Gürtelrose (Herpes Zoster)

veröffentlicht von: Anna Nilsson, ( 08.Juli 2014 ) medizinische Kontrolle: L. Schnurbus.

In unserem Fachportal zur Gürtelrose (Herpes Zoster), finden Sie als Betroffener geprüfte medizinische und allgemeine Informationen. Im Vordergrund stehen Themen zur Entstehung der Viruserkrankung, zu den Ursachen und Symptomen, aber auch zu den verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung dieses Krankheitsbildes.

Themen zur Erkrankung:

Wie ansteckend ist Herpes Zoster?

Ansteckung mit Herpesviren

Die Gürtelrose ist eine ansteckende Viruserkrankung, Lesen Sie hier zur >> Ansteckungsgefahr

Aktuelle Themen:

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Das Krankheitsbild in der Kurzfassung:

Was ist eine Gürtelrose?

von: Anna Nilsson, ( 03. Oktober 2013 ) medizinische Kontrolle: L. Schnurbus.

Die Erkrankung Gürtelrose wird in der medizinischen Fachsprache als Herpes Zoster bezeichnet. Die hier entstehende Krankheit wird von den Varicella-Zoster-Viren hervorgerufen, die zu der Familie der Herpesviren gehören.

Bild der Entwicklung der Herpes Zoster Viren

Dabei wird bei der Erstinfektion mit Varicella-Zoster-Viren, welche meist im Kindesalter geschieht, die Krankheit Windpocken hervorgerufen.

Die eine gewisse Anzahl der Viren verbleibt nach dem Abheilen der Windpocken im Nervensystem (v.a. in den sogenannten Trigeminus-Ganglion und den Spinalganglien). Dies bezeichnet man als Viruspersistenz.

Nach Reaktivierung der Varizellen im Körper verbliebenen Viren entwickelt sich die Gürtelrose. Hierzu kommt es meist erst nach Jahrzehnten. Somit tritt sie bevorzugt bei älteren Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. bei Krebserkrankungen, AIDS oder unter Chemotherapie) auf.

Die Infektion beschränkt sich normalerweise auf bestimmte Bereiche der Körperoberfläche, die von einem betroffenen Nerven versorgt werden. Ungefähr 50% der Lokalisation liegt im Rumpfbereich, wo die Nerven von der Wirbelsäule (von hinten) gürtelförmig um den Oberkörper (nach vorne) verlaufen. In den betroffenen Hautbereichen kommt es zu Beginn der Erkrankung typischerweise zu starken Schmerzen. Im Verlauf wird eine Rötung der Haut und weiter eine Bläschenbildung sichtbar. Wenn diese Veränderungen der Haut auftreten und dazu Fieber und Schwäche kommen, ist die Erkrankung meist schon im fortgeschrittenen Stadium und ist dringend behandlungsbedürftig.

Die Dauer der Gürtelrose ist individuell sehr unterschiedlich und insbesondere vom Alter und der Stärke des Immunsystems (Immunkompetenz) zur Zeit der Erkrankung abhängig. Wichtig ist eine Vorstellung beim Arzt bei Verdacht auf die Erkrankung, damit frühzeitig mit einer Behandlung begonnen werden kann und somit schwere Komplikationen vermieden werden können Hierzu zählen die bleibenden Nervenschmerzen (Postzoster-Neuralgie), der Befall vom Auge (mit Gefahr der Erblindung), der Befall des Ohrs (mit Taubheitsrisiko) und der Befall der Hirnhäute (mit Gefahr der Entwicklung einer Meningitis).

Die Behandlung der Erkrankung besteht im Wesentlichen aus einer sogenannten antiviralen Therapie, die die Varicella-Zoster-Viren direkt bekämpft. Medikamente der Wahl sind dabei Aciclovir, Famiciclovir und andere Vertreter der gleichen Wirkstoffgruppe. Des Weiteren erfolgt eine unterstützende Therapie, die die Symptome (besonders in Bezug auf die Schmerzen und den Juckreiz) lindern soll. Zusätzlich kann die Heilung, aber vor allem die Linderung der Symptome mit Akupunktur, Elektrotherapie, Naturheilverfahren und Homöopathie gefördert werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass Gürtelrose ansteckend ist, besonders wenn man mit dem Inhalt der Bläschen in Kontakt kommt.

