft dieser Befall neben der Haut die inneren Organe.

Eine besonders schwerwiegende Komplikation der Gürtelrose entsteht durch Post-Zoster-Nervenschmerzen. Der Fachbegriff für dieses Symptom heißt „postherpetische Neuralgie“. Bei diesem Krankheitsverlauf treten noch Jahre nach der Infektion Schmerzen auf.

Medizinische Zusammenfassung

Die Symptomatik der Gürtelrose

Die Infektion beschränkt sich normalerweise auf ein oder mehrere Hautareale (Dermatome) auf einer Körperhälfte. Dabei treten die Symptome der Gürtelrose bei älteren Patienten in zwanzig Prozent der Fälle kranial (zum Kopf hin) auf. Es kann zu Fieber und Abgeschlagenheit kommen, jedoch sind starke Schmerzen vor, während und nach der Bläschen-Eruption die typische Symptomatik.

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