Gürtelrose in der Kniekehle

Gürtelrose Auftreten in der Kniekehle

Die Lokalisation einer Gürtelrose tritt in über 50 Prozent der Fälle im Bereich des Brustkorbes auf. Vereinzelt gibt es Menschen mit einer Gürtelrose in der Kniekehle – da auch dort Nervenbahnen verlaufen kann es an diesen zum Auftreten der Herpes Zoster Viren kommen.

Kniekehle

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Gürtelrose im Knie oder Kniegelenk

Wie an anderen Stellen des Körpers deutet sich der Herpes zoster durch schmerzhaften und blasenförmigen Hautausschlag an.

Im Fall einer Gürtelrose in der Kniekehle trifft der Name dieser Viruserkrankung nicht zu, da dort die Nervenbahnen nicht gürtelförmig verlaufen. Vorläufig bilden Müdigkeit und Erschöpfung einen Teil der Krankheit. Der Ausschlag kennzeichnet sich manches Mal mit einem Brennen. Da jeder Mensch individuell auf eine Krankheit reagiert, treten zusätzliche übliche Symptome in Form von

  • Fieber,
  • Kopfschmerzen oder
  • Juckreiz

auf. Der schmerzhafte

  • Bläschen-Ausschlag

schränkt das Laufen ein. Unabhängig vom Bereich sind Taubheitsgefühle möglich.

Bei Verdacht den Hausarzt informieren

Die Diagnose Gürtelrose in der Kniekehle stellt der Arzt. Die Kniekehle zählt zu einer Körperstelle, die für vor allem ältere Menschen nicht immer einzusehen ist.

Ein länger andauernder Krankheitsverlauf führt in diesem Fall zu einer komplexeren Problematik und die Behandlung der Gürtelrose erschwert sich. Ein Ausschlag in der Kniekehle ist relativ selten. Ein frühzeitiger Anruf beim Hausarzt ist sehr wichtig. In extremen Fällen führt die Gürtelrose in der Kniekehle zum Tod. Das Robert Bosch-Institut spricht von 31 Todesfällen bei 100.000 Erkrankungen in Deutschland.

Folgen und Behandlung einer Gürtelrose in der Kniekehle

Eine die Kniekehle betreffende Gürtelrose führt in schlimmen Fällen zu Narben an der betroffenen Stelle oder Veränderung der Haut. Außerdem steigt das Risiko für Erkrankungen von Herz oder Gefäßen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Gravierende Folgen entstehen nur bei Gürtelrose im Augenbereich. Ein Erblinden ist möglich. Immunschwache Menschen bedroht im Fall einer Gürtelrose eine mögliche Hirnhautentzündung oder eine Entzündung des Rückenmarks.

Die Medikamente

  • Aciclovir,
  • Brivudin,
  • Famciclovir und
  • Valaciclovir

helfen unabhängig vom Ort der Gürtelrose bei der Behandlung derselben. Zusätzlich ist es bei den meisten Betroffenen notwendig, starke Schmerzmittel zu verschreiben. Extreme Fälle erfordern einen chirurgischen Eingriff. Die starken Schmerzen lindert eine elektrische Nervenstimulation. Vereinzelt verordnet der Hausarzt neben den oben genannten Medikamenten zusätzlich Antidepressiva.

Den Kontakt mit Schwangeren vermeiden die Patienten zwingend. Eine Ansteckung durch den Bläscheninhalt des Patienten, führt zu einer Infektion mit Windpocken, sofern die werdende Mutter noch nicht mit dem Varizella-zoster-Virus in Berührung kam. Diese gefährdet die Schwangerschaft. Das Risiko einer gestörten Entwicklung des Kindes besteht. Steht die Geburt des Kindes kurz bevor, ist dessen Leben gefährdet.

Eine Gürtelrose in der Kniekehle bringt unter Umständen eine Ischiasnerv-Reizung mit sich. Der Sitzbeinnerv ist einer der mächtigsten Nervenstränge. Oberhalb der Kniekehle teilt sich der Ischiasnerv in den Schienbein- und Waden-Nerv. Ist er durch die Gürtelrose entzündet, führt dies zu einem Ischias-Syndrom.

Eine Reizung verursacht starke Schmerzen von der Rückseite des Oberschenkels bis hin zur Fußsohle. Unterhalb des Knies besteht die Gefahr einer Bildung von Hautbläschen, die Juckreiz hervorrufen. Zur Behandlung dieser Reizung helfen neben Schmerzmitteln muskelentspannende Medikamente, da die Schmerzen durch muskuläre Anspannung entstehen. Eine weitere Maßnahme ist die Anwendung von Krankengymnastik, um den Nerv zu entlasten. Zusätzlich hilft das Liegen mit erhöhter Beinposition oder eine heimische Behandlung von Wärme durch Rotlicht.

Das Wichtige im Fall einer möglichen Gürtelrose ist eine schnelle Reaktion seitens des Betroffenen. Besteht der Verdacht, an einer Gürtelrose in der Kniekehle erkrankt zu sein, wartet der Patient nicht die Entwicklung ab, sondern sucht sofort einen Arzt auf. Je schneller eine adäquate Behandlung erfolgt, desto besser geht die Krankheit aus.

veröffentlicht von: Anna Nilsson,

© blas – Fotolia.com


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