Hierbei sollten vor allem ältere Menschen und Schwangere vorsichtig sein. Bei Schwangeren kann es zur Schädigung des ungeborenen Kindes kommen, sodass es nach Kontakt mit erkrankten Personen zu einer sogenannten passiven Immunisierung kommen sollte.

Weitere Erkrankungen, die durch die Familie der Herpesviren hervorgerufen werden:

Wie oben erwähnt gibt es Formen der Herpes Zoster Infektion, die nicht am Rumpf, sondern im Gesicht als Gesichtsrose ( eventuell auch an Augen und Ohren) auftreten. Allerdings können auch andere Herpes-Spezies die Augen befallen und die Gefahr der Erblindung mit sich bringen. Hierzu gehört der Herpes-Simplex-Virus, mit dem ein Großteil der Bevölkerung (über 95%) infiziert ist. Aber nur bei ca. 10% brechen Erkrankungen wie Lippenherpes auf. Eine weitere häufige und zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen zählende Manifestation des Herpes-Simplex-Virus ist der Genitalherpes. Der Epstein-Barr-Virus ist ebenfalls ein wichtiger Vertreter der Herpesviren. Durch ihn wird das Pfeiffersche Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) ausgelöst, welches hauptsächlich bei Mensch unter dem 30. Lebensjahr auftritt.

Experten-Interview:

Der Fachexperte Dr. med. Nikolaus Frühwein informiert uns in einem Kurz-Interview:

Dr. med. Nikolaus Frühwein, Facharzt für Allgemeinmedizin und Impfungen. Tropenarzt in MünchenFacharzt für Allgemeinmedizin und Impfungen, Tropenarzt in München.
Präsident der Bayerischen Gesellschaft Immun-, Tropenmedizin & Impfwesen.

 

1. Was sind Auslöser und Risikofaktoren?

Die eigentlichen Auslöser sind unbekannt. Es scheint sich um einen relativen Immunmangel zu handeln. Dies kann z.B. auch altersbedingt oder durch Stress oder Krankheit hervorgerufen werden.

2. Welche Altersgruppen und Geschlechter sind besonders gefährdet?

Die höhere Altersgruppe (Maximum bei etwa 70 Jahren) und Frauen sind überdurchschnittlich betroffen

3. Welche Medikamente werden zur Behandlung verabreicht?

Es gibt gut wirksame Virustatika (Mittel gegen die Vieren). Wichtig ist die Behandlung der Schmerzen.

4. Wie lange dauert die Erkrankung an?

Die Dauer und die Stärke der Verläufe variieren sehr stark. Häufig ist die Erkrankung nach 3-4 Wochen ausgeheilt, Schmerzen können aber oft über Monate anhalten.

5. Kann man an Gürtelrose mehrfach erkranken?

Eine mehrfache Erkrankung ist möglich. Das auslösende Virus ist das Windpockenvirus und das verbleibt lebenslang in den Nerven.

Antworten & Fragen zur Erkrankung:

Wie entsteht die Virus-Erkrankung?

Erreger aus der Gruppe der Herpesviren

Varizella Zoster Viren verursachen in der Kindheit Windpocken und im späteren Leben die Gürtelrose. Beide Erkrankungen werden durch den gleichen Virus hervorgerufen.

Durch was die Reaktivierung der Viren ausgelöst wird ist noch nicht ausreichend erforscht, Mediziner und Experten kennen zwar die Risikofaktoren wie psychischen Stress und Infektionskrankheiten, aber vieles liegt noch im Unklaren.

Wie erkennen Sie erste Anzeichen der Viruserkrankung?

Brennen unter der Haut – Erste Anzeichen?

Das erste Anzeichen für einen Ausbruch ist der typische Hautausschlag der sich in einem begrenzten Bereich entlang den Nervenbahnen ausbreitet. Meist tritt der Ausschlag im Bereich der Brust und des Bauches auf.

