Antibiotikum bei Gürtelrose

Informationen zum Bedarf von Antibiotikum bei Gürtelrose

Die durch die Varizella-Zoster-Viren hervorgerufene Gürtelrose führt zu einem schmerzhaften Ausschlag (Hauteffloreszenz). In der Regel basiert die Therapie nach der Diagnose auf antiviralen Medikamenten wie beispielsweise Aciclovir. In Fällen mit einem schweren Verlauf verschreiben die Ärzte zudem Antibiotikum bei Gürtelrose. Zusätzlich empfiehlt sich die Verabreichung von Arzneimitteln mit einer schmerzlindernden Wirkung. Der nachfolgende Artikel informiert ausführlich über die Behandlung der in der medizinischen Fachsprache als Herpes Zoster bezeichneten Krankheit. Der Fokus liegt auf dem Einsatz von Antibiotika und den zugehörigen erforderlichen Umständen.

Therapie der Infektion Antibiotikum bei Gürtelrose

Antibiotika bei Gürtelrose © morganka – Fotolia.com

 

Fazit zur Notwendigkeit der Antibiotika-Gabe bei Herpes Zoster

Im Wesentlichen existieren zwei Situationen, welche die Verschreibung von Antibiotikum bei Gürtelrose erfordern. Kommt es im Verlauf der Krankheit zu Komplikationen in Form von entzündeten Bläschen, besteht Bedarf an zusätzlichen Medikamenten. Derartige Inflammationen entstehen bei aufgekratzten Vesikeln der Hauteffloreszenz. Allerdings wirkt die Antibiose lediglich gegen die bakteriell bedingte sekundäre Infektion und nicht gegen die Erreger. In dessen Folge ersetzt das Antibiotikum das Verabreichen von Virostatika, welche die Viren bekämpfen, nicht.

Daneben empfehlen Experten den Einsatz von Antibiotika, wenn die Symptome keinen klaren Befund der Erkrankung ermöglichen. Es bietet sich zunächst eine kombinierte Therapie aus einem Antibiotikum sowie einem Virostatikum an. Anschließend stellt der Arzt durch engmaschige Kontrollen im Zuge der Behandlung einen endgültigen Befund.

 

Antibiotikum bei Gürtelrose – Infektionen erfordern die zusätzliche Antibiose

Reguläre Therapie der Gürtelrose basiert auf Virostatika

Bei der Planung der Behandlung des Herpes Zoster hängt die Entscheidung, welche Medikamente er einsetzt, von der Intensität der Gürtelrose ab. Im Großteil der Fälle beschränkt sich die Therapie auf Virostatika. Dazu gehören beispielsweise Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir, die sich alle durch eine virenhemmende Wirkung auszeichnen. Um den gewünschten Behandlungserfolg zu erzielen, bedarf es der Einnahme der genannten Mittel innerhalb der ersten zwei bis drei Tage.

Warum Antibiotika bei Herpes Zoster?

Diverse Umstände erfordern es, weitere Arzneimittel bei der Therapie von Gürtelrose einzusetzen. Dazu gehört beispielsweise ein Antibiotikum. Der medizinische Fachbegriff für eine auf diesem Medikament basierenden Behandlung lautet Antibiose. Das Ziel der Maßnahme besteht darin, Mikroorganismen im Körper des Patienten – beispielsweise Pilze oder Bakterien – zu hemmen.

 

Antibiose bei Gürtelrose im Falle von entzündeten Bläschen

Im Hinblick auf den Herpes Zoster existieren in der Medizin zwei Situationen, die zur Notwendigkeit der Antibiose bei Gürtelrose führen. Eine der beiden liegt vor, wenn sich die Bläschen (Vesikel) der Primäreffloreszenz im Zuge der Krankheit infolge eines Aufkratzens entzünden. Angesichts des vom Exanthem ausgehenden Juckreizes verspüren die Betroffenen den Drang, an den jeweiligen Stellen zu kratzen. Bei den offenen Bläschen entsteht die Gefahr einer Inflammation, die zum Bedarf der Gürtelrose-Antibiose führt. Durch die Infektion steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Abklingen der Symptome Narben zurückbleiben. Als häufigste Auslöser der bakteriellen Sekundärinfektion gelten der Staphylococcus aureus und der Staphylococcus pyogenes. Dies geht aus einem in 2003 im deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Artikel von Prof. Dr. med. Peter Wutzler et al. hervor. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Antibiotika, die gegen beide Bakterien wirken.