” Erste Anzeichen sind meist Nervenschmerzen und Bläschen”

Der Herpes Zoster Ausschlag breitet sich gürtelförmig aus, dabei färbt sich die Haut rot und es treten Schwellungen und Blasen auf. Durch diese gürtelartige Ausbreitung heißt die Krankheit auch Gürtelrose. Wie bei Windpocken geht auch von dem Hautausschlag der Herpes-Zoster-Erkrankung ein hohes Ansteckungsrisiko aus. Über den Inhalt der Bläschen des Ausschlages kann man sich über eine Kontaktinfektion anstecken. Diese Ansteckungsgefahr betrifft nur Menschen die noch keine Windpocken hatten.

  1. Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl
  2. leichtes Fieber
  3. Brennende Haut
  4. gerötete Bläschen
  5. Auftreten in Wundrose oder Rosetten
  6. Bläschen füllen sich mit Blut
  7. nach 3 – 5 Tagen platzen die Bläschen auf und verkrusten danach
    weiterlesen: Gürtelrose Symptome
Warum muss eine sofortige ärztliche Behandlung stattfinden?

Komplikationen vermeiden

Direkt bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Virus kann nicht nur äußerst schmerzhaft auftreten, sondern in einigen Fällen wie zum Beispiel bei der sogenannten Gesichtsrose bleibende Schäden hinterlassen. Schnelles Handeln ist letztendlich unumgänglich. Aber wie erkenne ich die Gürtelrose?

Das rechtzeitige Erkennen der ersten Symptome hilft, die sofortige Behandlung zu beginnen und den Krankheits-verlauf positiv zu beeinflussen.

Um Komplikationen beim Heilungsverlauf zu vermeiden ist eine schnelle Behandlung zwingend. Wenn Hautausschlag, nässende Bläschen und Fieber auftreten ist die Gürtelrose meist schon sehr fortgeschritten. Davor treten meist schon weniger auffällige Warnzeichen auf, messerstichartige Schmerzen an den Nerven, mückenstichähnliche Piickel sind erste eindeutige Warnzeichen.

Fragen und Antworten zur Erkrankung

Der Videobeitrag zur Viruserkrankung

Das “Journal zur Gesundheit” informiert Sie hier in einem Kurzfilm über die Erkrankung Gürtelrose:

Herpes zoster Viren im menschlichen Körper

Zoster Viren befinden sich unbemerkt bei fast allen Menschen schlummernd und unbemerkt im Körper. Die Viren die nach der Windpocken Infektion im Körper verbleiben setzen sich an den Nervenenden fest und werden bei den meisten Menschen erst dann wieder aktiv, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Nach der Infektion mit Varicella-Zoster Viren, meist in der Kindheit, kommt es zum Ausbruch der Windpocken. Danach verbleiben die Viren im Nervensystems des menschlichen Körper. Wenn Sie reaktiviert werden, entwickelt sich die Gürtelrose.

Die Infektion tritt meist bei Menschen ab 40 Jahren auf, kann aber auch schon im früheren Alter auftreten. Der Mensch ist als einziger Wirt der Varicella-Zoster-Viren bekannt. Das sonst harmlose Virus verursacht die durchaus gefährliche Gürtelrose und zeigt sich durch heftige Schmerzen, Bläschen und Ausschlag. In der Anfangsphase der Erkrankung wird von den Betroffenen oft von Mückenstich-ähnlichem Ausschlag gesprochen.

Doch im Gegensatz zu einem harmlosen Mückenstich verschwinden die Bläschen nicht, sondern breiten sich aus. Die Stiche werden größer, es kommen mehr dazu, meist anfänglich im Gesicht breitet sich der Ausschlag über den Oberkörper aus. Hinzu kommen geschwollene Lymphknoten und Schmerzen. Meist ist die Krankheit dann soweit voran geschritten dass ein Arzt hinzugezogen wird. Dieser diagnostiziert schnell “Herpes Zoster”.

zusätzliche Informationen:

Erste Hilfe: Das können Sie als Betroffener selbst tun?

Bei der Behandlung der Herpes Zoster Viren immer durch einen Arzt durchzuführen. Sie selbst können den Krankheitsverlauf durch einige Maßnahmen positiv beeinflussen.

Körper:

  • Wärme: Halten Sie in der akuten Phase Bettruhe bzw. schonen Sie Ihren Körper
  • Kälte: verschlimmert die Infektion und begünstigt die Ausbreitung der Viren
  • Vitamine: zusätzliches Vitamin B aus der Apotheke regt das Nervensystem an
  • Wasser: Kein oder nur wenig Wasser auf die betroffenen Stellen ( Duschen statt Baden )
  • Salben: Benutzen Sie nur die durch den Arzt verordneten Salben
  • Hautpflegemittel: Benutzen Sie während der Krankheit keine Parfüms, Cremes oder Seifen

Immunsystem:

  • das Immunsystem benötigt besondere Stärkung
  • Kein Alkohol, Drogen oder Nikotin
  • Ausgewogene Ernährung nach Ampelprinzip
  • Schlafen Sie ausreichend

Seele:

  • 40% aller Herpes-Infektionen können durch phsychosomatische Faktoren hervorgerufen werden
  • Achten Sie auf einen ausgewogenen und gesunden Lebenstil

Behandlung der Herpes Zoster Erkrankung:

Ärztliche Therapie und Behandlungsmöglichkeiten:

Diese Behandlungsmöglichkeiten wird Ihr Arzt einleiten:

  1. Lokale Behandlung
  2. Virostatika
  3. Schmerztherapie

Um Komplikationen zu vermeiden sollte eine erste Therapie mit Virustatika in den ersten drei Tagen begonnen werden.  Behandlung der Gürtelrose

Gürtelrose Schmerzen

Obwohl die Verabreichung der Virustatika sehr wichtig ist um eine Ausbreitung der Viren zu verhindern, entstehen die meisten Komplikationen aufgrund des der Entwicklung von Dauerschmerzen, der Post-Zoster-Neuralgie. zu unterbinden. Neben der direkten Schmerzbekämpfung sollte Ihr Arzt auch eine indirekte Schmerz-Behandlung durch das Ausleiten der abgestorbenen Viren (Entzündungstoxine) durchführen. Die Entzündungstoxine führen zu einer Blockade bei der Wiederherstellung der Nerven und zu anhaltenden Komplikationen im Heilungsverlauf der Gürtelrose.

zusätzliche Therapien und Behandlungsmöglichkeiten:

Nach dem Auftreten der Gürtelrose sollte der Beginn der ärztlichen Therapie so schnell wie möglich erfolgen, unterstützend dazu können folgende Therapiekombinationen einem chronischen Verlauf vorbeugen und die Heilung positiv unterstützen.

Akupunktur:

Die Akupunktur kann helfen einem chronischen Schmerzverlaufvorzubeugen und eignet sich bestens um eine schulmedizinische Behandlung mit antiviralen Medikamenten zu unterstützen. Die Akupunktur hat eine positive Wirkung auf die Schmerzentwicklung und sollte frühestmöglich begonnen werden.

Elektrotherapie:

Die Ultraschalltherapie hat eine vorbeugende Wirkung und senkt das Risiko an den bleibenden Nervenschmerzen einer Post-Zoster-Neuralgie zu erkranken. Eine Behandlung mit Kurz- und Mikrowelle unterstützt die Abheilung der Gürtelrose-Bläschen und lindert die Schmerzen der Erkrankung. zu lindern.

Natur- und Pflanzenheilkunde:

verdünnte Kamille-Lösungen können durch ein mehrmaliges Auftragen auf den gürtelartigen Ausschlag das Abheilen fördern. Gegen den starken Juckreiz helfen Verbände die in Apfelessig getränkt sind.

Homöopathie:

Arsenicum album zeigt eine gute Wirkung um das Abheilen der Bläschen zu unterstützen. Nach anderen homöopathische Mittel sollte in der Apotheke gefragt werden, Sie gleichen denen der Herpes-Behandlung. weiterlesen: Homöopathische Therapie bei Gürtelrose

Blutegeltherapie Gürtelrose

Die Therapie unterschiedlichster Krankheiten mithilfe von Blutegel durchzuführen, hat eine tausendjährige Tradition und gehört zu den bekanntesten Naturheilverfahren. Bei der Behandlung von Herpes Zoster, der Gürtelrose nimmt die Blutegeltherapie einen hohen Stellenwert ein und führt unterstützend zu den konventionellen Behandlungsmethoden zu einem günstigen leichteren Krankheitsverlauf. Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Blutegel-Therapie bei einer Gürtelrose. Wir beantworten die Fragen zur Durchführung und den Wirksamkeiten beim Einsatz von Blutegel.