 

Bedarf an einem Virostatikum bleibt trotz Antibiose bestehen

Eine Antibiose ersetzt kein Virostatikum. Ein Antibiotikum verfolgt das Ziel, Bakterien zu bekämpfen. Es handelt sich jedoch bei den Erregern von Herpes Zoster um Viren. Dagegen hilft die Antibiose bei der Gürtelrose nicht. In dessen Folge bedarf es trotz Antibiotika weiterhin der Gabe eines Virostatikums. Letzteres verhindert, dass sich die Varizella-Zoster-Viren im Körper des Patienten ausbreiten und sich an die Wirtszellen anbinden.

 

Kombinierte Therapie mit Antibiotikum bei unklarem Befund

Neben der geschilderten Situation der entzündeten Vesikel bietet sich ein Antibiotikum bei Gürtelrose an, wenn der behandelnde Mediziner zunächst keine sichere Diagnose stellt. In diesem Fall eignet sich eine kalkulierte Kombinationstherapie, die sich aus Antibiotika und einem Virostatikum zusammensetzt. Anschließend finden gründliche Kontrollen statt, um den Befund zu verifizieren. Letztere ermöglichen eine fundierte Anpassung der begonnenen Therapie. Die geschilderte Vorgehensweise empfiehlt Dr. Volker Kunzelmann, wie das deutsche Ärzteblatt im Jahr 2005 berichtete.

 

Mögliche Gürtelrose-Antibiose nach der Diagnose einer Hirnhautentzündung

In sehr seltenen Fällen kommt es während einer Gürtelrose aufgrund eines stark geschwächten Immunsystems zu lebensgefährlichen Komplikationen. Hierzu zählt eine Entzündung der Hirnhäute, deren medizinischer Fachbegriff Meningitis lautet. Die virale Hirnhautentzündung ruft nach drei bis vier Tagen die folgenden ersten Symptome hervor:

  • Kopfschmerzen,
  • Gliederschmerzen,
  • Müdigkeit,

Daraufhin nimmt die Intensität der Symptome zu und führt zu einer stark erhöhten Körpertemperatur, Übelkeit und Erbrechen. Dazu klagt der Patient über einen steifen Nacken. Bei Bewegungen des Kopfes ergeben sich starke Schmerzen. Ferner wirkt sich die Meningitis auf das Nervensystem aus und bewirkt Hörstörungen, epileptische Anfälle oder Schwindelgefühle.

Die Therapie einer durch Varizella-Zoster-Viren ausgelösten Hirnhautentzündung erfordert die richtige Diagnose seitens des Arztes. Die Medizin differenziert hierbei zwischen der viralen und bakteriellen Meningitis bei gleichzeitig vorliegender Gürtelrose. Dabei stellt die durch Bakterien hervorgerufene Infektion der Hirnhäute die gravierendere Form dar. Sie gilt als medizinischer Notfall, bei der ein schneller Therapiebeginn über das Leben der Patienten entscheidet. Bei einer durch Viren verursachten Infektion findet normalerweise lediglich eine Behandlung der Symptome statt. Dagegen erfordert eine bakterielle Meningitis den unverzüglichen Einsatz von Breitspektrumantibiotika.

 

Antibiotika bei Unklarheit über den Erreger

Sofern zum Zeitpunkt des Krankheitsbefundes Unklarheit über den Erreger herrscht, beginnt der Arzt aufgrund der bei einer bakteriellen Meningitis drohenden Gefahren unverzüglich mit der Antibiotikatherapie. Dadurch existiert die Möglichkeit, dass eine durch die Gürtelrose bedingte Hirnhautentzündung zur Antibiose führt. Allerdings nimmt der Arzt gleichzeitig Blut und Nervenwasser beim Patienten ab.

Identifiziert die anschließende Untersuchung Viren als Ursache, endet die Antibiotikatherapie. Im weiteren Verlauf begrenzt sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome, die in der Regel unter stationärer Beobachtung stattfindet. Die verschriebenen Medikamente senken das Fieber und lindern die Schmerzen bei den Betroffenen. Außerdem besteht die Option, mit Arzneimitteln einem epileptischen Anfall präventiv entgegenzuwirken.

 

weiterführend:

https://www.guertelrose-infektion.de/zosteroticus

https://www.guertelrose-infektion.de/hirnhautentzuendung.html


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