Gürtelrose Komplikationen

Neuralgie - Nervenschmerzen

Die Neuralgie – ist eine weitverbreitete Komplikation bei Gürtelrose und zeigt sich durch starke Nervenschmerzen die oft chronisch bleiben. Die postzosterische Neuralgie aufgrund einer Gürtelrose kommt bei 10 bis 15 Prozent aller Patienten vor und tritt meist mit fortgeschrittendem Lebensalter auf. Besonders 60 bis 80jährigen müssen bei einer Gürtelrose mit den bleibenden Schmerzen der Neuralgie rechnen.

Zoster ist besonders für Menschen im fortgeschrittenen Alter mit erheblichen Schmerzen verbunden. Jeder zweite Patient über 50 Jahre leidet auch nach der Abheilung der Hautbläschen an den starken Nervenschmerzen einer Post-Zoster-Neuralgie, diese entseht durch die entzündungsbedingte Beschädigung der Spinalnervenwurzeln der Nerven. Obwohl eine schnelle antivirale Therapie bei einer Gürtelrose das Auftreten der bleibenden Nervenschmerzen entgegenwirken kann, kommt es besonders bei Betroffenen im Alter immer wieder zu bleibenden Schmerzen.
Bei Postzoster-Neuralgien kommen verschiedene Schmerztherapien in Frage, weiter Hilfe zur Post-Zoster-Neuralgie und Informationen zu den Symptomen finden Sie hier: Neuralgie

Wann müssen Sie als Betroffener zum Arzt?

Bei Verdacht auf Gürtelrose und den ersten Anzeichen einer Gürtelrose müssen Sie sofort zum Arzt! Besonders wenn Stellen im Gesicht betroffen sind – sofort zum Augenarzt!

Die Erkrankung durch den Varicella-Zoster-Virus nimmt in den meisten Fällen einen leichten Verlauf, im Durchschnitt heilt die Gürtelrose nach 3-4 Wochen vollkommen aus.

Ein Risiko besteht bei Schwangeren, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Wenn Sie erste Anzeichen einer Gürtelrose bemerken oder eine Gürtelrose vermuten, gehen Sie so schnell wie möglich zu Ihrem Hausarzt um die Symptome abklären zu lassen.

Wichtig: Eine Behandlung der Gürtelrose muss so schnell wie möglich beginnen, um so eher die Therapie eingeleitet wird, desto höher ist die Möglichkeit einer schnellen Heilung.

 

Literatur und Quellen

Innere Medizin 2011 Gerd Herold und Mitarbeiter
Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen/ Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V.
Harrisons Innere Medizin. Dt. Ausg. der 17. Aufl. Hrsg. der dt. Ausg. M. Dietel et al. ABW Wiss.-Verl. GmbH, 2009,
www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.htm
Gilderman LI, Lawless JF, Nolen TM, et al. A double-blind, randomized, controlled, Clinical and Vaccine Immunology: CVI
Leung J, Harpaz R, Molinari NA, Jumaan A, Zhou F. Herpes zoster incidence among insured persons in the United States,
Levin MJ. Zoster vaccine. In: Plotkin SA, Orenstein WA, Offit PA, eds. Vaccines. 5th ed. Philadelphia, PA: Saunders Elsevier,

Gesundheitshinweis

Eine Behandlung und Diagnose bei Verdacht auf Herpes Zoster oder andere Herpes Erkrankungen ist immer durch einen Arzt zu stellen. Eine Eigendiagnose oder Eigenbehandlung darf nicht durchgeführt werden.

weitere Fachartikel:

Engl. Fachliteratur: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmedhealth/PMH0001861/


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Fachinformationen zu Herpes Zoster & Herpesviren